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Vertrieb & Kundenservice

Sales Manager DACH

Sales Manager DACH verantworten den Vertrieb von Produkten oder Dienstleistungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sie gewinnen Neukunden, betreuen bestehende Accounts und verhandeln Verträge bis zum Abschluss.

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Gehalt

Was man als Sales Manager DACH verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.200 € 3.900 € 4.800 € 46.800 €
Mit Berufserfahrung 4.500 € 5.500 € 7.000 € 66.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 6.000 € 7.500 € 11.000 € 90.000 €

Ein Tarifvertrag greift nur selten; das Einkommen besteht meist aus Grundgehalt und variablem Anteil von zwanzig bis vierzig Prozent, der erst bei erreichten Zielen ausgezahlt wird. Am stärksten wirken Branche und Auftragsvolumen: Softwarevertrieb und Industriegüter zahlen deutlich mehr als Handel oder kleinere Dienstleister.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Sales Manager DACH?

Sales Manager DACH verkaufen im deutschsprachigen Raum – meist erklärungsbedürftige Produkte oder Dienstleistungen an andere Unternehmen. Der Arbeitstag besteaus aus Telefonaten und Videokonferenzen mit Interessenten, dem Pflegen der Verkaufschancen im CRM-System, dem Erstellen von Angeboten und Preiskalkulationen sowie Verhandlungen über Rabatte, Laufzeiten und Servicelevel. Wer im Außendienst arbeitet, fährt oder fliegt zu Kunden, besucht Messen und übernachtet regelmäßig im Hotel.

Ein großer Teil der Arbeit ist unspektakulär: Listen von Zielunternehmen recherchieren, Ansprechpartner identifizieren, Erstkontakte herstellen, nachfassen. Auf jeden Abschluss kommen viele Gespräche, die zu nichts führen. Dazu gehört das Berichten an die Geschäftsführung – Prognosen zum laufenden Quartal, Erklärungen, warum ein Geschäft doch nicht zustande kam. Wer für alle drei Länder zuständig ist, muss unterschiedliche Marktgewohnheiten, Preisniveaus und in der Schweiz eine andere Währung und Rechtslage berücksichtigen.

Wie wird man Sales Manager DACH?

Es gibt keinen geschützten Weg. Üblich ist ein Studium in Betriebswirtschaft, Wirtschaftsingenieurwesen oder einem Fach, das zum verkauften Produkt passt – bei technischen Gütern zählt Fachwissen oft mehr als ein Vertriebszertifikat. Ebenso verbreitet ist der Aufstieg aus einer kaufmännischen Ausbildung, etwa als Industriekaufmann oder Kaufmann für Groß- und Außenhandelsmanagement, mit anschließenden Jahren im Innendienst.

Quereinstieg ist in dieser Berufsgruppe realistisch. Viele Unternehmen setzen Bewerber zunächst in der Neukundenansprache ein und lassen sie über Junior-Positionen aufsteigen. Entscheidend sind Verhandlungssicherheit, Belastbarkeit und Englisch; wer die Branche kennt, in der er verkauft, hat den größeren Vorteil.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit wird an Zahlen gemessen. Ein Teil des Einkommens ist variabel und hängt am Erreichen von Zielen, die jedes Jahr neu und meist höher festgelegt werden. Wer über Monate keine Abschlüsse erzielt, steht unter Druck – Kündigungen wegen verfehlter Quoten sind in dieser Berufsgruppe nicht selten.

Die Arbeitszeiten richten sich nach den Kunden. Termine am Abend, Reisen am Sonntag, Erreichbarkeit während laufender Verhandlungen gehören dazu. Reisetätigkeit von mehreren Tagen pro Woche belastet das Privatleben, auch wenn Innendienst- und Remote-Modelle zunehmen. Ablehnung ist Alltag; wer sie persönlich nimmt, hält den Beruf nicht lange durch.

Aussichten

Vertriebsfachkräfte für den deutschsprachigen Raum werden durchgehend gesucht, besonders in Software, Industriegütern, Medizintechnik und Logistik. Internationale Unternehmen ohne eigene Präsenz in Deutschland bauen häufig genau diese Rolle als erste Stelle im Markt auf.

Entwicklungswege führen zum Key Account Manager für Großkunden, zum Teamleiter oder Sales Director mit Personalverantwortung, in das Vertriebsmarketing oder in die Beratung. Wer Umsatzverantwortung nachweisen kann, wechselt vergleichsweise leicht zwischen Branchen. Rückschlagsgefahr besteht in Konjunkturkrisen, weil Investitionsentscheidungen der Kunden dann zuerst verschoben werden.

Aufgaben

  • Neukunden im deutschsprachigen Raum recherchieren und ansprechen
  • Bedarf analysieren und Produkte in Präsentationen vorstellen
  • Angebote kalkulieren und Verträge verhandeln
  • Bestandskunden betreuen und Folgegeschäfte anbahnen
  • Verkaufschancen und Kontakte im CRM-System dokumentieren
  • Umsatzprognosen erstellen und an die Geschäftsführung berichten
  • Messen und Branchenveranstaltungen betreuen
  • Markt- und Wettbewerbsentwicklung im DACH-Raum beobachten

Voraussetzungen

  • Kaufmännische Ausbildung oder wirtschaftsnahes Studium, häufig auch Quereinstieg mit Branchenerfahrung
  • Deutsch auf Muttersprachniveau und gutes Englisch
  • Verhandlungssicherheit und Ausdauer bei langen Verkaufsprozessen
  • Bereitschaft zu Reisen und flexiblen Arbeitszeiten
  • Führerschein Klasse B bei Außendiensttätigkeit
  • Sicherer Umgang mit CRM-Systemen und Tabellenkalkulation
  • Belastbarkeit gegenüber Zielvorgaben und häufiger Ablehnung

Wo man arbeitet

  • Software- und Technologieunternehmen
  • Industrie- und Maschinenbaubetriebe
  • Handels- und Großhandelsunternehmen
  • Dienstleister aus Logistik, Finanzen oder Medien
  • Vertriebsbüros internationaler Konzerne
  • Homeoffice mit Reisetätigkeit

Der Weg in den Beruf

Der häufigste Weg führt über ein Bachelorstudium in Betriebswirtschaft, Wirtschaftsingenieurwesen oder ein fachlich passendes Studium in drei bis vier Jahren. Ebenso verbreitet ist eine dreijährige kaufmännische Ausbildung mit anschließenden Jahren im Vertriebsinnendienst. Ein Berufsabschluss ist nicht vorgeschrieben, nachweisbare Verkaufserfolge zählen bei Bewerbungen oft mehr als ein Zeugnis.

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