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Gastronomie & Tourismus

Restaurantfachfrau / Restaurantfachmann

Restaurantfachleute betreuen Gäste im Service: Sie beraten bei der Speisen- und Getränkeauswahl, nehmen Bestellungen auf, servieren und rechnen ab. Der Beruf verbindet Gastgeberrolle mit organisatorischer Routine im laufenden Betrieb.

7 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Restaurantfachfrau / Restaurantfachmann verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.200 € 2.450 € 2.800 € 29.400 €
Mit Berufserfahrung 2.500 € 2.800 € 3.300 € 33.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.900 € 3.400 € 4.300 € 40.800 €

Entscheidend sind Tarifbindung und Region: Die Tarifverträge für das Hotel- und Gaststättengewerbe (DEHOGA) unterscheiden sich stark je Bundesland, viele kleine Betriebe zahlen nur nach Mindestlohn. Zuschläge für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit sowie Trinkgeld können das tatsächliche Einkommen deutlich erhöhen, sind aber nicht im Grundgehalt enthalten.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht eine Restaurantfachfrau?

Der Arbeitstag beginnt lange vor dem ersten Gast. Tische werden eingedeckt, Gläser poliert, Servietten gefaltet, die Tageskarte gelesen und mit der Küche abgestimmt, welche Gerichte begrenzt verfügbar sind. Im Service nehmen Restaurantfachleute Bestellungen auf, geben sie ans Kassensystem weiter, servieren Speisen und Getränke, tranchieren am Tisch, flambieren, dekantieren Wein und räumen ab. Sie beraten zu Zutaten und Allergenen, empfehlen Weine oder alkoholfreie Begleitungen und reagieren auf Reklamationen, ohne dabei den Überblick über die anderen Tische zu verlieren.

Dazu kommt kaufmännische Arbeit: kassieren, Rechnungen erstellen, Trinkgeld abrechnen, Bestände an Getränken und Wäsche prüfen, Bestellungen vorbereiten. Wer im Bankett- oder Veranstaltungsbereich arbeitet, plant Tischordnungen, stimmt Ablaufzeiten mit Küche und Technik ab und führt eine Servicebrigade an. In Hotels gehört häufig auch der Frühstücks-, Etagen- oder Barservice dazu.

Wie wird man Restaurantfachmann?

Üblich ist die dreijährige duale Ausbildung zur Restaurantfachfrau oder zum Restaurantfachmann in einem gastgewerblichen Betrieb, begleitet von der Berufsschule. Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben; die meisten Betriebe stellen mit Haupt- oder Realschulabschluss ein. Wer zunächst die zweijährige Ausbildung zur Fachkraft für Gastronomie absolviert, kann anschließend das dritte Jahr anschließen.

Der Quereinstieg ist verbreitet und funktioniert in der Praxis über Aushilfs- oder Hilfskraftstellen im Service, oft parallel zu Studium oder anderen Tätigkeiten. Ohne Abschluss bleibt man jedoch meist auf der Lohnstufe für Ungelernte, und anspruchsvollere Aufgaben wie Weinberatung, Gästeführung oder Schichtleitung setzen Kenntnisse voraus, die sich nicht nebenbei ergeben.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeitszeiten liegen dort, wo andere frei haben: abends, an Wochenenden, an Feiertagen. Geteilte Dienste mit einer langen Pause zwischen Mittag- und Abendgeschäft sind in vielen Häusern Standard und zerschneiden den Tag. Der Dienst wird im Stehen und Gehen geleistet, mit schwerem Tablett, in Hitze und Lärm; Rücken, Knie und Füße merken das nach einigen Jahren. Hohe Fluktuation und Personalmangel führen dazu, dass Schichten dünn besetzt sind und einzelne mehr Tische übernehmen, als angenehm ist.

Hinzu kommt die emotionale Seite: freundlich bleiben, wenn die Küche im Rückstand ist, ein Gast unhöflich wird oder eine Reklamation unberechtigt ist. Gepflegtes Auftreten, gutes Gedächtnis, Rechenfertigkeit und mindestens solides Englisch sind Grundvoraussetzungen. In der gehobenen Gastronomie und in Ferienregionen ist Mobilität gefragt, teils mit Saisonverträgen.

Aussichten

Fachkräfte im Service werden gesucht, seit der Branche in und nach der Pandemie viele Beschäftigte abgewandert sind. Wer bleibt, hat gute Chancen auf schnelle Verantwortung: Stationsleitung, Schichtleitung, Restaurantleitung, Bankettleitung oder Spezialisierung als Sommelier oder Barkeeper. Über die Weiterbildung zum Restaurantmeister, zur Fachwirtin im Gastgewerbe oder ein betriebswirtschaftliches Studium führen Wege in Betriebsleitung und Verwaltung. Auch Systemgastronomie, Kreuzfahrt, Catering und Business Travel greifen auf diese Qualifikation zurück. Die Bezahlung ist im Branchenvergleich niedrig, in tarifgebundenen Hotels und im öffentlichen Bereich aber deutlich verlässlicher als in kleinen Privatbetrieben.

Aufgaben

  • Gäste begrüßen, platzieren und zu Speisen und Getränken beraten
  • Bestellungen aufnehmen und an Küche und Bar weitergeben
  • Speisen und Getränke fachgerecht servieren und abtragen
  • Tische eindecken, Gläser und Besteck polieren, Restaurant vorbereiten
  • Kassieren, Rechnungen erstellen und Tagesabschluss abrechnen
  • Reklamationen aufnehmen und Lösungen anbieten
  • Getränke- und Wäschebestände kontrollieren und Bestellungen vorbereiten
  • Veranstaltungen und Bankette mitplanen und im Ablauf betreuen

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung im Restaurantfach oder mehrjährige Serviceerfahrung
  • Bereitschaft zu Abend-, Wochenend- und Feiertagsdiensten
  • Belastbarkeit im Stehen und Gehen über die gesamte Schicht
  • Freundliches, gepflegtes Auftreten auch unter Zeitdruck
  • Gutes Gedächtnis und sicheres Rechnen beim Abrechnen
  • Englischkenntnisse, in Tourismusregionen weitere Sprachen
  • Gesundheitszeugnis nach Infektionsschutzgesetz

Wo man arbeitet

  • Restaurants und Gasthäuser
  • Hotels mit Restaurant- und Bankettbetrieb
  • Cateringunternehmen und Veranstaltungsservice
  • Cafés, Bars und Weinlokale
  • Kreuzfahrtschiffe und Bahn-Bordservice
  • Betriebsrestaurants und Kantinen

Der Weg in den Beruf

Der übliche Weg ist die dreijährige duale Ausbildung zur Restaurantfachfrau oder zum Restaurantfachmann in einem gastgewerblichen Betrieb mit Berufsschulunterricht. Sie endet mit der Abschlussprüfung vor der zuständigen Industrie- und Handelskammer. Wer aus der zweijährigen Ausbildung zur Fachkraft für Gastronomie kommt, kann das dritte Jahr anschließen und den vollen Abschluss erwerben.

Offene Stellen als Restaurantfachfrau / Restaurantfachmann

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