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Gastronomie & Tourismus

Servicekraft

Servicekräfte betreuen Gäste in Restaurants, Hotels, Cafés oder auf Veranstaltungen: Sie nehmen Bestellungen auf, servieren Speisen und Getränke und rechnen ab. Der Beruf ist Publikumsverkehr im Dauerbetrieb, meist abends und am Wochenende.

33 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Servicekraft verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.100 € 2.350 € 2.700 € 28.200 €
Mit Berufserfahrung 2.400 € 2.750 € 3.200 € 33.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.800 € 3.300 € 4.200 € 39.600 €

Die Gastronomie zahlt überwiegend am unteren Rand; entscheidend sind Bundesland und Betriebsart, denn die Tarifverträge des DEHOGA gelten regional unterschiedlich und viele Betriebe sind nicht tarifgebunden. Trinkgeld sowie Sonn-, Feiertags- und Nachtzuschläge erhöhen das tatsächliche Einkommen deutlich, sind aber im angegebenen Grundgehalt nicht enthalten.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht eine Servicekraft?

Eine Servicekraft ist die Verbindung zwischen Küche und Gast. Sie bereitet vor Öffnung den Gastraum vor, deckt Tische ein, poliert Gläser, kontrolliert die Speisekarten. Kommen Gäste, weist sie Plätze zu, nimmt Bestellungen auf, gibt sie am Kassensystem oder direkt in der Küche ein, bringt Getränke, serviert und räumt ab. Dazwischen liegt vieles, das nach außen nicht sichtbar ist: Getränkekühlung auffüllen, Kaffeemaschine reinigen, Wechselgeld holen, Reservierungen im Buch nachtragen, Reklamationen aufnehmen und weitergeben.

Zum Alltag gehört das Abrechnen, oft auch die Kassenverantwortung für die eigene Schicht. In größeren Häusern ist die Arbeit nach Stationen oder Rängen aufgeteilt, in kleinen Betrieben macht eine Person alles - vom Empfang bis zum Abwischen der Tische nach Feierabend. In der Bankett- und Veranstaltungsgastronomie kommt Bankettservice hinzu: Tafeln stellen, Menüfolgen im Gleichschritt servieren, Buffets betreuen.

Wie wird man Servicekraft?

Es gibt zwei Wege. Der geregelte führt über die dreijährige Ausbildung zur Fachkraft für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie, die seit 2022 den früheren Restaurantfachmann ersetzt; daneben existiert die zweijährige Ausbildung zur Fachkraft für Gastronomie. Der andere Weg ist der Quereinstieg, und er ist in diesem Beruf der Normalfall. Sehr viele Servicekräfte sind angelernt und lernen im Betrieb, was sie brauchen. Wer ohne Abschluss arbeitet, verdient in der Regel weniger und ist bei Beförderungen im Nachteil, kann Erfahrung aber über eine Externenprüfung nachträglich zertifizieren lassen.

Verlangt wird ein Gesundheitszeugnis nach Infektionsschutzgesetz, in vielen Häusern eine Belehrung zur Hygiene, in Betrieben mit Alkoholausschank Grundkenntnisse zum Jugendschutz. Fremdsprachen, vor allem Englisch, sind in Städten und Tourismusregionen praktisch Voraussetzung.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit findet dann statt, wenn andere frei haben: abends, an Wochenenden, an Feiertagen, im Sommer und in der Adventszeit besonders dicht. Geteilte Dienste mit Pause zwischen Mittag- und Abendgeschäft sind verbreitet und zerlegen den Tag. Der Dienst wird stehend und gehend absolviert, mehrere Stunden ohne Sitzgelegenheit, mit schwerem Tablett, in engen Durchgängen, bei Lärm und Hitze. Rücken, Knie und Füße merken das nach Jahren.

dazu kommt der Umgang mit Menschen in allen Stimmungen: eilige Gäste, betrunkene Gäste, Beschwerden, die nicht die eigene Schuld sind. Freundlich bleiben, wenn es voll ist und die Küche hinterherhängt, ist die eigentliche Kernkompetenz. Die Bezahlung liegt im unteren Bereich, Trinkgeld macht in vielen Betrieben einen erheblichen Teil des Einkommens aus - unversteuert, aber auch unsicher. Unbezahlte Überstunden und kurzfristige Dienstplanänderungen sind ein bekanntes Problem der Branche.

Aussichten

Servicekräfte werden gesucht, praktisch überall und ganzjährig. Die Gastronomie hat seit der Pandemie viele Beschäftigte verloren und findet sie nur langsam zurück, was die Verhandlungsposition erfahrener Kräfte verbessert hat. Wer bleiben will, kann Stationsleitung, Schichtleitung oder Restaurantleitung anstreben, sich als Sommelier, Barkeeper oder im Bankettverkauf spezialisieren oder über die Weiterbildung zum Restaurantmeister beziehungsweise ein Studium im Hotelmanagement weitergehen. Wechsel in Kreuzfahrt, Catering, Betriebsgastronomie oder Systemgastronomie sind ohne große Hürden möglich - Betriebsgastronomie vor allem für Menschen, die geregelte Arbeitszeiten suchen.

Aufgaben

  • Gäste begrüßen, platzieren und beraten
  • Bestellungen aufnehmen und im Kassensystem erfassen
  • Speisen und Getränke servieren und abräumen
  • Gastraum eindecken, Gläser und Besteck vorbereiten
  • Rechnungen erstellen, kassieren und Schicht abrechnen
  • Getränke zapfen, Kaffeespezialitäten zubereiten
  • Buffets und Veranstaltungen betreuen
  • Hygiene- und Sauberkeitsstandards im Gastbereich einhalten

Voraussetzungen

  • Gesundheitszeugnis nach Infektionsschutzgesetz und Hygienebelehrung
  • Freundliches Auftreten und Belastbarkeit bei hohem Gästeaufkommen
  • Bereitschaft zu Abend-, Wochenend- und Feiertagsdiensten
  • Körperliche Ausdauer für langes Stehen und Tragen
  • Grundkenntnisse in Englisch, in Tourismusregionen auch weitere Sprachen
  • Sorgfalt beim Kassieren und Abrechnen
  • Abgeschlossene Ausbildung in der Gastronomie ist erwünscht, aber nicht zwingend

Wo man arbeitet

  • Restaurants und Gasthäuser
  • Hotels und Pensionen
  • Cafés, Bars und Clubs
  • Catering- und Veranstaltungsbetriebe
  • Betriebsrestaurants und Kantinen
  • Systemgastronomie und Freizeitparks

Der Weg in den Beruf

Der geregelte Weg ist die dreijährige duale Ausbildung zur Fachkraft für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie oder die zweijährige Ausbildung zur Fachkraft für Gastronomie, jeweils mit IHK-Abschluss. In der Praxis steigen viele ohne Abschluss ein und werden im Betrieb angelernt; ein Berufsabschluss lässt sich später über die Externenprüfung nachholen.

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