Manager
Manager führen einen Bereich, ein Team oder ein Projekt und tragen Verantwortung für Ergebnisse, Budgets und Personal. Der Titel ist nicht geschützt und reicht von der Teamleitung mit drei Mitarbeitenden bis zur Geschäftsbereichsleitung.
9 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Manager verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.500 € | 4.500 € | 6.000 € | 54.000 € | |
| Mit Berufserfahrung | 5.000 € | 6.500 € | 9.000 € | 78.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 7.500 € | 10.000 € | 18.000 € | 120.000 € |
Kaum ein Berufsbild streut so stark: Entscheidend sind Branche, Unternehmensgröße, Führungsspanne und Budgetverantwortung, dazu variable Anteile wie Bonus oder Tantieme, die ein Viertel des Einkommens ausmachen können. Tarifverträge greifen nur auf unteren Führungsebenen, etwa der Metall- und Elektroindustrie oder der TVöD-Entgeltgruppen 13 bis 15; leitende Angestellte verhandeln frei, im Handel und in gemeinnützigen Trägern deutlich niedriger als in Industrie, Pharma oder Finanzwesen.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Manager?
Manager planen, entscheiden und kontrollieren. Sie setzen Ziele für ihren Bereich, verteilen Aufgaben und Mittel, verfolgen Kennzahlen und greifen ein, wenn Vorhaben aus dem Ruder laufen. Ein großer Teil des Arbeitstags besteht aus Besprechungen, Abstimmungen mit Nachbarabteilungen und Gesprächen mit Mitarbeitenden: Zielvereinbarungen, Feedback, Konflikte, Krankheitsvertretungen, Einstellungen und in schlechten Zeiten Trennungen. Dazu kommen Berichte an die nächsthöhere Ebene, Budgetplanungen und Präsentationen.
Der Titel sagt wenig über den Inhalt. Ein Produktmanager verantwortet ein Sortiment und dessen Zahlen, ein Projektmanager einen Auftrag mit Termin und Budget, ein Vertriebsmanager ein Gebiet und Umsatzziele, ein Filialmanager einen Standort samt Personal und Ware. Gemeinsam ist die Arbeit über andere: Ergebnisse entstehen durch Menschen, die man nicht selbst steuert wie eine Maschine.
Wie wird man Manager?
"in der Regel über Fachlichkeit. Wer in einem Bereich gute Arbeit leistet, übernimmt zuerst kleine Verantwortung, dann ein Team. Der häufigste Einstieg ist ein Studium in Betriebswirtschaft, Wirtschaftsingenieurwesen, Informatik oder einem Fach, das zur Branche passt, gefolgt von einigen Jahren Fachtätigkeit. Ebenso verbreitet ist der Weg über eine Ausbildung mit anschließender Weiterbildung zum Fachwirt, Betriebswirt oder Meister; im Handel, Handwerk und in der Gastronomie ist das der Normalfall.
Einen geschützten Ausbildungsweg gibt es nicht. Wer Menschen führt, sollte Führung gelernt haben, doch das geschieht meist nebenbei, über interne Programme, Coaching oder Versuch und Irrtum. Ein MBA oder ein berufsbegleitender Master hilft beim Sprung auf höhere Ebenen, ersetzt aber keine Erfahrung.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeitszeit ist selten geregelt. Vertraglich gelten 40 Stunden, tatsächlich sind längere Tage, Abendtermine und Erreichbarkeit im Urlaub verbreitet; Überstunden werden bei leitenden Angestellten oft als mit dem Gehalt abgegolten betrachtet. Reisetätigkeit gehört in vielen Positionen dazu.
Belastend ist weniger die Menge als die Art der Verantwortung. Manager entscheiden mit unvollständigen Informationen und tragen die Folgen. Sie sitzen zwischen Vorgaben von oben und Widerstand von unten, müssen unpopuläre Beschlüsse vertreten, die sie nicht getroffen haben, und Personalgespräche führen, die niemand gern führt. Wer fachliche Arbeit liebt, empfindet den Wechsel oft als Verlust: Man tut nichts mehr selbst fertig. Fachliche Anerkennung weicht der Frage, ob die Zahlen stimmen.
Aussichten
Führungspositionen entstehen laufend, weil Organisationen wachsen, umgebaut werden und ältere Führungskräfte in den Ruhestand gehen. Gleichzeitig bauen viele Unternehmen Ebenen ab, sodass die mittlere Führung unter Druck steht. Gefragt sind Menschen, die Fachtiefe und Führungsfähigkeit verbinden, besonders in Technik, IT, Logistik und Gesundheitswesen.
Entwicklungswege führen in größere Bereiche, in die Geschäftsführung, in die Selbstständigkeit als Berater oder Interimsmanager. Der Wechsel zwischen Branchen ist möglich, wird aber mit steigender Ebene schwieriger, weil dann Netzwerk und Branchenkenntnis zählen. Sicherheit bietet die Rolle nicht: Bei Umstrukturierungen und Eigentümerwechseln trennt man sich von Führungskräften schneller als von Fachkräften.
Aufgaben
- Ziele und Kennzahlen für den eigenen Bereich festlegen und verfolgen
- Aufgaben verteilen, Prioritäten setzen und Engpässe auflösen
- Mitarbeitende führen, beurteilen, einstellen und weiterentwickeln
- Budgets planen, überwachen und Abweichungen begründen
- Entscheidungen vorbereiten und gegenüber der Leitung vertreten
- mit anderen Abteilungen, Kunden und Lieferanten abstimmen
- Berichte, Präsentationen und Konzepte erstellen
- Konflikte im Team und an Schnittstellen klären
Voraussetzungen
- abgeschlossenes Studium oder Berufsausbildung mit Aufstiegsfortbildung
- mehrjährige Berufserfahrung im jeweiligen Fachgebiet
- Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen und zu vertreten
- sicheres Auftreten in Gesprächen und Verhandlungen
- Belastbarkeit bei langen Arbeitstagen und widersprüchlichen Anforderungen
- Zahlenverständnis für Budgets und Kennzahlen
- meist Englisch, in internationalen Unternehmen verhandlungssicher
Wo man arbeitet
- Industrie- und Handelsunternehmen
- Banken, Versicherungen und Beratungen
- Handelsketten und einzelne Filialen
- Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und Verbände
- Behörden und öffentliche Betriebe
- IT- und Technologieunternehmen
Der Weg in den Beruf
Der übliche Weg führt über ein drei- bis fünfjähriges Studium, meist Betriebswirtschaft, Ingenieurwesen oder Informatik, und anschließend etwa drei bis sieben Jahre Fachtätigkeit bis zur ersten Führungsaufgabe. Alternativ qualifiziert eine duale Ausbildung mit Weiterbildung zum Fachwirt, Betriebswirt oder Meister, was in Handel, Handwerk und Gastronomie der Normalfall ist. Führungsfähigkeit selbst wird meist über interne Programme, Coaching und Praxis erworben.
Offene Stellen als Manager
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