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Bau & Immobilien

Servicetechniker als Elektroniker im Facility Management

Servicetechniker mit elektrotechnischer Ausbildung warten, prüfen und reparieren die technische Gebäudeausrüstung in Bürohäusern, Kliniken, Industriebauten oder Einkaufszentren. Sie halten Strom-, Beleuchtungs-, Melde- und Steuerungsanlagen im Betrieb und beheben Störungen.

7 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Servicetechniker als Elektroniker im Facility Management verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.700 € 3.100 € 3.500 € 37.200 €
Mit Berufserfahrung 3.200 € 3.700 € 4.300 € 44.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.800 € 4.400 € 5.300 € 52.800 €

Am stärksten wirken Tarifbindung und Branche: In Betrieben mit Tarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie, im öffentlichen Dienst nach TVöD oder in Kliniken liegt das Gehalt deutlich über dem, was viele Facility-Dienstleister ohne Tarif zahlen. Zusatzscheine wie Mittelspannungs-Schaltberechtigung sowie Zulagen für Rufbereitschaft, Nacht- und Wochenenddienst erhöhen das Monatseinkommen merklich.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Servicetechniker als Elektroniker im Facility Management?

Die Arbeit dreht sich um alles, was in einem Gebäude unter Spannung steht. Dazu gehören Unterverteilungen und Schaltschränke, Beleuchtung und Notlicht, Brandmelde- und Einbruchmeldeanlagen, Türsteuerungen, Lüftungs- und Kälteanlagen mit ihrer Regelungstechnik sowie zunehmend Gebäudeleittechnik und Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Der Alltag besteht aus zwei Teilen: geplante Wartung nach Prüfplan und ungeplante Störungsbeseitigung. Bei der Wartung werden Schutzmaßnahmen gemessen, ortsveränderliche Geräte nach DGUV Vorschrift 3 geprüft, Notlichtanlagen funktionsgeprüft, Klemmen nachgezogen, Filter und Leuchtmittel getauscht und Prüfprotokolle geführt. Bei Störungen geht es um Eingrenzen, Messen, Tauschen: eine ausgelöste Sicherung, ein defekter Fühler, ein hängender Türantrieb, ein Fehlalarm der Brandmeldezentrale. Dazu kommen kleine Installationsarbeiten, Umbauten nach Mieterwechsel, Begleitung von Fremdfirmen und Sachverständigen sowie die Dokumentation im CAFM-System.

Wie wird man Servicetechniker als Elektroniker im Facility Management?

Üblicher Weg ist eine dreieinhalbjährige Ausbildung zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik, für Gebäude- und Infrastruktursysteme oder zum Elektroniker für Automatisierungstechnik. Auch Mechatroniker und Anlagenmechaniker mit elektrotechnischer Zusatzqualifikation kommen unter. Quereinstieg gelingt aus dem Elektrohandwerk, aus der Industriemontage oder aus dem Anlagenbau, weil die Betreiber vor allem geprüfte Elektrofachkräfte suchen. Wichtig sind die Schaltberechtigung, die Befähigung zum Prüfen elektrischer Betriebsmittel und je nach Gebäude Zusatzscheine für Brandmeldeanlagen, Aufzugsnotbefreiung, Arbeiten in Höhen oder Kältemittel. Wer sich weiterentwickeln will, macht den Meister, den Techniker für Gebäudesystemtechnik oder eine Fortbildung zur Fachkraft für Gebäudeautomation.

Was der Beruf verlangt

Der Beruf ist selten reine Werkstattarbeit. Man läuft viel, arbeitet in Technikzentralen, Kellern, Schächten und auf Dächern, hebt Leitern, kniet in Kabeltrassen. Enge Räume, Lärm von Lüftungsanlagen und Hitze im Sommer gehören dazu. Viele Stellen sind mit Rufbereitschaft verbunden, in Kliniken, Rechenzentren und Produktionsgebäuden auch mit Schicht- oder Wochenenddienst, weil Anlagen nicht ausfallen dürfen. Der Termindruck ist real: Nutzer melden Störungen, Reaktionszeiten stehen im Vertrag, gleichzeitig laufen Wartungspläne weiter. Verlangt wird außerdem Selbstständigkeit, denn oft ist man allein im Objekt und muss entscheiden, was selbst reparierbar ist und wofür eine Fachfirma kommt. Umgang mit Mietern und Nutzern gehört ebenfalls zum Job, freundlich auch dann, wenn dieselbe Beschwerde zum dritten Mal kommt. Wer nur schrauben will und keine Dokumentation mag, tut sich schwer, denn Prüfnachweise sind rechtlich verlangt.

Aussichten

Die Nachfrage ist hoch und stabil. Große Facility-Dienstleister, Immobilienverwalter, Kliniken, Hochschulen und Industrieunternehmen suchen dauerhaft Elektrofachkräfte, weil Gebäudetechnik komplexer wird und viele erfahrene Kollegen in Rente gehen. Gebäudeautomation, Energiemonitoring, Wärmepumpen und Ladeinfrastruktur schaffen zusätzliche Spezialisierungen, die gut bezahlt werden. Entwicklungswege führen zum Objekt- oder Anlagenverantwortlichen, zur Teamleitung im technischen Gebäudemanagement, in die Bauleitung kleinerer Umbauten oder in den technischen Vertrieb. Wer die Schaltberechtigung für Mittelspannung und Kenntnisse in Leittechnik mitbringt, kann den Arbeitgeber weitgehend frei wählen.

Aufgaben

  • Wartung und Instandhaltung elektrotechnischer Anlagen im Gebäude
  • Störungen eingrenzen, messen und beheben
  • Wiederkehrende Prüfungen nach DGUV Vorschrift 3 durchführen und protokollieren
  • Brandmelde-, Notlicht- und Sicherheitsanlagen funktionsprüfen
  • Kleinere Installationen und Umbauten nach Nutzerwunsch ausführen
  • Gebäudeleittechnik überwachen und Parameter anpassen
  • Fremdfirmen und Sachverständige einweisen und begleiten
  • Leistungen im CAFM-System dokumentieren

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung in einem elektrotechnischen Beruf
  • Status als Elektrofachkraft, möglichst mit Schaltberechtigung
  • Führerschein Klasse B für Objektfahrten oder Servicefahrzeug
  • Bereitschaft zu Rufbereitschaft, teils Schicht- und Wochenenddienst
  • Körperliche Eignung für Arbeiten auf Leitern, in Schächten und Technikräumen
  • Selbstständiges Arbeiten und sorgfältige Dokumentation
  • Freundlicher Umgang mit Mietern und Gebäudenutzern

Wo man arbeitet

  • Facility-Management-Dienstleister
  • Technisches Gebäudemanagement von Kliniken und Hochschulen
  • Industrie- und Produktionsstandorte
  • Immobilienverwaltungen und Wohnungsunternehmen
  • Rechenzentren und Einkaufszentren
  • Elektro- und Anlagenbaubetriebe mit Servicegeschäft

Der Weg in den Beruf

Übliche Grundlage ist die dreieinhalbjährige duale Ausbildung zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik oder für Gebäude- und Infrastruktursysteme mit Abschluss vor der Handwerkskammer. Danach folgen betriebliche Einweisungen und Zusatzqualifikationen wie Schaltberechtigung oder Befähigung zur Prüfung elektrischer Betriebsmittel. Aufbauend sind Meister, staatlich geprüfter Techniker oder eine Weiterbildung in Gebäudeautomation möglich.

Offene Stellen als Servicetechniker als Elektroniker im Facility Management

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