Was macht ein Sales Manager DACH?
Sales Manager DACH verkaufen im deutschsprachigen Raum – meist erklärungsbedürftige Produkte oder Dienstleistungen an andere Unternehmen. Der Arbeitstag besteaus aus Telefonaten und Videokonferenzen mit Interessenten, dem Pflegen der Verkaufschancen im CRM-System, dem Erstellen von Angeboten und Preiskalkulationen sowie Verhandlungen über Rabatte, Laufzeiten und Servicelevel. Wer im Außendienst arbeitet, fährt oder fliegt zu Kunden, besucht Messen und übernachtet regelmäßig im Hotel.
Ein großer Teil der Arbeit ist unspektakulär: Listen von Zielunternehmen recherchieren, Ansprechpartner identifizieren, Erstkontakte herstellen, nachfassen. Auf jeden Abschluss kommen viele Gespräche, die zu nichts führen. Dazu gehört das Berichten an die Geschäftsführung – Prognosen zum laufenden Quartal, Erklärungen, warum ein Geschäft doch nicht zustande kam. Wer für alle drei Länder zuständig ist, muss unterschiedliche Marktgewohnheiten, Preisniveaus und in der Schweiz eine andere Währung und Rechtslage berücksichtigen.
Wie wird man Sales Manager DACH?
Es gibt keinen geschützten Weg. Üblich ist ein Studium in Betriebswirtschaft, Wirtschaftsingenieurwesen oder einem Fach, das zum verkauften Produkt passt – bei technischen Gütern zählt Fachwissen oft mehr als ein Vertriebszertifikat. Ebenso verbreitet ist der Aufstieg aus einer kaufmännischen Ausbildung, etwa als Industriekaufmann oder Kaufmann für Groß- und Außenhandelsmanagement, mit anschließenden Jahren im Innendienst.
Quereinstieg ist in dieser Berufsgruppe realistisch. Viele Unternehmen setzen Bewerber zunächst in der Neukundenansprache ein und lassen sie über Junior-Positionen aufsteigen. Entscheidend sind Verhandlungssicherheit, Belastbarkeit und Englisch; wer die Branche kennt, in der er verkauft, hat den größeren Vorteil.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit wird an Zahlen gemessen. Ein Teil des Einkommens ist variabel und hängt am Erreichen von Zielen, die jedes Jahr neu und meist höher festgelegt werden. Wer über Monate keine Abschlüsse erzielt, steht unter Druck – Kündigungen wegen verfehlter Quoten sind in dieser Berufsgruppe nicht selten.
Die Arbeitszeiten richten sich nach den Kunden. Termine am Abend, Reisen am Sonntag, Erreichbarkeit während laufender Verhandlungen gehören dazu. Reisetätigkeit von mehreren Tagen pro Woche belastet das Privatleben, auch wenn Innendienst- und Remote-Modelle zunehmen. Ablehnung ist Alltag; wer sie persönlich nimmt, hält den Beruf nicht lange durch.
Aussichten
Vertriebsfachkräfte für den deutschsprachigen Raum werden durchgehend gesucht, besonders in Software, Industriegütern, Medizintechnik und Logistik. Internationale Unternehmen ohne eigene Präsenz in Deutschland bauen häufig genau diese Rolle als erste Stelle im Markt auf.
Entwicklungswege führen zum Key Account Manager für Großkunden, zum Teamleiter oder Sales Director mit Personalverantwortung, in das Vertriebsmarketing oder in die Beratung. Wer Umsatzverantwortung nachweisen kann, wechselt vergleichsweise leicht zwischen Branchen. Rückschlagsgefahr besteht in Konjunkturkrisen, weil Investitionsentscheidungen der Kunden dann zuerst verschoben werden.