Projektleiter TGA
Projektleiter TGA steuern die technische Gebäudeausrüstung von Bauprojekten – Heizung, Lüftung, Sanitär, Klima und Elektro. Sie koordinieren Planung, Montage und Abnahme und verantworten Termine, Kosten und Qualität.
10 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Projektleiter TGA verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.800 € | 4.400 € | 5.100 € | 52.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 4.800 € | 5.600 € | 6.600 € | 67.200 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 6.000 € | 7.200 € | 9.000 € | 86.400 € |
Am stärksten wirken Projektvolumen, Betriebsgröße und Region: Großprojekte bei überregionalen Anlagenbauern und Generalunternehmen zahlen deutlich mehr als kleine Handwerksbetriebe. Tarifgebunden sind vor allem Betriebe im Bauhauptgewerbe und in der Metall- und Elektroindustrie, im öffentlichen Dienst richtet sich die Vergütung nach TVöD oder TV-L und liegt in der Spitze unter der Privatwirtschaft.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Projektleiter TGA?
Die technische Gebäudeausrüstung umfasst alles, was ein Gebäude betriebsfähig macht: Heizungs- und Kälteanlagen, Lüftung, Sanitärtechnik, Elektroinstallation, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik. Projektleiter TGA verantworten diesen Anteil eines Bauvorhabens von der Angebotskalkulation bis zur Übergabe an den Betreiber. Sie prüfen Ausführungsplanungen, schreiben Nachunternehmerleistungen aus, verhandeln Preise, erstellen Montageterminpläne und stimmen sich mit Architekten, Fachplanern, Rohbau und den anderen Gewerken ab.
Ein großer Teil der Arbeit ist Koordination unter Zeitdruck. Wenn der Rohbau später fertig wird, verschieben sich Schlitze, Durchbrüche und Montagefenster – die Folgen muss der Projektleiter neu ordnen. Dazu kommen Baubesprechungen, Aufmaße, Prüfung von Nachunternehmerrechnungen, Nachtragsmanagement, Dokumentation, Inbetriebnahme der Anlagen, Einregulierung und die Abnahme mit dem Auftraggeber. Bei größeren Projekten führen Projektleiter Bauleiter, Monteure und Obermonteure fachlich.
Wie wird man Projektleiter TGA?
Zwei Wege sind üblich. Der eine führt über ein Studium der Versorgungstechnik, Gebäudetechnik, Energie- und Gebäudetechnik oder des Maschinenbaus mit entsprechender Vertiefung, meist als Bachelor an einer Hochschule. Der andere beginnt in der Praxis: Ausbildung als Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik oder Elektroniker für Gebäude- und Infrastruktursysteme, danach Meister- oder Technikerprüfung und mehrere Jahre Bauleitung. Die Projektleitung wird in beiden Fällen nicht direkt vergeben, sondern nach Jahren als Bauleiter oder Projektingenieur.
Quereinstieg aus benachbarten Feldern kommt vor, etwa aus dem Anlagenbau, der Kältetechnik oder von einem Fachplanungsbüro in die ausführende Firma. Ohne belastbare Kenntnis der Gewerke, der VOB und der einschlägigen Normen und Regelwerke funktioniert die Rolle nicht.
Was der Beruf verlangt
Die Verantwortung ist wirtschaftlich messbar: Projektleiter haften intern für das Ergebnis ihres Projekts. Der Termindruck ist hoch, Nachträge und Mängelthemen führen regelmäßig zu Konflikten mit Auftraggebern und Nachunternehmern. Wer Auseinandersetzungen scheut, wird in dieser Rolle unglücklich.
Der Arbeitsalltag wechselt zwischen Büro und Baustelle. Baustellenbesuche bedeuten Staub, Lärm, Kälte, Leitern und Sicherheitsschuhe. Überstunden sind verbreitet, besonders in den Wochen vor Inbetriebnahme und Abnahme. Bei überregional tätigen Firmen gehören Reisen oder wochenweise Montage dazu, was Familienleben belastet. Homeoffice ist teilweise möglich, aber begrenzt, weil Entscheidungen vor Ort fallen.
Fachlich muss man breit bleiben: Normen ändern sich, Gebäudeautomation und Wärmepumpentechnik verschieben die Anforderungen, Nachhaltigkeitszertifizierungen bringen zusätzliche Nachweispflichten.
Aussichten
Die Nachfrage ist stabil bis stark. Neubau schwankt mit der Baukonjunktur, doch Sanierung, Heizungstausch, Lüftungsnachrüstung und die energetische Modernisierung von Bestandsgebäuden sichern Auftragsvolumen. Erfahrene Projektleiter TGA sind auf dem Arbeitsmarkt gesucht, der Wechsel zwischen ausführenden Firmen, Planungsbüros und Bauherrenvertretung gelingt meist ohne Weiteres.
Entwicklungswege führen zur Gesamtprojektleitung großer Vorhaben, zur Niederlassungs- oder Bereichsleitung, in die Kalkulation, ins Technische Gebäudemanagement oder in die eigene Firma. Auch der Wechsel auf die Auftraggeberseite – Projektsteuerung, Immobilienbestandshalter, öffentliche Bauverwaltung – ist üblich und bringt geregeltere Arbeitszeiten bei etwas geringerem Verdienst.
Aufgaben
- Ausführungsplanungen der Gewerke Heizung, Lüftung, Sanitär, Klima und Elektro prüfen
- Nachunternehmerleistungen ausschreiben, vergeben und Preise verhandeln
- Montage- und Terminpläne erstellen und mit anderen Gewerken abstimmen
- Kosten überwachen, Nachträge kalkulieren und durchsetzen
- Baustellen begehen, Ausführungsqualität und Arbeitssicherheit kontrollieren
- Inbetriebnahme, Einregulierung und Abnahme der Anlagen begleiten
- Bauleiter, Obermonteure und Monteure fachlich führen
- Revisionsunterlagen und Projektdokumentation zusammenstellen
Voraussetzungen
- Studium in Versorgungs- oder Gebäudetechnik, alternativ Meister oder Techniker mit Berufserfahrung
- mehrjährige Praxis in Bauleitung oder Projektierung der TGA
- Kenntnis von VOB, HOAI-Grundlagen und der einschlägigen technischen Regelwerke
- sicherer Umgang mit CAD, MS Project oder vergleichbaren Planungs- und Kalkulationsprogrammen
- Verhandlungsfähigkeit und Durchsetzungsvermögen gegenüber Auftraggebern und Nachunternehmern
- Führerschein Klasse B und Bereitschaft zu Baustellenpräsenz, teils mit Reisetätigkeit
- körperliche Eignung für Baustellenbegehungen
Wo man arbeitet
- ausführende TGA- und Anlagenbaufirmen
- Generalunternehmen im Hoch- und Industriebau
- Ingenieur- und Fachplanungsbüros
- Projektsteuerungsgesellschaften
- technische Abteilungen von Bestandshaltern und Industriebetrieben
- öffentliche Bau- und Liegenschaftsverwaltungen
Der Weg in den Beruf
Üblich ist ein Bachelorstudium der Versorgungs- oder Gebäudetechnik über sechs bis sieben Semester, gefolgt von mehreren Jahren als Projektingenieur oder Bauleiter. Der zweite Weg führt über eine dreieinhalbjährige Ausbildung im Anlagenmechaniker- oder Elektronikerhandwerk, die Meister- oder Technikerprüfung und anschließende Bauleitungspraxis. Die Projektleitung wird in beiden Fällen erst nach nachgewiesener Projekterfahrung übertragen.
Offene Stellen als Projektleiter TGA
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Projektleiter:in TGA (m/w/d)
Projektleiter:in TGA - HKLS (m/w/d)
Senior Projektleiter TGA - Kältetechnik / Klimatechnik (m/w/d)
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Projektleiter TGA - HLS / Versorgungstechnik / HOAI (m/w/d)
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- Offene Stellen
- 7
- Monatsbrutto
- 3.600 – 9.000 €
Projektleiter Elektrotechnik
Projektleiter Elektrotechnik steuern elektrotechnische Vorhaben von der Planung bis zur Abnahme – von der Gebäudeinstallation über Schaltanlagen bis zur Industrieautomatisierung. Sie verantworten Termine, Kosten, Qualität und die Koordination von Montageteams und Nachunternehmern.
- Offene Stellen
- 30
- Monatsbrutto
- 3.800 – 9.500 €
Technischer Systemplaner
Technische Systemplaner erstellen mit CAD- und BIM-Software Zeichnungen und Pläne für Heizungs-, Lüftungs-, Sanitär-, Elektro- oder Stahlbauanlagen. Sie arbeiten Ingenieuren zu und übersetzen deren Entwürfe in ausführungsreife Unterlagen.
- Offene Stellen
- 27
- Monatsbrutto
- 2.500 – 5.400 €
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