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Gesundheit & Pflege

Techniker / Elektriker / Mechatroniker

Techniker, Elektriker und Mechatroniker im Gesundheitswesen halten medizinische Geräte und die Gebäudetechnik von Kliniken, Pflegeheimen und Praxen in Betrieb. Sie prüfen, warten, reparieren und dokumentieren – oft unter Zeitdruck und im laufenden Betrieb.

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Gehalt

Was man als Techniker / Elektriker / Mechatroniker verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.900 € 3.300 € 3.800 € 39.600 €
Mit Berufserfahrung 3.500 € 4.100 € 4.800 € 49.200 €
Mit langjähriger Erfahrung 4.200 € 5.000 € 6.500 € 60.000 €

In kommunalen und kirchlichen Kliniken richtet sich die Bezahlung nach TVöD-K oder AVR, meist Entgeltgruppe 7 bis 9, bei Abteilungsleitung höher; Rufbereitschaft und Wochenenddienste kommen als Zulagen dazu. Bei Medizintechnikherstellern und im Außendienst wird frei verhandelt, dort liegen die Gehälter oft spürbar über Tarif, verlangen aber Reisebereitschaft.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Techniker im Gesundheitswesen?

In einem Krankenhaus hängt fast alles an Technik: Beatmungsgeräte, Infusionspumpen, OP-Tische, Patientenmonitore, Sterilisatoren, Röntgenanlagen, dazu Notstromversorgung, Lüftung, Medizingasleitungen, Rufanlagen und Aufzüge. Techniker, Elektriker und Mechatroniker sorgen dafür, dass diese Technik funktioniert. Sie führen sicherheitstechnische Kontrollen und messtechnische Prüfungen nach Medizinprodukterecht durch, wechseln Verschleißteile, suchen Fehler an Elektronik, Mechanik und Software, tauschen Baugruppen und dokumentieren jeden Eingriff im Gerätebuch oder in der Instandhaltungssoftware.

Ein Teil der Arbeit ist geplant: Wartungsintervalle, Prüffristen, Abnahmen nach der Installation neuer Geräte, Einweisung von Pflegekräften und Ärztinnen in die Bedienung. Der andere Teil ist Störungsdienst. Wenn im OP ein Gerät ausfällt oder auf der Intensivstation ein Monitor Alarm gibt, muss jemand innerhalb von Minuten dort sein. Wer im Außendienst bei einem Geräteherstellers arbeitet, fährt stattdessen Kliniken und Praxen in einem festen Gebiet ab, installiert Anlagen, führt Updates durch und schreibt Serviceberichte.

Wie wird man Techniker im Gesundheitswesen?

Der übliche Weg führt über eine dreieinhalbjährige Ausbildung zum Mechatroniker, Elektroniker für Geräte und Systeme, Elektroniker für Betriebstechnik oder zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik. Darauf setzen viele eine Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker der Fachrichtung Medizintechnik auf, in Vollzeit rund zwei Jahre, berufsbegleitend drei bis vier. Alternativ führt ein Bachelorstudium Medizintechnik in den Beruf, häufig in Entwicklungs- oder Projektpositionen.

Quereinstieg aus Industrie, Handwerk oder Bundeswehr ist verbreitet und wird von Kliniken gern gesehen, weil Fachkräfte knapp sind. Wer aus der Elektrotechnik kommt, lernt die medizinischen Besonderheiten in Herstellerschulungen und über die Betriebsroutine. Ohne elektrotechnische Grundqualifikation geht es nicht: Arbeiten an medizinisch genutzten Räumen sind rechtlich an Befähigungen gebunden.

Was der Beruf verlangt

Die Verantwortung ist höher als in vergleichbaren Industriejobs. Ein schlecht geprüftes Defibrillatorkabel oder eine fehlerhaft dokumentierte Wartung kann Patienten gefährden und rechtliche Folgen haben. Dazu kommt Bürokratie: Prüfprotokolle, Bestandsverzeichnisse, Meldepflichten bei Vorkommnissen.

Der Arbeitsalltag ist unruhig. Störmeldungen kommen dazwischen, geplante Wartungen müssen sich nach OP-Plänen richten, manches lässt sich nur nachts oder am Wochenende machen. In größeren Häusern gehört Rufbereitschaft dazu, teilweise auch Schichtdienst. Körperlich ist die Arbeit fordernd: Kriechkeller, Technikzentralen, Arbeiten über Kopf, schwere Geräte bewegen. Wer empfindlich auf Klinikatmosphäre reagiert, sollte bedenken, dass Einsätze auch auf Intensivstationen, in der Pathologie oder im laufenden OP-Betrieb stattfinden. Nähe zu schwerkranken Menschen gehört dazu, ebenso Hygienevorschriften und Zutrittsregeln.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil hoch. Der Gerätebestand in Kliniken wächst, die Prüfpflichten nehmen zu, und gleichzeitig gehen erfahrene Techniker in Rente. Krankenhäuser, Medizintechnikhersteller, unabhängige Servicedienstleister und Sanitätshäuser suchen dauerhaft. Wer Softwarekenntnisse, Netzwerk- und IT-Sicherheitswissen mitbringt, ist besonders gefragt, weil vernetzte Geräte und Klinik-IT zusammenwachsen.

Entwicklungswege führen zur Leitung einer Medizintechnikabteilung, zum Medizinprodukteberater, in Vertrieb und Applikation beim Hersteller, in Qualitätsmanagement oder Zulassung. Wer sich auf hochwertige Modalitäten wie Radiologie, Dialyse oder Herzkatheter spezialisiert, verdient deutlich mehr als in der allgemeinen Gerätewartung.

Aufgaben

  • Sicherheitstechnische Kontrollen und messtechnische Prüfungen an Medizinprodukten durchführen
  • Störungen an Geräten und Anlagen eingrenzen und beheben
  • Wartungen nach Herstellervorgaben und Prüffristen planen und ausführen
  • Neue Geräte installieren, abnehmen und ins Bestandsverzeichnis aufnehmen
  • Personal in die Bedienung von Medizinprodukten einweisen
  • Prüfprotokolle, Gerätebücher und Serviceberichte führen
  • Rufbereitschaft für Notfälle in Betrieb und Gebäudetechnik übernehmen
  • Mit Herstellern, Lieferanten und Fremdfirmen Reparaturen abstimmen

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung in Elektrotechnik, Mechatronik oder einem verwandten Metall-/Elektroberuf
  • Elektrotechnische Befähigung für Arbeiten an medizinisch genutzten Räumen
  • Kenntnisse in Messtechnik, Elektronik und zunehmend in Netzwerktechnik
  • Sorgfalt und Dokumentationsdisziplin, weil Prüfungen rechtlich nachweispflichtig sind
  • Bereitschaft zu Rufbereitschaft, Wochenendeinsätzen und Arbeiten im laufenden Klinikbetrieb
  • Körperliche Belastbarkeit für Arbeiten in Technikzentralen, über Kopf und mit schwerem Gerät
  • Führerschein Klasse B, im Außendienst zwingend

Wo man arbeitet

  • Krankenhäuser und Universitätskliniken
  • Hersteller von Medizintechnik im Außendienst
  • Unabhängige Servicedienstleister für Medizinprodukte
  • Reha-Kliniken und größere Pflegeeinrichtungen
  • Sanitätshäuser und Dialysezentren
  • Facility-Management-Firmen mit Klinikaufträgen

Der Weg in den Beruf

Grundlage ist eine dreieinhalbjährige duale Ausbildung, meist zum Mechatroniker oder Elektroniker für Geräte und Systeme beziehungsweise Betriebstechnik. Darauf folgt häufig die Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker Fachrichtung Medizintechnik, zwei Jahre in Vollzeit oder drei bis vier Jahre berufsbegleitend. Alternativ führt ein sechs- bis siebensemestriges Bachelorstudium Medizintechnik in den Beruf.

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