Reinigungskraft
Reinigungskräfte halten Büros, Wohnhäuser, Krankenhäuser, Schulen und Produktionshallen sauber. Die Arbeit ist körperlich, oft in den frühen Morgen- oder Abendstunden, und folgt festen Reinigungsplänen.
17 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Reinigungskraft verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.100 € | 2.300 € | 2.500 € | 27.600 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.300 € | 2.500 € | 2.800 € | 30.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 2.600 € | 2.900 € | 3.500 € | 34.800 € |
Maßgeblich ist der allgemeinverbindliche Rahmen- und Lohntarifvertrag für das Gebäudereinigerhandwerk, dessen Lohngruppe 1 für die Innenreinigung nur knapp über dem gesetzlichen Mindestlohn liegt; Glas- und Fassadenreinigung sowie Vorarbeit und Objektleitung werden höher eingruppiert. Entscheidend für das tatsächliche Monatseinkommen ist vor allem der Stundenumfang, da ein großer Teil der Stellen Teilzeit oder Minijob ist.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht eine Reinigungskraft?
Reinigungskräfte sorgen dafür, dass Gebäude benutzbar und hygienisch bleiben. Der Alltag besteht aus Staubsaugen und Wischen von Böden, Leeren von Papierkörben, Reinigen von Sanitäranlagen, Abwischen von Schreibtischen, Türklinken und Fensterbänken, Auffüllen von Seife und Papierhandtüchern. Je nach Objekt kommen Treppenhäuser, Aufzüge, Glasflächen, Küchen oder Umkleiden hinzu.
Welche Fläche in welcher Reihenfolge und mit welchem Mittel behandelt wird, gibt ein Leistungsverzeichnis vor. In Krankenhäusern und Pflegeheimen gelten Desinfektionspläne, dort wird zwischen unterhaltsreiniger und desinfizierender Reinigung unterschieden und die Reihenfolge der Räume ist festgelegt. In der Industrie geht es um Maschinenumfeld, Ölrückstände und Hallenböden mit Aufsitzmaschine. In der Glas- und Fassadenreinigung arbeitet man mit Teleskopstangen, Hebebühnen oder auf Leitern.
Meist ist man allein oder in kleinen Teams in einem Objekt unterwegs, oft außerhalb der Geschäftszeiten. Wer mehrere kleine Objekte betreut, fährt sie nacheinander an.
Wie wird man Reinigungskraft?
Für einfache Unterhaltsreinigung ist keine Ausbildung nötig. Eingelernt wird im Betrieb, meist in wenigen Tagen an der Seite einer erfahrenen Kollegin, dazu kommen Unterweisungen zu Reinigungsmitteln, Dosierung und Arbeitsschutz. Deutschkenntnisse auf einfachem Niveau reichen häufig aus, in Kliniken werden sie etwas höher angesetzt.
Wer im Beruf bleiben will, kann die dreijährige Ausbildung zur Gebäudereinigerin oder zum Gebäudereiniger machen. Sie deckt Glas- und Fassadenreinigung, Bodenbeschichtung, Desinfektion und Maschinentechnik ab und öffnet Wege zu besser bezahlten Sonderarbeiten. Darauf aufbauend gibt es die Fortbildung zum Gebäudereinigermeister und die Objektleitung. Quereinstieg ist in diesem Beruf die Regel, nicht die Ausnahme; viele kommen aus anderen Branchen oder aus dem Ausland.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit belastet Rücken, Knie, Schultern und Handgelenke. Bücken, Heben, immer gleiche Bewegungen, feuchte Hände, Reinigungsmittel auf der Haut. Hauterkrankungen und Gelenkbeschwerden sind verbreitet. Die Arbeitszeiten liegen häufig vor sechs Uhr morgens oder nach achtzehn Uhr, in Kliniken auch am Wochenende. Sehr viele Stellen sind Teilzeit- oder Minijobs, was das monatliche Einkommen deutlich unter das rechnerische Vollzeitniveau drückt.
Der Zeitdruck ist real: Flächen und Minuten sind kalkuliert, Verzögerungen holt niemand auf. Anerkennung ist selten, Kontakt zu den Menschen im Gebäude oft flüchtig. Zuverlässigkeit, Diskretion in fremden Büros und Sorgfalt beim Umgang mit Chemie sind die Kernanforderungen. Für viele Objekte ist ein Führerschein hilfreich.
Aussichten
Reinigungskräfte werden überall und dauerhaft gesucht, die Gebäudereinigung ist eine der größten Branchen des Handwerks. Wer sucht, findet in der Regel schnell Arbeit; die Fluktuation in den Betrieben ist hoch. Aufstieg ist möglich, aber begrenzt: über Vorarbeit, Objektleitung, Spezialbereiche wie Glas- und Fassadenreinigung, Desinfektion oder Bauschlussreinigung, im weiteren Verlauf über Meisterprüfung und eigenen Betrieb. Für die einfache Unterhaltsreinigung bleibt die Bezahlung nahe an der unteren Lohngruppe des Tarifvertrags.
Aufgaben
- Böden saugen, wischen und maschinell reinigen
- Sanitäranlagen reinigen und desinfizieren
- Oberflächen, Türklinken und Möbel abwischen
- Abfälle sammeln, trennen und entsorgen
- Verbrauchsmaterial wie Seife und Papier auffüllen
- Reinigungsmittel nach Vorgabe dosieren und Geräte pflegen
- Sonderreinigungen wie Glasflächen, Küchen oder Treppenhäuser übernehmen
- Mängel und Schäden im Objekt melden
Voraussetzungen
- kein Schulabschluss zwingend erforderlich, Einarbeitung im Betrieb
- körperliche Belastbarkeit, Bücken, Stehen und Heben über Stunden
- Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit, auch zu Rand- und Nachtzeiten
- Sorgfalt beim Umgang mit Reinigungs- und Desinfektionsmitteln
- einfache Deutschkenntnisse für Arbeitsanweisungen und Hygienepläne
- keine Allergien oder Hauterkrankungen gegen Feuchtarbeit und Chemie
- Führerschein für Objekte im Wechsel von Vorteil
Wo man arbeitet
- Gebäudereinigungsunternehmen und Dienstleister
- Krankenhäuser, Pflegeheime und Arztpraxen
- Büro- und Verwaltungsgebäude
- Schulen, Kitas und öffentliche Einrichtungen
- Hotels und Gastronomie
- Industrie- und Produktionsbetriebe
Der Weg in den Beruf
Für die Unterhaltsreinigung genügt eine Einarbeitung im Betrieb, sie dauert wenige Tage bis Wochen und schließt Unterweisungen zu Arbeitsschutz und Reinigungschemie ein. Wer einen Abschluss anstrebt, absolviert die dreijährige duale Ausbildung zur Gebäudereinigerin oder zum Gebäudereiniger. Darauf kann die Meisterprüfung im Gebäudereinigerhandwerk aufbauen.
Offene Stellen als Reinigungskraft
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- 2.150 – 3.400 €
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