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Logistik & Verkehr

Postbote für Briefe und Pakete

Postboten sortieren Briefe und Pakete für ihren Zustellbezirk und bringen sie zu Haushalten und Betrieben. Die Arbeit beginnt früh morgens und findet größtenteils draußen statt, bei jedem Wetter.

62 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Postbote für Briefe und Pakete verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.200 € 2.550 € 2.900 € 30.600 €
Mit Berufserfahrung 2.600 € 3.000 € 3.400 € 36.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.900 € 3.300 € 3.900 € 39.600 €

Bei der Deutschen Post AG gilt der Tarifvertrag mit ver.di, der die Bezahlung nach Entgeltgruppe und Stufe festlegt und Zuschläge für Sonntags- und Nachtarbeit vorsieht. Bei privaten Zustelldiensten und Subunternehmern liegt die Vergütung oft nahe am Mindestlohn und damit deutlich darunter.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Postbote für Briefe und Pakete?

Der Arbeitstag beginnt im Zustellstützpunkt, meist zwischen sechs und acht Uhr morgens. Dort wird die Sendungsmenge für den eigenen Bezirk übernommen: Briefbündel, Werbesendungen, Einschreiben, Nachnahmen, Pakete. Ein Teil kommt vorsortiert aus dem Briefzentrum, der Rest wird in Gangfolge gesteckt, also in der Reihenfolge, in der die Adressen später abgelaufen oder abgefahren werden. Anschließend wird das Fahrzeug beladen oder der Zustellwagen bestückt.

Draußen folgt der Bezirk: Briefkästen befüllen, klingeln, wenn ein Paket oder ein Einschreiben abzugeben ist, Empfänger per Scanner quittieren lassen, Nachnahmebeträge und Entgelte kassieren, Benachrichtigungskarten hinterlassen, Sendungen an Paketstationen oder Filialen abliefern. Nicht zustellbare Post wird als Rückläufer erfasst. Wer in der Verbundzustellung arbeitet, hat Briefe und Pakete gemeinsam auf der Tour. Zurück im Stützpunkt werden Retouren, Scannerdaten und kassierte Beträge abgerechnet.

Wie wird man Postbote für Briefe und Pakete?

Der häufigste Weg ist der Direkteinstieg: Zusteller werden ohne formale Ausbildung eingestellt und einige Tage bis Wochen in Begleitung eines erfahrenen Kollegen eingearbeitet. Vorausgesetzt werden meist ein Führerschein der Klasse B, ausreichende Deutschkenntnisse und ein einwandfreies Führungszeugnis, da Postgeheimnis und Bargeld im Spiel sind. Für Paketzustellung mit größeren Fahrzeugen kann Klasse C1 gefordert sein.

Wer eine formale Qualifikation möchte, kann die zweijährige Ausbildung zur Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen absolvieren. Sie vermittelt zusätzlich Kenntnisse in Sendungsverfolgung, Zoll, Gefahrgut und Kundenberatung und ist die Grundlage für Aufgaben in der Disposition oder Teamleitung.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist körperlich fordernd. Paketzusteller heben täglich mehrere Tonnen Gewicht, Briefzusteller legen zu Fuß oder mit dem Rad viele Kilometer zurück, oft mit schwerer Tasche und über Treppen ohne Aufzug. Regen, Hitze, Eis und Hundebisse gehören dazu. Rücken, Knie und Schultern leiden über die Jahre, Krankenstände sind entsprechend hoch.

Der Dienst beginnt früh, samstags wird zugestellt, in der Paketzustellung ziehen sich die Touren vor Weihnachten bis in den Abend. Die vorgegebenen Tourenzeiten sind knapp kalkuliert, Überstunden sind verbreitet, besonders wenn Kollegen fehlen und Bezirke aufgeteilt werden müssen. Gleichzeitig ist die Arbeit selbstbestimmt: Auf der Tour ist niemand dabei, der Kontakt zu Menschen im Bezirk gehört für viele zu den angenehmen Seiten. Zuverlässigkeit und Ortsgedächtnis zählen mehr als schulische Vorbildung.

Aussichten

Das Sendungsvolumen bei Paketen wächst weiter, der Briefbereich schrumpft langsam. Zusteller werden bundesweit dauerhaft gesucht, in Städten und Ballungsräumen besonders dringend; wer sich bewirbt, findet in der Regel schnell eine Stelle. Der Einstieg erfolgt häufig zunächst befristet oder in Teilzeit, unbefristete Verträge folgen bei Bewährung.

Entwicklungswege führen in die Teamleitung eines Zustellstützpunkts, in die Tourenplanung, in den Fahrdienst für Nachtumläufe oder in die Sortierung im Briefzentrum. Ein Wechsel zu Speditionen, Kurierdiensten oder in die Lagerlogistik ist mit der Berufserfahrung ohne Weiteres möglich. Wer bei einem privaten Wettbewerber oder einem Subunternehmer arbeitet, verdient meist deutlich weniger als im Tarifbereich der Deutschen Post.

Aufgaben

  • Briefe, Werbesendungen und Pakete für den eigenen Bezirk in Gangfolge sortieren
  • Zustellfahrzeug oder Zustellwagen beladen und die Tour abfahren
  • Sendungen in Briefkästen einlegen und Pakete an der Haustür übergeben
  • Einschreiben, Nachnahmen und Entgelte quittieren lassen und kassieren
  • Sendungen mit dem Handscanner erfassen und Zustellstatus dokumentieren
  • Benachrichtigungskarten hinterlassen und Sendungen an Filialen oder Paketstationen abliefern
  • Rückläufer, Retouren und Kassenbeträge im Stützpunkt abrechnen

Voraussetzungen

  • Führerschein Klasse B, für größere Zustellfahrzeuge teils C1
  • körperliche Belastbarkeit: Heben, Tragen, Treppensteigen, Arbeit bei jedem Wetter
  • Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit, da Touren feste Startzeiten haben
  • einwandfreies Führungszeugnis wegen Postgeheimnis und Bargeldverantwortung
  • gute Orientierung und Gedächtnis für Adressen und Bezirke
  • Deutschkenntnisse für Kundenkontakt und Formulare
  • Bereitschaft zu Frühdienst und Samstagsarbeit

Wo man arbeitet

  • Zustellstützpunkte der Deutschen Post und DHL
  • private Brief- und Paketdienste
  • Kurier- und Expressunternehmen
  • Subunternehmen in der Paketzustellung
  • Briefzentren und Sortieranlagen

Der Weg in den Beruf

Der Einstieg erfolgt meist ohne Ausbildung über eine mehrtägige bis mehrwöchige Einarbeitung im Zustellbezirk. Wer einen Abschluss anstrebt, absolviert die zweijährige duale Ausbildung zur Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen. Sie öffnet Wege in Disposition und Teamleitung.

Offene Stellen als Postbote für Briefe und Pakete

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