Servicetechniker für Aufzugsanlagen im
Servicetechniker für Aufzugsanlagen warten, prüfen und reparieren Aufzüge, Fahrtreppen und Hebebühnen. Sie arbeiten meist allein im Außendienst und rücken auch zu Notbefreiungen eingeschlossener Personen aus.
3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Servicetechniker für Aufzugsanlagen im verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.800 € | 3.200 € | 3.600 € | 38.400 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.300 € | 3.800 € | 4.400 € | 45.600 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.900 € | 4.500 € | 5.400 € | 54.000 € |
Große Hersteller und Servicefirmen zahlen häufig nach dem Tarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie oder einem Haustarif und liegen damit deutlich über kleinen, nicht tarifgebundenen Betrieben. Erheblich ins Gewicht fallen Zulagen für Rufbereitschaft, Notbefreiungen und Überstunden, die das Monatsbrutto um mehrere hundert Euro erhöhen können.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Servicetechniker für Aufzugsanlagen?
Servicetechniker für Aufzugsanlagen betreuen einen festen Bestand von Anlagen in Wohnhäusern, Kliniken, Kaufhäusern, Bürotürmen und Parkhäusern. Bei der planmäßigen Wartung fahren sie die Anlage an, prüfen Seile und Aufhängungen auf Verschleiß, kontrollieren Türantrieb, Lichtschranken, Fangvorrichtung, Bremse und Notrufsystem, schmieren Führungen, messen elektrische Werte und dokumentieren jeden Termin. Bei Störungen suchen sie den Fehler in der Steuerung, an Sensoren, Schützen oder Frequenzumrichtern, tauschen Bauteile und stellen die Anlage wieder in Betrieb. Ein Teil der Arbeit ist die Notbefreiung: Wenn Menschen zwischen zwei Etagen stehen, muss der Techniker die Kabine kontrolliert in eine Haltestelle bringen und die Tür öffnen. Dazu kommen Begleitungen der wiederkehrenden Prüfung durch TÜV oder eine andere zugelassene Überwachungsstelle, das Abarbeiten von Mängellisten, Modernisierungen von Steuerungen und die Beratung von Hausverwaltungen. Der Arbeitstag besteht aus Fahrten zwischen mehreren Einsatzorten, Aufenthalten im Triebwerksraum, auf dem Kabinendach und im Schacht.
Wie wird man Servicetechniker für Aufzugsanlagen?
Der klassische Weg ist eine dreieinhalbjährige Ausbildung zum Mechatroniker oder Elektroniker für Betriebstechnik, häufig auch zum Anlagenmechaniker. Einige große Hersteller bilden gezielt für den Aufzugsservice aus. Der Einstieg gelingt ebenso mit einer abgeschlossenen elektrotechnischen oder metalltechnischen Ausbildung und anschließender betrieblicher Einarbeitung, die je nach Firma mehrere Monate dauert und mit einer internen Freigabe für das selbständige Arbeiten an Aufzugsanlagen endet. Wer aus der Industriemechanik, der Kälte- oder Kfz-Technik kommt, hat gute Chancen auf einen Quereinstieg, muss aber elektrotechnische Grundlagen nachholen, weil der Umgang mit Steuerungen und Spannung den Kern der Arbeit bildet. Pflicht sind Schulungen zum Arbeiten in Schächten, zur Absturzsicherung und zur Notbefreiung; wer eigenverantwortlich prüft, braucht zusätzliche Qualifikationen nach der Betriebssicherheitsverordnung.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit findet in engen, staubigen und ölig-schmutzigen Schächten statt, oft in Zwangshaltung, teils in großer Höhe. Höhenangst und Platzangst schließen den Beruf aus. Getragen werden Ersatzteile und Werkzeug, häufig über Treppen. Die meisten Servicetechniker fahren Rufbereitschaft, also Nächte und Wochenenden, in denen sie erreichbar bleiben und innerhalb kurzer Zeit vor Ort sein müssen. Der Anlagenbestand ist eng getaktet, Störungsmeldungen kommen zwischen die geplanten Termine, und der Zeitdruck ist spürbar. Verantwortung wiegt schwer: Ein übersehener Mangel an einer Fangvorrichtung kann Menschen gefährden. Dazu kommt der Umgang mit verärgerten Bewohnern und Kunden. Ein Führerschein und Bereitschaft zu langen Fahrzeiten im Servicegebiet sind selbstverständlich.
Aussichten
Der Bestand an Aufzügen in Deutschland liegt bei über 800.000 Anlagen und wächst mit jedem Neubau und jeder Barrierefrei-Sanierung. Wartung ist gesetzlich vorgeschrieben und konjunkturunabhängig, gleichzeitig gehen viele erfahrene Techniker in den Ruhestand. Fachkräfte werden deshalb dauerhaft gesucht, die Stellensicherheit ist hoch. Weiterentwickeln lässt sich in Richtung Störungsspezialist für bestimmte Steuerungsfabrikate, Modernisierung und Montage, Serviceleitung mit Personalverantwortung, technischer Vertrieb oder Sachverständigentätigkeit bei einer Überwachungsstelle. Mit Meister- oder Technikerabschluss öffnen sich Kalkulation, Bauleitung und Ausbildung.
Aufgaben
- planmäßige Wartung von Aufzügen, Fahrtreppen und Hebebühnen
- Verschleißprüfung an Seilen, Bremsen und Fangvorrichtungen
- Fehlersuche an Steuerungen, Sensoren und Antrieben
- Austausch defekter Bauteile und Wiederinbetriebnahme
- Notbefreiung eingeschlossener Personen im Bereitschaftsdienst
- Begleitung der wiederkehrenden Prüfung durch TÜV oder DEKRA
- Dokumentation der Einsätze und Abarbeiten von Mängellisten
- Beratung von Hausverwaltungen zu Reparaturen und Modernisierung
Voraussetzungen
- abgeschlossene Ausbildung in Elektro-, Mechatronik- oder Metalltechnik
- Kenntnisse in Elektrotechnik und Steuerungstechnik
- Schwindelfreiheit und keine Platzangst
- körperliche Belastbarkeit für Arbeiten in Zwangshaltung und Tragen von Ersatzteilen
- Führerschein Klasse B
- Bereitschaft zu Rufbereitschaft an Nächten und Wochenenden
- sicheres, freundliches Auftreten gegenüber Kunden und Bewohnern
Wo man arbeitet
- Serviceabteilungen von Aufzugsherstellern
- unabhängige Aufzugsservicebetriebe
- technische Abteilungen von Wohnungsunternehmen und Kliniken
- Prüf- und Überwachungsorganisationen
- Facility-Management-Dienstleister
Der Weg in den Beruf
Üblich ist eine dreieinhalbjährige duale Ausbildung zum Mechatroniker, Elektroniker für Betriebstechnik oder Anlagenmechaniker mit Abschluss vor der Industrie- und Handelskammer. Danach folgt eine betriebliche Einarbeitung im Aufzugsservice von mehreren Monaten, begleitet von Pflichtschulungen zu Absturzsicherung und Notbefreiung. Ein Wechsel aus anderen elektrotechnischen Berufen ist mit Nachqualifizierung möglich.
Offene Stellen als Servicetechniker für Aufzugsanlagen im
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Servicetechniker*in (m/w/d) für Aufzugsanlagen im Raum Radolfzell / Singen
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