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Gastronomie & Tourismus

Küchenhilfe

Küchenhilfen unterstützen Köchinnen und Köche bei der Vorbereitung von Speisen, putzen und schneiden Gemüse, spülen Geschirr und halten die Küche sauber. Der Einstieg ist ohne Ausbildung möglich, die Arbeit körperlich anstrengend und meist niedrig bezahlt.

13 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Küchenhilfe verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.100 € 2.250 € 2.450 € 27.000 €
Mit Berufserfahrung 2.200 € 2.450 € 2.750 € 29.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.400 € 2.700 € 3.200 € 32.400 €

Die Bezahlung liegt in großen Teilen der Gastronomie nahe am gesetzlichen Mindestlohn; deutlich mehr zahlen tarifgebundene Arbeitgeber, etwa Kliniken, Mensen und kommunale Einrichtungen nach TVöD oder Betriebe mit Tarifvertrag der Gewerkschaft NGG. Zuschläge für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit können das Monatsentgelt spürbar erhöhen.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht eine Küchenhilfe?

Küchenhilfen übernehmen die vorbereitenden und begleitenden Arbeiten in einer Küche. Sie waschen, schälen und schneiden Gemüse, portionieren Fleisch und Fisch, richten Salate und Desserts an, füllen Vorräte auf und bereiten einfache Gerichte selbst zu. Während des Services reichen sie Zutaten an, bestücken die Ausgabe und stellen Teller bereit. Ein großer Teil der Arbeitszeit entfällt auf Reinigung: Töpfe und Bleche spülen, Arbeitsflächen desinfizieren, Böden wischen, Fettfilter tauschen, Müll trennen und Kühlräume kontrollieren. Dazu gehört das Einhalten der Hygienevorschriften nach HACCP, also etwa Temperaturen dokumentieren und Ware auf Verfallsdaten prüfen. Wer länger dabei ist, übernimmt oft auch Wareneingangskontrollen oder die Einarbeitung neuer Kräfte.

Wie wird man Küchenhilfe?

Eine Ausbildung ist nicht vorgeschrieben. Betriebe stellen häufig ohne formalen Abschluss ein und lernen neue Kräfte in wenigen Tagen an. Notwendig ist eine Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz durch das Gesundheitsamt oder einen Arzt, die vor Arbeitsbeginn vorliegen muss und regelmäßig wiederholt wird. Wer sich weiterentwickeln will, kann die zweijährige Ausbildung zur Fachkraft Küche absolvieren oder die dreijährige Ausbildung zum Koch beziehungsweise zur Köchin anschließen. Auch eine Externenprüfung bei der Industrie- und Handelskammer ist möglich, wenn genügend Berufsjahre nachgewiesen werden. Für Menschen mit Migrationsgeschichte ist der Beruf oft ein erster Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt, weil Sprachkenntnisse auf einfachem Niveau zunächst genügen.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit findet im Stehen statt, über die ganze Schicht, auf harten Böden, bei Hitze und Lärm. Kisten, Töpfe und Gebinde müssen getragen werden, die Hände sind ständig im Wasser, Hautprobleme sind verbreitet. Küchen arbeiten dann, wenn andere frei haben: abends, an Wochenenden, an Feiertagen. Geteilte Dienste mit Pause zwischen Mittag- und Abendgeschäft sind in der Gastronomie üblich und zerreißen den Tag. Während des Services herrscht Zeitdruck, der Ton kann laut und knapp sein. Überstunden fallen häufig an und werden nicht in jedem Betrieb ordentlich erfasst. Die Bezahlung liegt in vielen Häusern nahe am Mindestlohn. Wer damit zurechtkommt, findet dafür eine überschaubare, oft eingespielte Teamarbeit mit klaren Abläufen und Anerkennung durch verlässliche Leistung.

Aussichten

Der Bedarf ist hoch und stabil. Restaurants, Kantinen, Krankenhäuser, Pflegeheime, Hotels und Cateringfirmen suchen dauerhaft Personal, weil die Fluktuation groß ist. Stellen sind daher fast überall zu finden, auch kurzfristig und in Teilzeit. Wer bleiben will, sollte auf den Betriebstyp achten: Betriebsgastronomie, Kliniken und Mensen bieten planbarere Zeiten als klassische Restaurants, häufig ohne Spätdienst und mit tariflicher Bindung. Aufstieg führt über eine Qualifikation: als Fachkraft Küche oder ausgebildete Köchin steigen Verantwortung und Verdienst deutlich, ebenso mit Positionen wie Vorarbeiter in der Großküche oder Leitung der Spülküche. Ohne Abschluss bleibt die Entwicklung begrenzt, längere Betriebszugehörigkeit wird aber vielfach mit Zuschlägen honoriert.

Aufgaben

  • Gemüse, Obst und Salate waschen, schälen und schneiden
  • Zutaten für Köchinnen und Köche vorbereiten und anreichen
  • einfache Gerichte, Beilagen und Desserts zubereiten und anrichten
  • Geschirr, Töpfe und Küchengeräte reinigen
  • Arbeitsflächen, Böden und Kühlräume säubern und desinfizieren
  • Ware annehmen, einlagern und Verfallsdaten prüfen
  • Hygienevorgaben nach HACCP einhalten und Temperaturen dokumentieren

Voraussetzungen

  • kein bestimmter Schulabschluss erforderlich
  • Gesundheitsbelehrung nach Infektionsschutzgesetz vor Arbeitsbeginn
  • körperliche Belastbarkeit: langes Stehen, Tragen, Hitze und Nässe
  • Bereitschaft zu Abend-, Wochenend- und Feiertagsarbeit
  • Sauberkeit, Zuverlässigkeit und Tempo unter Zeitdruck
  • Grundkenntnisse Deutsch für Absprachen im Team

Wo man arbeitet

  • Restaurants, Gasthäuser und Hotelküchen
  • Kantinen und Betriebsgastronomie
  • Küchen in Krankenhäusern und Pflegeheimen
  • Mensen und Schulverpflegung
  • Cateringbetriebe und Großküchen
  • Imbissbetriebe und Systemgastronomie

Der Weg in den Beruf

Der Einstieg erfolgt in der Regel als angelernte Kraft ohne Ausbildung, die Einarbeitung dauert wenige Tage bis Wochen. Wer einen Abschluss nachholen möchte, kann die zweijährige Ausbildung zur Fachkraft Küche oder die dreijährige Ausbildung zum Koch absolvieren, alternativ nach mehreren Berufsjahren eine Externenprüfung bei der IHK ablegen.

Offene Stellen als Küchenhilfe

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