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Gastronomie & Tourismus

Beikoch

Beiköche arbeiten in der Küche als angelernte Fachkraft: Sie bereiten Zutaten vor, kochen einfache Gerichte und unterstützen die ausgebildeten Köche an ihren Posten. Der Beruf ist ein Einstieg in die Küche ohne vollständige Kochausbildung.

9 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Beikoch verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.150 € 2.300 € 2.500 € 27.600 €
Mit Berufserfahrung 2.300 € 2.550 € 2.900 € 30.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.500 € 2.800 € 3.300 € 33.600 €

Die Gastronomie zahlt vielfach nahe am gesetzlichen Mindestlohn; die regionalen DEHOGA-Tarifverträge gelten nur für tarifgebundene Betriebe und liegen zwischen den Bundesländern weit auseinander. Deutlich besser bezahlt werden Küchen im öffentlichen Dienst und in der Betriebs- oder Klinikverpflegung nach TVöD, wo zudem Zuschläge für Wochenend- und Feiertagsarbeit anfallen.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Beikoch?

Ein Beikoch übernimmt in der Küche die vorbereitenden und einfacheren Arbeiten. Dazu gehört das Putzen und Schneiden von Gemüse, das Portionieren von Fleisch und Fisch, das Ansetzen von Fonds und Suppen, das Anrichten von Salaten und kalten Platten sowie das Zubereiten unkomplizierter Gerichte wie Beilagen, Aufläufe oder Frühstücksspeisen. Während des Service arbeitet der Beikoch häufig an einem festen Posten mit, gibt Teller an die Ausgabe und hält dem Küchenchef oder den Köchen den Rücken frei.

Dazu kommt alles, was den Betrieb einer Küche am Laufen hält: Warenannahme und Kontrolle der Lieferungen, Einlagern nach Kühlvorschriften, Führen der Temperaturlisten, Reinigen von Arbeitsflächen und Geräten, Beachtung der HACCP-Vorgaben. In kleinen Betrieben ist die Grenze zum Küchenhelfer fließend, in großen Küchen von Kliniken, Kantinen oder Hotels ist der Beikoch ein klar umschriebener Posten mit eigenen Zuständigkeiten.

Wie wird man Beikoch?

Es gibt in Deutschland keine dreijährige duale Ausbildung mit diesem Titel. Der übliche Weg führt über die Praxis: Wer als Küchenhilfe anfängt und zeigt, dass er sauber und schnell arbeitet, wird angelernt und übernimmt schrittweise mehr. Formaler geht es über eine zweijährige Ausbildung zur Fachkraft Küche, über die geregelte Ausbildung zum Fachpraktiker Küche für Menschen mit Behinderung oder über Teilqualifikationen und Umschulungen, die die Arbeitsagentur und Bildungsträger anbieten. Wichtig ist in jedem Fall die Bescheinigung nach dem Infektionsschutzgesetz, die vor dem ersten Arbeitstag vorliegen muss.

Schulische Voraussetzungen sind gering, viele Betriebe stellen ohne Abschluss ein. Deutschkenntnisse auf einfachem Niveau genügen meist, weil in der Küche mit kurzen, wiederkehrenden Anweisungen gearbeitet wird. Wer weiterkommen will, kann die Externenprüfung zum Koch ablegen, wenn genügend Berufsjahre nachgewiesen werden.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist körperlich anstrengend. Acht Stunden und mehr im Stehen, Hitze am Herd, Kälte im Kühlhaus, schwere Kisten und Töpfe, Zugluft, Lärm. Schnittwunden und Verbrennungen gehören zum Alltag. Die Arbeitszeiten liegen dort, wo andere frei haben: abends, an Wochenenden, an Feiertagen, oft geteilt in Vormittags- und Abendschicht. In der Saison sind Überstunden die Regel, in Ferienregionen ist die Beschäftigung teils saisonal befristet.

Dazu kommt der Ton in vielen Küchen, der direkt und laut ist, und der Druck während des Service, wenn dreißig Bestellungen gleichzeitig hängen. Die Bezahlung liegt in der Gastronomie im unteren Bereich, häufig nahe am Mindestlohn. Wer sich davon nicht abbringen lässt, findet einen Beruf mit sichtbarem Ergebnis am Ende jeder Schicht und mit einem starken Zusammenhalt im Team.

Aussichten

Der Personalmangel in der Gastronomie ist groß, offene Stellen gibt es fast überall und meist ohne lange Bewerbungsverfahren. Wer zuverlässig ist und bleibt, wird gebraucht. Beständigere Bedingungen bieten Betriebsgastronomie, Klinik- und Seniorenverpflegung sowie Schul- und Mensaküchen, weil dort geregeltere Zeiten und häufiger Tarifbindung gelten. Der wichtigste Entwicklungsschritt ist der Kochabschluss über die Externenprüfung; danach stehen Posten als Chef de Partie, Souschef oder Küchenleitung offen. Auch ein Wechsel in die Systemgastronomie mit Aufstieg in die Schichtleitung ist ein üblicher Weg.

Aufgaben

  • Gemüse, Obst, Fleisch und Fisch vorbereiten und zuschneiden
  • einfache Gerichte, Beilagen, Suppen und Salate zubereiten
  • während des Service an einem Küchenposten mitarbeiten und Teller anrichten
  • Warenlieferungen annehmen, prüfen und sachgerecht einlagern
  • Temperaturen dokumentieren und die HACCP-Vorgaben einhalten
  • Arbeitsflächen, Geräte und Küchengeschirr reinigen
  • dem Küchenchef und den Köchen bei Sonderaufgaben zur Hand gehen

Voraussetzungen

  • Bescheinigung nach dem Infektionsschutzgesetz vor Arbeitsbeginn
  • gute körperliche Belastbarkeit, langes Stehen, Hitze und Heben
  • Bereitschaft zu Abend-, Wochenend- und Feiertagsarbeit
  • Sauberkeit, Tempo und Sorgfalt auch unter Zeitdruck
  • Teamfähigkeit und Belastbarkeit bei rauem Umgangston
  • einfache Deutschkenntnisse für Anweisungen und Rezepturen

Wo man arbeitet

  • Restaurants und Gasthäuser
  • Hotelküchen
  • Kantinen und Betriebsgastronomie
  • Küchen in Kliniken, Pflegeheimen und Mensen
  • Catering- und Eventküchen
  • Systemgastronomie

Der Weg in den Beruf

Meist erfolgt der Einstieg als Küchenhilfe mit Anlernen im Betrieb über einige Monate bis zwei Jahre. Formale Wege sind die zweijährige Ausbildung zur Fachkraft Küche, die Ausbildung zum Fachpraktiker Küche oder Teilqualifizierungen über Bildungsträger. Wer mehrere Jahre in der Küche gearbeitet hat, kann die Externenprüfung zum Koch ablegen und damit einen vollen Berufsabschluss erwerben.

Offene Stellen als Beikoch

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2.200 – 5.500 €

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