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Vertrieb & Kundenservice

Sales Manager B2B Vertrieb

Sales Manager im B2B-Vertrieb verkaufen Produkte und Dienstleistungen an andere Unternehmen. Sie gewinnen Neukunden, betreuen bestehende Geschäftsbeziehungen und verhandeln Verträge, häufig mit langen Verkaufszyklen und mehreren Ansprechpartnern pro Kunde.

11 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Sales Manager B2B Vertrieb verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.000 € 3.600 € 4.400 € 43.200 €
Mit Berufserfahrung 4.000 € 5.000 € 6.500 € 60.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 5.500 € 7.000 € 10.000 € 84.000 €

Ein Tarifvertrag greift nur in tarifgebundenen Industriebetrieben, etwa nach dem Entgeltrahmen der Metall- und Elektroindustrie; die meisten Vertriebsgehälter werden frei verhandelt. Entscheidend sind Branche, Auftragsvolumen und der variable Anteil, der je nach Unternehmen zwischen zehn und vierzig Prozent des Jahreseinkommens ausmacht und mit der Zielerreichung schwankt.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Sales Manager im B2B-Vertrieb?

Der Verkauf an Unternehmen unterscheidet sich deutlich vom Verkauf an Privatkunden. Ein Auftrag entsteht selten in einem Gespräch, sondern über Wochen oder Monate, und auf Kundenseite entscheiden mehrere Personen mit: Fachabteilung, Einkauf, oft Geschäftsführung. Sales Manager im B2B-Vertrieb identifizieren dafür passende Zielunternehmen, nehmen Kontakt auf, klären in Gesprächen den konkreten Bedarf und erarbeiten daraus ein Angebot. Sie rechnen Preise und Konditionen, verhandeln Rabatte, Laufzeiten und Serviceumfang und begleiten den Abschluss bis zur Vertragsunterschrift.

Daneben steht die Betreuung bestehender Kunden, die in vielen Unternehmen den größeren Teil des Umsatzes trägt: regelmäßige Termine, Nachbestellungen, Erweiterungen, Reklamationen. Ein erheblicher Anteil der Arbeitszeit fließt in Dokumentation im CRM-System, in Forecasts für die Geschäftsführung und in die Abstimmung mit Technik, Produktmanagement und Buchhaltung. Je nach Branche kommen Messebesuche und Reisen zu Kunden hinzu, in Software- und Dienstleistungsunternehmen läuft vieles per Videokonferenz.

Wie wird man Sales Manager im B2B-Vertrieb?

Es gibt keinen geschützten Ausbildungsweg. Verbreitet sind ein Studium in Betriebswirtschaft, Wirtschaftsingenieurwesen oder Wirtschaftsinformatik sowie eine kaufmännische Ausbildung, etwa als Industriekaufmann oder Kaufmann für Groß- und Außenhandelsmanagement, häufig ergänzt durch eine Weiterbildung zum Fachwirt oder Betriebswirt. In technischen Branchen sind Bewerber mit Ingenieur- oder Technikerhintergrund gefragt, weil das Produktverständnis schwer nachzulernen ist.

Der Quereinstieg ist in diesem Berufsfeld realistischer als in den meisten anderen. Viele Unternehmen setzen Einsteiger zunächst im Innendienst oder in der Neukundenansprache ein und lassen sie über Jahre in die Betreuung größerer Kunden hineinwachsen. Entscheidend sind Belastbarkeit im Gespräch, Verständnis für Zahlen und die Fähigkeit, ein Produkt in den Nutzen des Kunden zu übersetzen.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit wird an Zahlen gemessen. Umsatzziele werden quartalsweise oder jährlich vereinbart und in vielen Unternehmen konsequent nachverfolgt; wer sie mehrfach verfehlt, spürt das im Einkommen und mitunter in der Vertragslage. Absagen gehören zum Alltag, oft nach monatelanger Vorarbeit. Wer sich davon persönlich getroffen fühlt, hält den Beruf schwer über Jahre durch.

Die Arbeitszeiten sind meist nicht durch Schichten geregelt, dafür aber schlecht begrenzt: Kundentermine bestimmen den Kalender, Reisetätigkeit von einem bis vier Tagen pro Woche ist im Außendienst üblich, Angebote entstehen abends. Ein Teil des Gehalts ist variabel und schwankt entsprechend. Positiv: die Aufgabe ist selbstständig, Ergebnisse sind sichtbar, und gute Leistung wird schneller sichtbar honoriert als in vielen Verwaltungsberufen.

Aussichten

Vertriebsstellen werden dauerhaft und in großer Zahl ausgeschrieben, besonders in Maschinenbau, IT, Logistik und industriellen Dienstleistungen. Wer eine Branche und deren Produkte gut kennt, ist am Arbeitsmarkt kaum zu ersetzen. Entwicklungswege führen zum Key Account Manager für Großkunden, in die Vertriebsleitung, in das Sales Enablement oder in die Selbstständigkeit als Handelsvertreter. Digitale Vertriebswege verändern die frühen Phasen des Verkaufsprozesses, ersetzen aber im erklärungsbedürftigen Geschäft bislang nicht das persönliche Gespräch.

Aufgaben

  • Zielkunden recherchieren und erstmals kontaktieren
  • Bedarf in Gesprächen und Workshops klären
  • Angebote kalkulieren und schriftlich ausarbeiten
  • Preise, Konditionen und Vertragslaufzeiten verhandeln
  • Bestandskunden betreuen und Folgegeschäft entwickeln
  • Kundendaten und Verkaufschancen im CRM pflegen
  • Umsatzprognosen für die Geschäftsführung erstellen
  • Messen und Branchenveranstaltungen begleiten

Voraussetzungen

  • kaufmännische Ausbildung, Studium oder vergleichbare Praxiserfahrung
  • sicheres Auftreten und Freude an Gesprächen mit fremden Menschen
  • Verständnis für Kalkulation, Margen und Vertragsbedingungen
  • Bereitschaft zu Reisen und zu Arbeit nach Kundenkalender
  • Führerschein Klasse B für Außendienstpositionen
  • Englisch für international tätige Unternehmen
  • Belastbarkeit gegenüber Zielvorgaben und Absagen

Wo man arbeitet

  • Industrie- und Maschinenbauunternehmen
  • Software- und IT-Dienstleister
  • Groß- und Außenhandel
  • Logistik- und Dienstleistungsunternehmen
  • Handelsvertretungen und Vertriebsagenturen

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine dreijährige kaufmännische Ausbildung, etwa zum Industriekaufmann, oder ein drei- bis fünfjähriges Studium in Betriebswirtschaft, Wirtschaftsingenieurwesen oder Wirtschaftsinformatik. Ein geschützter Abschluss für den Beruf existiert nicht; viele beginnen im Vertriebsinnendienst und übernehmen nach einigen Jahren eigene Kunden. Weiterbildungen zum Fachwirt für Vertrieb oder Betriebswirt sind gängige Ergänzungen.

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