Was macht eine Küchenhilfskraft?
Küchenhilfskräfte übernehmen die vorbereitenden und begleitenden Arbeiten, ohne die kein Küchenbetrieb läuft. Sie schälen und schneiden Gemüse, portionieren Salate, rühren Dressings an, panieren Schnitzel, füllen Beilagen in Wärmebehälter. Sie nehmen Warenlieferungen an, kontrollieren Temperaturen und Haltbarkeitsdaten, räumen Kühlhäuser ein. Ein großer Teil der Arbeitszeit geht für Spülen und Reinigen drauf: Töpfe, Bleche und Rührkessel von Hand, Geschirr und Besteck an der Spülmaschine, danach Arbeitsflächen, Böden, Abzugshauben und Fettfilter.
In der Gemeinschaftsverpflegung, also in Krankenhäusern, Pflegeheimen, Schulen und Betriebskantinen, kommt die Essensausgabe hinzu: Speisen an der Theke portionieren, Tabletts bestücken, Diät- und Sonderkostformen auseinanderhalten. In der Gastronomie arbeiten Küchenhilfskräfte eng an den Köchinnen und Köchen, reichen zu, richten an, halten den Posten sauber. Wer zuverlässig ist und mitdenkt, bekommt schnell mehr Verantwortung übertragen.
Wie wird man Küchenhilfskraft?
Eine abgeschlossene Berufsausbildung ist nicht erforderlich. Eingestellt wird meist direkt, angelernt wird im Betrieb innerhalb weniger Tage. Vorgeschrieben ist eine Erstunterweisung nach dem Infektionsschutzgesetz, früher als Gesundheitszeugnis bezeichnet; sie wird vom Gesundheitsamt oder einem beauftragten Arzt erteilt und muss jährlich vom Betrieb wiederholt werden. Für die Arbeit in der Gemeinschaftsverpflegung sind Grundkenntnisse in Deutsch nötig, um Rezepturen, Allergenlisten und Hygienevorschriften zu verstehen.
Der Beruf ist ein häufiger Einstieg für Menschen ohne deutschen Berufsabschluss und für Wiedereinsteiger. Wer bleiben will, kann eine verkürzte Ausbildung zur Fachkraft Küche oder eine vollständige Ausbildung zum Koch oder zur Köchin anschließen; Umschulungen fördert in vielen Fällen die Agentur für Arbeit. Auch die Externenprüfung ist möglich, wenn genügend Berufsjahre nachgewiesen werden.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit findet im Stehen statt, oft acht Stunden mit kurzen Pausen, bei Hitze, Zugluft und Lärm. Kisten, Kanister und Kessel werden getragen, Spülkörbe gehoben, nasse Böden gewischt. Rückenbeschwerden, Hautprobleme durch Reinigungsmittel und Schnittverletzungen sind verbreitet. Der Zeitdruck ist hoch, weil die Essensausgabe zu einer festen Uhrzeit steht und keine Verschiebung erlaubt.
Die Arbeitszeiten liegen dort, wo andere frei haben: Abende und Wochenenden in der Gastronomie, früher Morgen in Großküchen, Feiertagsdienste in Kliniken und Heimen. Viele Stellen sind Teilzeit oder auf Abruf, in Hotels und Ausflugsgastronomie oft saisonal befristet. Die Bezahlung liegt in weiten Teilen der Branche nahe am Mindestlohn. Personalmangel führt dazu, dass Ausfälle auf den Anwesenden hängenbleiben.
Aussichten
Die Nachfrage ist dauerhaft hoch und in fast jeder Region vorhanden, weil Großküchen, Kliniken, Heime und Gastronomie ständig Personal suchen. Wer schnell und verlässlich arbeitet, findet unbefristete Stellen und kann zwischen Betrieben wechseln, ohne lange zu suchen. Ohne Abschluss bleibt das Gehalt jedoch niedrig und die Aufstiegsmöglichkeiten enden bald.
Entwicklung führt fast immer über eine Qualifikation: Fachkraft Küche in zwei Jahren, Koch oder Köchin in drei. Danach sind Postenverantwortung, Diätküche oder Schichtleitung in der Gemeinschaftsverpflegung erreichbar. Innerhalb der Hilfstätigkeit selbst sind Vorarbeiterrollen im Spül- oder Ausgabebereich möglich, meist in großen Betrieben mit Tarifbindung.