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Handwerk & Produktion

Nfz-Mechatroniker

Nfz-Mechatroniker warten und reparieren Lkw, Busse, Anhänger und Aufbauten. Sie arbeiten an Dieselmotoren, Bremsanlagen, Hydraulik und Fahrzeugelektronik und führen gesetzlich vorgeschriebene Prüfungen durch.

4 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Nfz-Mechatroniker verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.500 € 2.850 € 3.200 € 34.200 €
Mit Berufserfahrung 3.000 € 3.400 € 3.900 € 40.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.500 € 4.000 € 4.800 € 48.000 €

Am stärksten wirken Tarifbindung und Betriebsart: In Werkstätten unter dem Tarifvertrag des Kfz-Handwerks oder bei Verkehrsbetrieben nach TV-N liegen die Löhne spürbar über denen kleiner, nicht tarifgebundener Betriebe. Zuschläge für Schicht, Bereitschaft und Notdienst sowie Zusatzqualifikationen wie Hochvolt oder Prüfberechtigung erhöhen das Einkommen deutlich.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Nfz-Mechatroniker?

Nfz-Mechatroniker halten Nutzfahrzeuge instand: Sattelzugmaschinen, Kipper, Linienbusse, Anhänger, Auflieger, Kommunalfahrzeuge und Baumaschinen. Der Alltag besteht aus Inspektionen nach Herstellervorgabe, dem Wechsel von Bremsscheiben und Bremsbelägen, Ölservice, Reparaturen an Getriebe, Achsen und Lenkung sowie Arbeiten an Druckluft- und Hydraulikanlagen. Ein großer Teil der Fehlersuche läuft heute über Diagnosegeräte: Steuergeräte auslesen, Fehlerspeicher interpretieren, Software aufspielen, Sensoren und Aktoren prüfen. Dazu kommen Abgasuntersuchungen, die Vorbereitung auf die Hauptuntersuchung und die vorgeschriebene Sicherheitsprüfung, die bei schweren Nutzfahrzeugen halbjährlich fällig wird.

Wer bei einem Fuhrpark oder in einer Werkstatt mit Servicewagen arbeitet, fährt auch zu Pannen hinaus, an die Autobahn oder auf Baustellen. Dazu gehören Reifenwechsel am liegengebliebenen Zug, Notreparaturen an der Druckluftanlage oder das Abschleppen organisieren. Häufig kommen Aufbauten dazu: Ladebordwände, Kranaufbauten, Kühlaggregate, Kippmechanik, Streuautomatik. Jede Arbeit wird dokumentiert, Zeiten werden erfasst, Teile über das Warenwirtschaftssystem bestellt.

Wie wird man Nfz-Mechatroniker?

Üblich ist die duale Ausbildung zum Kraftfahrzeugmechatroniker mit dem Schwerpunkt Nutzfahrzeugtechnik. Sie dauert dreieinhalb Jahre und endet mit der Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer. Betriebe stellen überwiegend Bewerber mit mittlerem Schulabschluss ein, mit gutem Hauptschulabschluss und technischem Interesse geht es ebenfalls. Ein zweiter Weg führt über die Ausbildung zum Land- und Baumaschinenmechatroniker oder über den Pkw-Schwerpunkt mit anschließender Einarbeitung im Nutzfahrzeugbereich. Quereinstiege gelingen Menschen aus artverwandten Metall- und Elektroberufen, meist über eine Umschulung, die verkürzt möglich ist. Der Führerschein der Klasse C beziehungsweise CE wird in vielen Betrieben erwartet und oft mitfinanziert, weil Probefahrten zum Beruf gehören.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist körperlich fordernd. Bauteile an Lkw wiegen ein Vielfaches dessen, was am Pkw verbaut ist, viel geschieht über Kopf, in der Grube oder auf der Hebebühne. Kälte in der Halle im Winter, Zugluft am geöffneten Tor, Öl, Fett und Bremsstaub gehören dazu. Rücken, Knie und Schultern werden dauerhaft beansprucht. Termindruck ist normal: Ein stehender Lkw kostet den Kunden Geld, entsprechend wird schnell gearbeitet, teils in Früh- und Spätschicht oder in Nachtschicht bei Buswerkstätten und großen Speditionen. Bereitschaftsdienste und Wochenendeinsätze kommen vor. Verlangt werden sauberes Arbeiten, weil Fehler an Bremsen und Lenkung Menschenleben kosten, sowie die Bereitschaft, sich laufend in neue Assistenzsysteme, Abgastechnik und zunehmend in Hochvolttechnik bei Elektrobussen einzuarbeiten.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil und in vielen Regionen höher als das Angebot an Fachkräften. Güterverkehr, kommunale Fuhrparks und der öffentliche Nahverkehr brauchen ständig Werkstattpersonal, und die Zahl der Bewerber sinkt. Wer bleibt, kann sich zum Diagnosetechniker, zur Fachkraft für Hochvoltsysteme, zum Prüfer für Sicherheitsprüfungen oder zum Servicetechniker für bestimmte Aufbauhersteller weiterbilden. Der Kfz-Techniker-Meister eröffnet Werkstattleitung, Ausbildungsberechtigung und den Weg in die Selbstständigkeit. Auch der Wechsel in Kundendienst, technischen Außendienst, Prüforganisationen oder Fuhrparkmanagement ist ein üblicher Schritt, wenn die körperliche Belastung mit den Jahren zu groß wird.

Aufgaben

  • Inspektionen und Ölservice an Lkw, Bussen und Anhängern
  • Fehlersuche mit Diagnosegeräten an Steuergeräten und Sensoren
  • Reparaturen an Motor, Getriebe, Achsen und Lenkung
  • Instandsetzung von Druckluftbrems- und Hydraulikanlagen
  • Sicherheitsprüfungen und Abgasuntersuchungen durchführen
  • Aufbauten wie Ladebordwände, Kräne oder Kühlaggregate warten
  • Pannenhilfe und Reparaturen im mobilen Einsatz
  • Arbeitszeiten, Teile und Prüfergebnisse dokumentieren

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung als Kfz-Mechatroniker, Schwerpunkt Nutzfahrzeugtechnik, oder vergleichbar
  • Technisches Verständnis für Mechanik, Elektronik und Hydraulik
  • Körperliche Belastbarkeit, Arbeiten über Kopf und in der Grube
  • Sorgfalt und Bewusstsein für sicherheitsrelevante Bauteile
  • Führerschein Klasse C oder CE, oft Voraussetzung oder nachzuholen
  • Bereitschaft zu Schicht-, Bereitschafts- und Wochenenddiensten
  • Bereitschaft zur Weiterbildung, etwa Hochvolttechnik

Wo man arbeitet

  • Nutzfahrzeugwerkstätten und Vertragswerkstätten der Lkw-Hersteller
  • Speditionen und Logistikunternehmen mit eigener Werkstatt
  • Verkehrsbetriebe und Busunternehmen
  • Kommunale Bauhöfe und Entsorgungsbetriebe
  • Hersteller von Aufbauten und Anhängern
  • Mobile Servicedienste und Pannenhilfe

Der Weg in den Beruf

Der übliche Weg ist die dreieinhalbjährige duale Ausbildung zum Kraftfahrzeugmechatroniker mit Schwerpunkt Nutzfahrzeugtechnik im Betrieb und in der Berufsschule. Sie endet mit der Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer. Für Umsteiger aus Metall- oder Elektroberufen gibt es geförderte Umschulungen, die häufig auf zwei bis drei Jahre verkürzt werden.

Offene Stellen als Nfz-Mechatroniker

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