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Handwerk & Produktion

Mechaniker

Mechaniker bauen, warten und reparieren Maschinen, Fahrzeuge und technische Anlagen. Sie suchen Fehler, tauschen Verschleißteile und sorgen dafür, dass Technik wieder läuft.

17 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Mechaniker verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.400 € 2.800 € 3.300 € 33.600 €
Mit Berufserfahrung 2.900 € 3.400 € 4.100 € 40.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.500 € 4.200 € 5.200 € 50.400 €

Entscheidend ist die Tarifbindung: In Betrieben nach dem Tarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie liegen die Entgelte deutlich über denen freier Kfz-Werkstätten, wo häufig nach Kfz-Handwerkstarif oder frei vergütet wird. Schichtzulagen, Rufbereitschaft und Montagepauschalen erhöhen das reale Einkommen spürbar, ebenso ein Meister- oder Technikerabschluss.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Mechaniker?

Mechaniker halten Technik in Betrieb. Je nach Fachrichtung sind das Produktionsmaschinen in einer Fabrikhalle, Nutzfahrzeuge in einer Werkstatt, Landmaschinen auf dem Hof oder Aufzüge und Fördertechnik im Gebäude. Der Arbeitstag besteht aus Demontage und Montage, Messen, Einstellen, Schmieren, Prüfen und Dokumentieren. Wenn eine Anlage stillsteht, beginnt die Fehlersuche: Betriebsdaten auslesen, Schaltpläne und Hydraulikschemata lesen, Bauteile durchmessen, eingrenzen, tauschen, Probelauf fahren.

Ein erheblicher Teil der Arbeit ist planmäßige Wartung. Filter wechseln, Öl kontrollieren, Riemen und Lager prüfen, Toleranzen nachmessen, Wartungsprotokolle ausfüllen. Dazu kommen Fertigungsaufgaben: Teile anreißen, bohren, drehen, fräsen, schweißen, Baugruppen nach Zeichnung zusammenbauen. Mechaniker arbeiten mit Drehmomentschlüssel und Messschieber ebenso wie mit Diagnosesoftware und Tablet. In der Instandhaltung gehört die Abstimmung mit der Produktion dazu, in der Werkstatt das Gespräch mit dem Kunden über Befund, Aufwand und Kosten.

Wie wird man Mechaniker?

Üblich ist eine duale Ausbildung von dreieinhalb Jahren, etwa als Industriemechaniker, Kraftfahrzeugmechatroniker, Land- und Baumaschinenmechatroniker, Konstruktionsmechaniker oder Anlagenmechaniker. Vorausgesetzt wird in der Regel ein Hauptschul- oder Realschulabschluss, wichtiger sind solide Kenntnisse in Mathematik und Physik. Die Ausbildung endet mit der Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer oder der Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer.

Quereinstieg ist möglich, aber selten ohne Qualifizierung. Wer aus verwandten Metallberufen kommt, findet über Anlernstellen und betriebliche Weiterbildung Anschluss. Für Umsteiger aus anderen Feldern gibt es geförderte Umschulungen, meist über zwei Jahre, mit demselben Kammerabschluss. Ohne Abschluss bleibt man in der Regel Helfer, mit deutlich geringerem Verdienst und schlechteren Aufstiegschancen.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist körperlich. Stehen, Knien, Überkopfarbeit, Heben, Zwangshaltungen unter Maschinen und Fahrzeugen. Öl, Fett, Kühlschmierstoffe, Lärm, Zugluft, in Hallen im Winter Kälte. Hautprobleme und Rückenbeschwerden sind verbreitet, Gehörschutz und Schutzbrille sind kein Formalismus. Wer eine Rot-Grün-Schwäche oder starke Einschränkungen der Feinmotorik hat, stößt an Grenzen.

In der Instandhaltung großer Betriebe wird im Schichtdienst gearbeitet, oft mit Rufbereitschaft am Wochenende. Wenn eine Anlage steht, kostet jede Stunde Geld, und der Druck landet bei den Mechanikern. Im Kundendienst kommen Montageeinsätze und Reisetätigkeit dazu. Verlangt wird außerdem Bereitschaft zum Weiterlernen: Elektronik, Sensorik, Hydraulik und Diagnosesysteme haben in den letzten Jahren einen großen Teil der reinen Mechanik verdrängt.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil bis hoch. Fachkräfte in der Instandhaltung fehlen in fast allen Industriezweigen, in Werkstätten ebenso. Wer gute Arbeit abliefert, findet ohne lange Suche eine Stelle, häufig auch einen Wechsel zu besseren Konditionen.

Entwicklungswege führen über den Industriemeister oder Handwerksmeister, über den Techniker in Maschinenbau oder Fahrzeugtechnik, über Spezialisierungen in Hydraulik, Pneumatik, Schweißtechnik oder Hochvolttechnik. Meister und Techniker übernehmen Schichtführung, Arbeitsvorbereitung oder Werkstattleitung. Wer sich selbstständig machen will, braucht im zulassungspflichtigen Handwerk den Meisterbrief. Auch ein Studium des Maschinenbaus ist mit Berufserfahrung ein realistischer Weg.

Aufgaben

  • Maschinen, Fahrzeuge und Anlagen warten und instand setzen
  • Störungen eingrenzen und Fehlerursachen bestimmen
  • Verschleißteile und Baugruppen aus- und einbauen
  • Bauteile nach Zeichnung fertigen, bohren, drehen, schweißen
  • Hydraulik- und Pneumatiksysteme prüfen und einstellen
  • Mess- und Prüfprotokolle sowie Wartungsnachweise führen
  • Probeläufe durchführen und Maschinen übergeben
  • Ersatzteile bestellen und Reparaturaufwand einschätzen

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung in einem Metall- oder Fahrzeugberuf
  • Technisches Verständnis und Fähigkeit, Zeichnungen und Schaltpläne zu lesen
  • Sorgfalt beim Messen und Einhalten von Toleranzen
  • Körperliche Belastbarkeit, Arbeit in Zwangshaltungen
  • Bereitschaft zu Schicht-, Wochenend- oder Rufbereitschaftsdiensten
  • Führerschein Klasse B für Kundendienst und Montageeinsätze

Wo man arbeitet

  • Industriebetriebe mit eigener Instandhaltung
  • Kfz- und Nutzfahrzeugwerkstätten
  • Maschinen- und Anlagenbauunternehmen
  • Landmaschinen- und Baumaschinenhändler
  • Technische Dienstleister und Servicefirmen
  • Verkehrsbetriebe, Bahn und Luftfahrt

Der Weg in den Beruf

Der Regelweg ist eine duale Ausbildung von dreieinhalb Jahren im Betrieb und in der Berufsschule, etwa als Industriemechaniker oder Kraftfahrzeugmechatroniker. Sie endet mit der Abschluss- oder Gesellenprüfung vor der IHK oder Handwerkskammer. Für Umsteiger gibt es zweijährige Umschulungen mit demselben Abschluss, die von der Agentur für Arbeit gefördert werden können.

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