Tischler
Tischler fertigen und montieren Möbel, Fenster, Türen und Innenausbauten aus Holz und Holzwerkstoffen. Sie arbeiten in der Werkstatt an Maschinen und beim Kunden auf der Baustelle.
- Offene Stellen
- 45
- Monatsbrutto
- 2.300 – 4.500 €
Orgelbauer fertigen, restaurieren und stimmen Pfeifenorgeln – von der Holzbearbeitung im Werkstattbetrieb bis zur Montage und Intonation in Kirchen und Konzertsälen.
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| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.200 € | 2.500 € | 2.900 € | 30.000 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.700 € | 3.100 € | 3.600 € | 37.200 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.200 € | 3.800 € | 4.800 € | 45.600 € |
Die meisten Orgelbaubetriebe sind Kleinbetriebe ohne Tarifbindung; wo Tarif gilt, orientiert er sich an den Holz- und Kunststoffverarbeitungs- oder Metallhandwerkstarifen der Region. Spürbar mehr bringen Meistertitel, Spezialisierung auf Intonation oder Restaurierung sowie Montagezulagen und Auslösen bei Reisetätigkeit.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Eine Orgel besteht aus mehreren tausend Einzelteilen: Pfeifen aus Zinn-Blei-Legierungen oder Holz, Windladen, Bälge, Trakturen, Registerzüge, Spieltisch, Gehäuse. Orgelbauer stellen diese Teile in der Werkstatt her und setzen sie später vor Ort zusammen. Sie sägen, hobeln und verleimen Massivholz, gießen und hämmern Metallplatten für Pfeifen, löten Pfeifenkörper, bauen mechanische oder elektrische Spielanlagen und verlegen Windkanäle.
Ein großer Teil der Arbeit findet außerhalb der Werkstatt statt. Neue Instrumente werden auf Emporen und in Chorräumen montiert, bestehende gewartet, gereinigt und gestimmt. Bei Restaurierungen wird der historische Bestand dokumentiert, fehlende Teile werden nach altem Vorbild nachgebaut, oft in Absprache mit Denkmalpflege und Orgelsachverständigen. Am Ende steht das Intonieren: Jede Pfeife wird einzeln in Klangfarbe und Lautstärke an den Raum angepasst. Das dauert Wochen und verlangt ein geschultes Gehör.
Der Weg führt über die duale Ausbildung zum Orgel- und Harmoniumbauer, Fachrichtung Orgelbau. Sie dauert dreieinhalb Jahre. Ausbildungsbetriebe sind kleine bis mittlere Handwerksbetriebe, von denen es in Deutschland nur einige Dutzend gibt; die Bewerberzahl übersteigt die Plätze meist deutlich. Der Berufsschulunterricht erfolgt in bundesweiten Blöcken, weil es nur wenige Fachklassen gibt – Ludwigsburg ist der bekannteste Standort.
Formal ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben, in der Praxis stellen Betriebe überwiegend Bewerber mit mittlerem Abschluss oder Abitur ein. Erwartet werden Instrumentalkenntnisse, in der Regel Orgel oder Klavier, und ein sicheres Gehör. Quereinsteiger kommen gelegentlich aus dem Tischler-, Metall- oder Klavierbauhandwerk, müssen aber meist eine verkürzte Ausbildung nachholen. Nach einigen Berufsjahren ist die Meisterprüfung möglich, die für einen eigenen Betrieb praktisch Voraussetzung ist.
Die Arbeit ist körperlich fordernd. Gehäuseteile und Windladen sind schwer, montiert wird auf Gerüsten, Leitern und in engen Orgelinnenräumen, oft in unbeheizten Kirchen. Wer Höhe oder Staub schlecht verträgt, wird damit Schwierigkeiten haben. Der Umgang mit Blei und Lösemitteln erfordert Schutzmaßnahmen.
Montage- und Stimmreisen prägen den Alltag: Wochen am Stück auswärts, Übernachtung im Hotel oder Gemeindehaus, Wochenendarbeit rund um Einweihungen und Kirchenfeste. Für Familien ist das eine Belastung. Zugleich verlangt der Beruf Geduld für Arbeiten, die sich über Monate erstrecken, und Genauigkeit im Zehntelmillimeterbereich. Bezahlt wird handwerklich, nicht künstlerisch – das Gehaltsniveau liegt trotz langer Ausbildung und hoher Anforderungen im mittleren Bereich des Handwerks.
Der Neubau von Orgeln ist rückläufig, weil Kirchengemeinden zusammengelegt werden und Budgets schrumpfen. Wartung, Reinigung, Stimmung und besonders Restaurierung historischer Instrumente bleiben dagegen konstant nachgefragt; der Denkmalbestand ist groß und altert. Weil nur wenige Fachkräfte ausgebildet werden, finden gute Gesellen in der Regel Anschluss, teils auch im Ausland – deutscher Orgelbau ist international gefragt und exportorientiert.
Entwicklungswege führen über die Spezialisierung auf Intonation, Restaurierung oder Trakturbau, über die Meisterprüfung in die Werkstattleitung oder in die Selbstständigkeit. Manche wechseln in verwandte Felder wie Klavier- und Cembalobau, in die Denkmalpflege oder in die Orgelsachverständigentätigkeit.
Üblich ist die dreieinhalbjährige duale Ausbildung zum Orgel- und Harmoniumbauer in der Fachrichtung Orgelbau, mit Abschluss als Geselle vor der Handwerkskammer. Der Berufsschulunterricht findet in bundesweiten Blockwochen an wenigen Fachstandorten statt. Nach mehreren Berufsjahren ist die Meisterprüfung möglich, die zur Betriebsführung und Ausbildung berechtigt.
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