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Schulungsorganisator

Schulungsorganisatoren planen und koordinieren Seminare, Kurse und Weiterbildungen: Sie buchen Räume und Referenten, verwalten Anmeldungen und sorgen dafür, dass Teilnehmende, Unterlagen und Technik zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind.

3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Schulungsorganisator verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.500 € 2.900 € 3.300 € 34.800 €
Mit Berufserfahrung 3.000 € 3.500 € 4.100 € 42.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.600 € 4.300 € 5.200 € 51.600 €

Am stärksten hängt das Gehalt vom Arbeitgebertyp ab: Bei Kammern, Volkshochschulen und Behörden gilt meist der TVöD oder TV-L mit Eingruppierungen etwa zwischen E 6 und E 9b, bei kleinen privaten Bildungsträgern liegt die Bezahlung häufig darunter, in Konzernakademien der Industrie deutlich darüber. Teilzeit und Befristungen sind in der Branche verbreitet.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Schulungsorganisator?

Schulungsorganisatoren halten den organisatorischen Rahmen von Weiterbildungen zusammen. Sie legen Termine fest, reservieren Seminarräume oder Online-Konferenzen, beauftragen Referenten und Trainer, schreiben Verträge und Honorarvereinbarungen und prüfen später die Rechnungen. Sie erfassen Anmeldungen in einer Seminarverwaltungssoftware, verschicken Einladungen und Zugangsdaten, führen Wartelisten und reagieren, wenn Teilnehmende kurzfristig abspringen oder ein Referent ausfällt.

Dazu kommt die Arbeit an den Unterlagen: Skripte vervielfältigen oder bereitstellen, Teilnehmerlisten und Namensschilder vorbereiten, Zertifikate und Teilnahmebescheinigungen erstellen. In Präsenzveranstaltungen prüfen sie vorab Beamer, Mikrofon und Bestuhlung, bestellen Catering und stehen am Veranstaltungstag als Ansprechperson bereit. Nach der Schulung werten sie Feedbackbögen aus, pflegen Teilnahmedaten, überwachen Fristen für Pflichtschulungen und melden Zahlen an Fachbereiche oder Förderstellen. In vielen Betrieben gehört auch die Pflege des Kurskatalogs, die Kalkulation von Kursgebühren und die Abstimmung mit dem Marketing dazu.

Wie wird man Schulungsorganisator?

Es gibt keine eigene Ausbildung für diesen Beruf. Der übliche Weg führt über eine kaufmännische Ausbildung, etwa als Kaufmann für Büromanagement, Veranstaltungskaufmann oder Kaufmann für Dienstleistungsmanagement, gefolgt von Berufserfahrung in Verwaltung, Personal oder Veranstaltungsorganisation. Auch Absolventen von Studiengängen in Erwachsenenbildung, Personalmanagement oder Betriebswirtschaft finden Einstiege, ebenso Quereinsteiger aus Assistenz, Sekretariat oder Kundenservice, wenn sie organisatorisch belastbar sind und sicher mit Datenbanken umgehen.

Wer sich weiterentwickeln will, kann eine Weiterbildung zum Personalfachkaufmann oder zum Fachwirt für Aus- und Weiterbildung anschließen. Für Bildungsträger mit öffentlicher Förderung sind Kenntnisse in Zertifizierungsverfahren wie der AZAV von Vorteil, für interne Akademien Erfahrung mit Lernmanagementsystemen.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist terminlastig und wird von außen getaktet. Kurz vor Kursbeginn häufen sich Nachfragen, Umbuchungen und Ausfälle, und der Termin lässt sich nicht verschieben. Wer schlecht mit vielen parallelen Vorgängen und ständigen Unterbrechungen umgehen kann, findet das anstrengend. Genauigkeit ist Pflicht: Eine falsche Raumnummer, ein vergessenes Zertifikat oder eine übersehene Frist bei einer Pflichtschulung fällt sofort auf.

Der größte Teil der Tätigkeit findet am Schreibtisch statt, oft im Wechsel von Telefon, Mail und Datenbank. Bei Präsenzveranstaltungen kommen Aufbau, langes Stehen und gelegentlich Abend- oder Wochenendtermine dazu, in Schulungszentren mit externen Kunden auch Reisen. Die Bezahlung liegt im Bereich kaufmännischer Sachbearbeitung und damit im Mittelfeld; Stellen bei kleinen Bildungsträgern sind häufig befristet oder in Teilzeit ausgeschrieben.

Aussichten

Weiterbildung bleibt gefragt, weil gesetzliche Pflichtschulungen, technische Umstellungen und Fachkräftemangel dauerhaft Bedarf erzeugen. Stellen gibt es in Unternehmensakademien, bei Kammern, Verbänden, Kliniken, Behörden und privaten Bildungsanbietern. Der Anteil digitaler Formate wächst, damit verschiebt sich die Arbeit von Raumplanung und Catering zu Plattformbetreuung, Datenpflege und Auswertung. Wer sich in Lernmanagementsystemen, Bildungscontrolling oder Förderrecht auskennt, kann in die Leitung einer Seminarorganisation, ins Personalentwicklung oder in die Programmplanung wechseln.

Aufgaben

  • Seminartermine planen und Räume oder Online-Meetings reservieren
  • Referenten und Trainer anfragen, beauftragen und Honorare abrechnen
  • Anmeldungen erfassen, Einladungen und Zugangsdaten versenden
  • Schulungsunterlagen, Teilnehmerlisten und Zertifikate vorbereiten
  • Technik, Bestuhlung und Catering für Präsenzveranstaltungen organisieren
  • Kurskatalog, Teilnahmedaten und Fristen für Pflichtschulungen pflegen
  • Feedbackbögen auswerten und Teilnehmerzahlen berichten
  • Rechnungen prüfen und Kursgebühren kalkulieren

Voraussetzungen

  • abgeschlossene kaufmännische Ausbildung oder vergleichbare Berufserfahrung
  • sicherer Umgang mit Office-Programmen, Datenbanken und Seminarverwaltungssoftware
  • Organisationstalent und die Fähigkeit, viele Vorgänge parallel zu führen
  • sorgfältige, fristenbewusste Arbeitsweise
  • freundliches Auftreten am Telefon und gegenüber Teilnehmenden
  • Bereitschaft zu gelegentlichen Abend- oder Wochenendterminen
  • gutes schriftliches Deutsch, je nach Arbeitgeber auch Englisch

Wo man arbeitet

  • Bildungsträger und private Seminaranbieter
  • Unternehmensakademien und Personalabteilungen größerer Betriebe
  • Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern, Verbände
  • Volkshochschulen und öffentliche Verwaltungen
  • Kliniken und Pflegeeinrichtungen mit eigener Fortbildung

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine dreijährige kaufmännische Ausbildung, etwa zum Kaufmann für Büromanagement oder Veranstaltungskaufmann, danach der Einstieg über Sachbearbeitung in einer Bildungs- oder Personalabteilung. Alternativ führt ein Studium in Erwachsenenbildung, Personalmanagement oder Betriebswirtschaft in den Beruf. Aufbauend sind Weiterbildungen zum Fachwirt für Aus- und Weiterbildung oder zum Personalfachkaufmann möglich.

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