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Bau & Immobilien

Sachbearbeiter Facility Management

Sachbearbeiter im Facility Management organisieren den kaufmännischen und administrativen Teil der Gebäudebewirtschaftung: Wartungsverträge, Dienstleisterrechnungen, Störmeldungen und Nachweise für Prüfpflichten. Der Beruf verbindet Bürotätigkeit mit gelegentlichen Objektbegehungen.

5 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Sachbearbeiter Facility Management verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.600 € 3.000 € 3.500 € 36.000 €
Mit Berufserfahrung 3.200 € 3.700 € 4.300 € 44.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.800 € 4.400 € 5.300 € 52.800 €

Am stärksten wirken Arbeitgebertyp und Region: Im öffentlichen Dienst und bei Kliniken richtet sich die Bezahlung nach TVöD, meist Entgeltgruppe 6 bis 9b, während private Facility-Dienstleister im unteren Bereich zahlen und Industriekonzerne mit Tarifbindung deutlich darüber liegen. Technisches Zusatzwissen und Verantwortung für mehrere Objekte erhöhen das Gehalt merklich.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Sachbearbeiter Facility Management?

Gebäude müssen geheizt, gereinigt, gewartet und geprüft werden, und jede dieser Leistungen hängt an einem Vertrag, einer Rechnung und einem Nachweis. Genau dort arbeiten Sachbearbeiter im Facility Management. Sie nehmen Störmeldungen von Nutzern oder Mietern an, ordnen sie einem Objekt und einem Dienstleister zu, beauftragen die Reparatur und verfolgen, ob sie ausgeführt wurde. Sie pflegen Stammdaten zu Flächen, Anlagen und Verträgen in einer CAFM-Software, überwachen Wartungsintervalle für Aufzüge, Brandschutztechnik, Lüftung und Elektroanlagen und legen Prüfprotokolle so ab, dass sie bei einer Kontrolle auffindbar sind.

Ein großer Teil des Tages besteht aus Schriftverkehr und Rechnungsprüfung: Angebote einholen und vergleichen, Aufträge schreiben, Leistungen gegen den Vertrag abgleichen, Rechnungen kontieren und zur Zahlung freigeben. Dazu kommen Nebenkostenunterlagen, Verbrauchsdaten für Strom, Wasser und Wärme, Schlüssel- und Zugangsverwaltung sowie die Vorbereitung von Ausschreibungen für Reinigung oder Grünpflege. Wer im technischen Objektbetrieb sitzt, begeht Gebäude auch selbst mit, dokumentiert Mängel und begleitet Sachverständige bei Prüfungen.

Wie wird man Sachbearbeiter Facility Management?

Der häufigste Weg führt über eine kaufmännische Ausbildung, meist Immobilienkaufmann, Kaufmann für Büromanagement oder Industriekaufmann. Auch technisch Ausgebildete wechseln in diese Rolle, etwa Anlagenmechaniker oder Elektroniker, die nach einigen Jahren auf der Anlage in die Verwaltung gehen und dort ihr technisches Verständnis einbringen. Eine eigene Ausbildung zum Sachbearbeiter Facility Management gibt es nicht; die Stellen sind Einstiegs- oder Umstiegspositionen.

Weiterqualifizieren lässt sich über Lehrgänge zum Fachwirt Facility Management, zum Immobilienfachwirt oder über Kurse zu Betreiberverantwortung und Verkehrssicherungspflicht. Für höhere Positionen ist ein Studium in Facility Management, Immobilienwirtschaft oder Bauingenieurwesen üblich. Quereinsteiger mit Verwaltungserfahrung haben gute Chancen, wenn sie sich Grundwissen zu Gebäudetechnik und Prüffristen aneignen.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist stark von Fristen und Zuständigkeitsfragen geprägt. Wartungsintervalle laufen ab, Prüfberichte fehlen, ein Dienstleister erscheint nicht, ein Mieter beschwert sich zum dritten Mal über die gleiche Heizung. Wer schlecht damit umgehen kann, dass mehrere Dinge gleichzeitig offen sind, wird sich schwertun. Genauigkeit ist keine Nebensache: Bei Prüfpflichten hängt an fehlender Dokumentation die Haftung des Betreibers.

Die Arbeitszeiten sind meist geregelt, Gleitzeit ist verbreitet, Homeoffice teilweise möglich. In Objekten mit Rufbereitschaft oder bei Umzügen und Umbauten fallen aber Abend- und Wochenendtermine an. Körperlich ist der Beruf leicht, Begehungen in Technikzentralen und auf Dächern gehören jedoch dazu. Belastend empfinden viele die Rolle zwischen den Parteien: Nutzer wollen schnelle Lösungen, das Budget gibt sie nicht her.

Aussichten

Der Bedarf ist stabil und wächst eher, weil Betreiberpflichten, Energiedokumentation und ESG-Berichte mehr Verwaltungsarbeit erzeugen. Gesucht sind vor allem Leute, die kaufmännisches Denken mit technischem Verständnis verbinden. Entwicklungswege führen zum Objektmanager, Property Manager, Teamleiter im Gebäudemanagement oder in Spezialgebiete wie Energiemanagement, Ausschreibungswesen oder CAFM-Systembetreuung. Arbeitgeber sind Dienstleister, Konzerne mit eigenem Immobilienbestand, Kliniken, Hochschulen und Kommunen, sodass ein Wechsel zwischen Branchen und Regionen gut möglich ist.

Aufgaben

  • Störmeldungen annehmen, zuordnen und Reparaturen beauftragen
  • Wartungs- und Prüffristen für technische Anlagen überwachen
  • Rechnungen von Dienstleistern prüfen, kontieren und freigeben
  • Angebote einholen, vergleichen und Ausschreibungen vorbereiten
  • Stammdaten zu Flächen, Anlagen und Verträgen in der CAFM-Software pflegen
  • Prüfprotokolle und Wartungsnachweise dokumentieren und archivieren
  • Verbrauchsdaten erfassen und Unterlagen für die Nebenkostenabrechnung liefern
  • Objekte begehen, Mängel aufnehmen und Sachverständige begleiten

Voraussetzungen

  • abgeschlossene kaufmännische oder technische Ausbildung
  • Grundverständnis für Gebäudetechnik und gesetzliche Prüfpflichten
  • sicherer Umgang mit Excel, ERP- und CAFM-Systemen
  • sorgfältige, fristenbewusste Arbeitsweise
  • Durchsetzungsfähigkeit im Umgang mit Dienstleistern und Nutzern
  • gutes schriftliches Deutsch, teils Englisch bei internationalen Auftraggebern
  • Führerschein Klasse B bei mehreren betreuten Objekten

Wo man arbeitet

  • Facility-Management-Dienstleister
  • Immobilienverwaltungen und Wohnungsunternehmen
  • Konzerne mit eigenem Gebäudebestand
  • Kliniken, Hochschulen und Forschungseinrichtungen
  • kommunale Gebäudewirtschaft und Behörden
  • Industrieunternehmen mit eigenem Werksbetrieb

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine dreijährige duale Ausbildung, etwa zum Immobilienkaufmann oder Kaufmann für Büromanagement, mit anschließendem Einstieg in die Gebäudeverwaltung. Auch technisch Ausgebildete wechseln nach einigen Berufsjahren in die Sachbearbeitung. Aufbauend qualifizieren Lehrgänge zum Fachwirt Facility Management oder Immobilienfachwirt, für Leitungsfunktionen ein Studium der Immobilienwirtschaft oder des Facility Managements.

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