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Technischer Objektmanager

Technische Objektmanager betreuen Gebäude von der Heizungsanlage bis zum Dach: Sie überwachen Wartungen, beauftragen Handwerker, kontrollieren Kosten und sorgen dafür, dass gesetzliche Prüfpflichten eingehalten werden.

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Gehalt

Was man als Technischer Objektmanager verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.000 € 3.500 € 4.100 € 42.000 €
Mit Berufserfahrung 3.800 € 4.500 € 5.300 € 54.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 4.800 € 5.600 € 7.000 € 67.200 €

Am stärksten wirken Art und Größe des betreuten Portfolios sowie der Arbeitgebertyp: Konzerne mit eigenem Bestand und Spezialimmobilien wie Rechenzentren oder Kliniken zahlen deutlich über dem Niveau klassischer FM-Dienstleister. Im öffentlichen Dienst richtet sich die Vergütung nach dem TVöD, meist Entgeltgruppe 9 bis 12, mit engerer Spanne und geringeren Spitzen als in der Privatwirtschaft.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Technischer Objektmanager?

Technische Objektmanager sind für den baulichen und technischen Zustand von Immobilien verantwortlich – Bürogebäude, Einkaufszentren, Wohnanlagen, Logistikhallen oder Klinikgebäude. Sie begehen die Objekte regelmäßig, dokumentieren Mängel, holen Angebote von Handwerksbetrieben und Fachfirmen ein, beauftragen Reparaturen und nehmen die Arbeiten ab. Ein großer Teil der Arbeit besteht darin, wiederkehrende Prüfungen im Blick zu behalten: Aufzugsprüfung, Brandschutzklappen, Trinkwasseranalysen, Sicherheitsbeleuchtung, Elektroprüfungen. Wer hier etwas übersieht, riskiert Haftungsfragen für den Eigentümer.

Dazu kommt die kaufmännische Seite. Technische Objektmanager stellen Instandhaltungsbudgets auf, verfolgen Kosten über das Jahr, prüfen Rechnungen und bereiten Investitionsentscheidungen vor, etwa den Austausch einer Lüftungsanlage oder eine Dachsanierung. Bei größeren Maßnahmen steuern sie Planer und ausführende Firmen und koordinieren Termine mit Mietern, damit der Betrieb im Gebäude weiterläuft. Sie sind die erste Adresse, wenn im Objekt etwas nicht funktioniert – vom Wasserschaden bis zur ausgefallenen Kälteanlage.

Wie wird man Technischer Objektmanager?

Es gibt keinen Ausbildungsberuf mit diesem Namen. Üblich sind zwei Wege: eine technische Ausbildung, etwa im Anlagenmechaniker-Handwerk, in der Elektrotechnik oder im Bau, mit anschließender Weiterbildung zum Meister, Techniker oder Fachwirt Facility Management. Oder ein Studium in Facility Management, Gebäudetechnik, Bauingenieurwesen, Versorgungstechnik oder Immobilienwirtschaft. Quereinstiege gelingen häufig aus dem Haustechnik-Handwerk oder aus der Bauleitung, weil dort das Verständnis für Anlagen und Gewerke schon vorhanden ist.

Wichtig ist Kenntnis der einschlägigen Regelwerke: Betriebssicherheitsverordnung, VDI-Richtlinien, VOB, DGUV-Vorschriften, Trinkwasserverordnung. Vieles davon lernt man im Betrieb, aber ohne Bereitschaft, sich in Vorschriften einzuarbeiten, wird der Beruf mühsam. Führerschein und CAFM-Software-Kenntnisse werden praktisch immer erwartet.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist ein ständiger Wechsel zwischen Baustelle und Schreibtisch. Wer nur eines von beiden mag, wird unzufrieden. Zu den Belastungen gehört die Zahl paralleler Vorgänge: Ein Objektmanager betreut häufig mehrere Gebäude gleichzeitig, oft mehr, als sich sorgfältig betreuen lassen. Termindruck, Mängelmeldungen und Störungen kommen ungeplant.

Dazu kommt eine Rolle zwischen den Interessen: Eigentümer wollen niedrige Kosten, Mieter schnelle Lösungen, Dienstleister ihre Rechnung bezahlt. Konflikte auszuhalten und schriftlich zu dokumentieren gehört zum Alltag. Reisetätigkeit im Portfolio ist verbreitet, Rufbereitschaft bei technisch anspruchsvollen Objekten ebenfalls. Die Arbeitszeiten sind meist Bürozeiten, bei Schadensfällen oder Umbauten aber auch abends und am Wochenende. Körperlich sind Begehungen von Dächern, Kellern und Technikzentralen anstrengend, aber nicht schwer.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil und in vielen Regionen höher als das Angebot an Bewerbern, weil technisches Verständnis und kaufmännische Fähigkeiten selten zusammenkommen. Getrieben wird der Bedarf durch energetische Sanierungen, Vorgaben zu Gebäudeeffizienz und ESG-Berichtspflichten, die Verbrauchs- und Zustandsdaten aus den Objekten verlangen.

Entwicklungswege führen zum Senior Objektmanager mit größerem oder komplexerem Portfolio, in die Teamleitung eines Standorts, ins Asset Management oder in die Projektsteuerung von Sanierungen. Wer sich auf Sonderimmobilien wie Kliniken, Rechenzentren oder Produktionsstandorte spezialisiert, arbeitet in einem engen Markt mit entsprechend besseren Konditionen.

Aufgaben

  • Objekte begehen und Mängel dokumentieren
  • Wartungs- und Prüfpflichten überwachen und nachweisen
  • Angebote einholen, Handwerker beauftragen und Leistungen abnehmen
  • Instandhaltungsbudgets planen und Kosten verfolgen
  • Rechnungen prüfen und Nachträge bewerten
  • Sanierungs- und Umbaumaßnahmen koordinieren
  • Mieteranfragen und Störungsmeldungen bearbeiten
  • Dienstleisterverträge steuern und bewerten

Voraussetzungen

  • Technische Ausbildung mit Meister- oder Technikerabschluss oder Studium in Facility Management, Gebäudetechnik oder Bauingenieurwesen
  • Kenntnisse der Gebäudetechnik: Heizung, Lüftung, Sanitär, Elektro
  • Verständnis für Vorschriften und Prüfpflichten, etwa BetrSichV, VDI und VOB
  • Kaufmännisches Grundverständnis für Budgets und Rechnungsprüfung
  • Sicheres Auftreten gegenüber Dienstleistern, Mietern und Eigentümern
  • Führerschein Klasse B und Bereitschaft zu Fahrten zwischen Objekten
  • Belastbarkeit bei Störungsfällen und paralleler Vorgangsbearbeitung

Wo man arbeitet

  • Facility-Management-Dienstleister
  • Immobilienverwaltungen und Hausverwaltungen
  • Wohnungsbaugesellschaften
  • Konzerne mit eigenem Gebäudebestand
  • Kommunale Gebäudewirtschaft und Liegenschaftsämter
  • Kliniken, Handelsketten und Industrieunternehmen

Der Weg in den Beruf

Üblich ist zunächst eine drei- bis dreieinhalbjährige technische Ausbildung, etwa als Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik oder Elektroniker, gefolgt von einer Weiterbildung zum Meister, staatlich geprüften Techniker oder Fachwirt Facility Management. Alternativ führt ein sechs- bis siebensemestriges Bachelorstudium in Facility Management, Versorgungstechnik oder Immobilienwirtschaft in den Beruf. In beiden Fällen sind zwei bis drei Jahre Praxis im Objektbetrieb oder in der Bauleitung nötig, bevor die eigenverantwortliche Betreuung eines Portfolios übertragen wird.

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