Haustechniker
Haustechniker halten Gebäude und ihre technischen Anlagen funktionsfähig: Heizung, Lüftung, Sanitär, Elektrik und Aufzüge. Sie prüfen, warten, reparieren und dokumentieren, oft im Bereitschaftsdienst.
56 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Haustechniker verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.500 € | 2.900 € | 3.300 € | 34.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.000 € | 3.500 € | 4.000 € | 42.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.600 € | 4.200 € | 5.000 € | 50.400 € |
Am stärksten wirken Tarifbindung und Auftraggeber: Im öffentlichen Dienst und in Krankenhäusern gilt meist der TVöD (etwa Entgeltgruppen 5 bis 8), in der Industrie oft ein Metall- oder Chemietarif mit deutlich höheren Werten, bei privaten Facility-Dienstleistern wird häufig frei und knapp über Branchenmindestlohn verhandelt. Zulagen für Rufbereitschaft, Nacht- und Wochenenddienst können das Monatsentgelt spürbar erhöhen.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Haustechniker?
Haustechniker sorgen dafür, dass die Technik in Gebäuden läuft. Der Tag beginnt meist mit einem Rundgang: Heizungsanlage und Druckwerte prüfen, Störmeldungen am Gebäudeleitsystem abarbeiten, Zählerstände notieren. Danach kommen die Meldungen aus dem Haus - ein tropfender Heizkörper, ein blockiertes Rolltor, eine ausgefallene Lüftung im Besprechungsraum, ein defekter Bewegungsmelder im Treppenhaus. Kleinere Reparaturen erledigen Haustechniker selbst: Thermostatköpfe tauschen, Siphons abdichten, Leuchtmittel und Vorschaltgeräte wechseln, Filtermatten in Lüftungsgeräten erneuern, Pumpen entlüften.
Dazu kommt die planbare Arbeit: Wartungsintervalle nach Herstellerangaben und Vorschriften, Prüfung von Brandschutzklappen, Notbeleuchtung, Rauchabzug und Trinkwasserhygiene, Legionellenprobenahme, Begleitung externer Prüfer für Aufzüge oder Elektroanlagen. Vieles muss schriftlich festgehalten werden - in Wartungsbüchern, im Ticketsystem, in Prüfprotokollen. Wer im Facility Management arbeitet, koordiniert zusätzlich Fremdfirmen, holt Angebote ein und kontrolliert die ausgeführten Leistungen.
Wie wird man Haustechniker?
Der übliche Weg führt über eine abgeschlossene Ausbildung in einem technischen Handwerk: Anlagenmechanik für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Elektroniker für Gebäude- und Infrastruktursysteme, Mechatroniker oder Kältetechnik. Eine eigene Ausbildung zum Haustechniker gibt es nicht; der Beruf ist eine Einsatzform dieser Handwerksberufe. Wer aus dem SHK-Bereich kommt, braucht in der Regel eine Elektrofachkraft-Qualifikation für festgelegte Tätigkeiten, um auch an elektrischen Anlagen arbeiten zu dürfen - und umgekehrt.
Quereinstieg ist möglich, aber begrenzt: Als Hausmeister oder Objektbetreuer ohne technischen Abschluss lässt sich einsteigen, Wartungs- und Prüfarbeiten an Anlagen bleiben dann jedoch verschlossen. Wer aufsteigen will, macht die Weiterbildung zum Techniker oder Meister, ergänzt um Zertifikate für Kältemittel, Aufzugswärter, Brandschutzhelfer oder Gebäudeleittechnik.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit findet in Kellern, Technikzentralen, auf Dächern und in engen Schächten statt. Sie ist körperlich - Leitern, Knien, Heben - und schmutzig. Rufbereitschaft am Wochenende und nachts gehört in Krankenhäusern, Hotels und Industriebetrieben dazu, ebenso Schichtdienst, wenn Anlagen rund um die Uhr laufen müssen. In Wohnungsunternehmen ist der Dienst planbarer, dafür kommt Kontakt mit Mietern hinzu, oft in Beschwerdesituationen.
Haustechniker müssen breit denken können, ohne in allem Spezialist zu sein. Fehlersuche an einer fremden Anlage ohne Unterlagen ist Alltag, Zeitdruck ebenfalls, weil Ausfälle den Betrieb stören. Wer nur einen Fachbereich mag, ist hier falsch. Belastend empfinden viele die Dokumentationspflichten und den Rechtfertigungsdruck, wenn Wartungsfristen wegen Personalmangel reißen.
Aussichten
Die Nachfrage ist hoch und steigt weiter. Gebäude werden technisch komplexer, Wärmepumpen, Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung und digitale Leittechnik brauchen Fachpersonal, und der Fachkräftemangel im technischen Handwerk trifft das Gebäudemanagement voll. Stellen gibt es in nahezu jeder Region. Entwicklungswege führen zum Objektleiter, Technischen Leiter, in die Instandhaltungsplanung, zur Fachkraft für Energiemanagement oder in die technische Beratung bei Herstellern.
Aufgaben
- Heizungs-, Lüftungs- und Sanitäranlagen prüfen und warten
- Störungen eingrenzen und kleinere Reparaturen selbst ausführen
- Gebäudeleittechnik überwachen und Alarmmeldungen bearbeiten
- gesetzlich vorgeschriebene Prüfungen begleiten und protokollieren
- Trinkwasserproben nehmen und Hygienemaßnahmen durchführen
- Fremdfirmen einweisen, beaufsichtigen und Leistungen abnehmen
- Wartungsnachweise, Zählerstände und Tickets dokumentieren
- Bereitschafts- und Notdienst übernehmen
Voraussetzungen
- abgeschlossene Ausbildung in einem technischen Handwerk, meist SHK oder Elektro
- Kenntnisse in mindestens einem zweiten Gewerk, oft als Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten
- körperliche Belastbarkeit, Schwindelfreiheit und Beweglichkeit für Arbeiten in Schächten und auf Dächern
- Bereitschaft zu Rufbereitschaft, Schicht- oder Wochenenddienst
- sorgfältige Dokumentation und Verständnis für Prüffristen und Vorschriften
- Führerschein Klasse B, bei Objektbetreuung im Außendienst zwingend
- freundlicher Umgang mit Mietern, Nutzern und Dienstleistern
Wo man arbeitet
- Facility-Management-Dienstleister
- Wohnungsunternehmen und Immobilienverwaltungen
- Krankenhäuser, Kliniken und Pflegeeinrichtungen
- Hotels, Einkaufszentren und Bürokomplexe
- Industriebetriebe und Rechenzentren
- öffentliche Verwaltungen, Schulen und Universitäten
Der Weg in den Beruf
Grundlage ist eine dreieinhalbjährige duale Ausbildung, meist zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik oder zum Elektroniker für Gebäude- und Infrastruktursysteme, abgeschlossen mit der Gesellenprüfung. Danach folgt die Einarbeitung in die Gebäudetechnik im Betrieb, häufig ergänzt durch Zusatzqualifikationen wie Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten, Kältemittel-Sachkunde oder Aufzugswärter. Aufstiege führen über Meister- oder Technikerweiterbildung.
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- Offene Stellen
- 9
- Monatsbrutto
- 2.500 – 5.000 €
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- Offene Stellen
- 18
- Monatsbrutto
- 3.000 – 8.500 €
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- Offene Stellen
- 40
- Monatsbrutto
- 2.200 – 4.400 €
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- Offene Stellen
- 17
- Monatsbrutto
- 2.700 – 5.400 €
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