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Logistik & Verkehr

Lkw Fahrer C / CE

LKW-Fahrer mit Führerschein der Klassen C oder CE transportieren Güter im Nah-, Regional- oder Fernverkehr, sichern die Ladung und verantworten Fahrzeug und Fracht unterwegs. Der Beruf verbindet langes Fahren mit körperlicher Arbeit beim Be- und Entladen.

36 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Lkw Fahrer C / CE verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.300 € 2.650 € 3.000 € 31.800 €
Mit Berufserfahrung 2.600 € 3.000 € 3.500 € 36.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.900 € 3.350 € 4.200 € 40.200 €

Entscheidend sind Einsatzart und Tarifbindung: Fernverkehr, Gefahrgut, Tank- und Schwertransport zahlen deutlich besser als einfacher Verteilerverkehr, und Spesen, Nacht- sowie Wochenendzulagen machen einen erheblichen Teil des Auszahlungsbetrags aus. Tarifverträge gibt es regional für das Speditions- und Transportgewerbe, im kommunalen Bereich gilt der TVöD.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein LKW-Fahrer C/CE?

LKW-Fahrer bringen Güter von A nach B: Baustoffe zur Baustelle, Paletten vom Zentrallager in die Filiale, Container vom Hafen ins Binnenland, Tanksattelzüge zur Tankstelle. Die Klasse C berechtigt zum Führen von Fahrzeugen über 3,5 Tonnen, die Klasse CE zusätzlich zu Zügen mit Anhänger oder Sattelauflieger. Vor der Fahrt steht die Abfahrtkontrolle: Reifen, Beleuchtung, Bremsen, Ölstand, Ladungssicherung. Dann folgen Tour und Papiere, Lieferscheine, Frachtbriefe, Zeiterfassung über den digitalen Fahrtenschreiber.

Der Alltag hängt stark vom Segment ab. Im Nahverkehr sind es viele Stopps, viel Rangieren in engen Höfen, häufiges Be- und Entladen mit Hubwagen oder Mitnahmestapler, dafür Feierabend zu Hause. Im Fernverkehr sind es lange Etappen, Übernachtungen in der Kabine und mehrere Tage bis Wochen unterwegs. Entsorgung, Baustellenverkehr, Kühltransport, Gefahrgut oder Schwerlast haben jeweils eigene Anforderungen.

Wie wird man LKW-Fahrer C/CE?

Der schnellste Weg ist der Erwerb der Fahrerlaubnis C oder CE ab 21 Jahren, in Verbindung mit einer Berufsausbildung ab 18. Dazu kommt zwingend die Grundqualifikation nach dem Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz sowie alle fünf Jahre eine Weiterbildung von 35 Stunden. Der Führerschein kostet mehrere Tausend Euro; Arbeitsagentur, Jobcenter oder Speditionen fördern ihn häufig, teils gegen Bindungsfrist.

Wer den vollständigen Ausbildungsberuf wählt, absolviert die dreijährige Lehre zum Berufskraftfahrer im dualen System, oft bei Speditionen, Bauunternehmen, Entsorgern oder kommunalen Betrieben. Auch die Bundeswehr und der Quereinstieg aus Lager, Handwerk oder Landwirtschaft sind übliche Wege. Wer schon Erfahrung mit großen Fahrzeugen hat, kommt schneller zurecht.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeitszeiten sind unregelmäßig. Frühstarts um vier Uhr, Nachtfahrten, Wochenendtouren und Wartezeiten an Rampen gehören dazu. Lenk- und Ruhezeiten sind gesetzlich vorgegeben und werden kontrolliert; Verstöße kosten Geld und im Wiederholungsfall die Fahrerlaubnis. Der Zeitdruck durch feste Zeitfenster ist hoch, die Verantwortung für ein Fahrzeug im Wert einer Immobilie ebenso.

Körperlich fordert vor allem der Verteilerverkehr: Rollcontainer schieben, Planen öffnen, Spanngurte setzen, bei jedem Wetter. Rückenprobleme, Übergewicht und Schlafmangel sind verbreitet. Der Fernverkehr bringt soziale Isolation, mangelhafte Parkplatz- und Sanitärsituation an Autobahnen und wenig Familienleben. Nötig sind ein gesundheitliches Eignungsgutachten samt Sehtest, Zuverlässigkeit und Gelassenheit im Verkehr.

Aussichten

Fahrer werden bundesweit gesucht. Ein großer Teil der Beschäftigten geht in den kommenden Jahren in Rente, der Nachwuchs reicht nicht nach. Wer den CE-Führerschein und eine saubere Fahrhistorie hat, findet zügig eine Stelle, oft mit der Wahl zwischen Nah- und Fernverkehr. Zusatzqualifikationen erhöhen den Wert deutlich: ADR für Gefahrgut, Kran, Tank, Schwertransport, Silo oder Tierbeförderung.

Entwicklungswege führen in die Disposition, zur Fahrlehrer- oder Ausbilderfunktion, zum Fuhrparkleiter oder in die Selbstständigkeit als Frachtführer. Automatisiertes Fahren wird den Beruf mittelfristig verändern, ersetzt aber die Arbeit an Rampe, Baustelle und Kunden auf absehbare Zeit nicht.

Aufgaben

  • Güter im Nah-, Regional- oder Fernverkehr transportieren
  • Abfahrtkontrolle und Pflege des Fahrzeugs durchführen
  • Ladung sichern, verzurren und Gewichtsverteilung prüfen
  • Be- und Entladen mit Hubwagen, Kran oder Mitnahmestapler
  • Lieferscheine, Frachtpapiere und Fahrtenschreiber bearbeiten
  • Lenk- und Ruhezeiten einhalten und dokumentieren
  • Kundenkontakt bei Anlieferung und Abnahme
  • Störungen, Schäden und Verzögerungen an die Disposition melden

Voraussetzungen

  • Fahrerlaubnis Klasse C oder CE, in der Regel ab 21 Jahren
  • Grundqualifikation nach BKrFQG und Weiterbildung alle fünf Jahre
  • Gesundheitliche Eignung mit ärztlichem Gutachten und Sehtest
  • Körperliche Belastbarkeit für Ladearbeiten bei jedem Wetter
  • Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und Bereitschaft zu unregelmäßigen Zeiten
  • Deutschkenntnisse für Papiere und Kundenkontakt
  • Je nach Einsatz ADR-Schein, Kran- oder Staplerberechtigung

Wo man arbeitet

  • Speditionen und Transportunternehmen
  • Handels- und Industriebetriebe mit eigenem Fuhrpark
  • Bauunternehmen und Baustoffhandel
  • Entsorgungsbetriebe und kommunale Fuhrparks
  • Paket- und Kurierdienste
  • Tank- und Gefahrgutlogistik

Der Weg in den Beruf

Übliche Wege sind der Erwerb der Fahrerlaubnis C oder CE zusammen mit der Grundqualifikation nach BKrFQG, meist in wenigen Monaten und häufig durch Arbeitsagentur oder Arbeitgeber gefördert. Alternativ führt die dreijährige duale Ausbildung zum Berufskraftfahrer zu einem anerkannten Abschluss inklusive Führerschein. Alle fünf Jahre ist eine Weiterbildung von 35 Stunden Pflicht.

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