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Logistik & Verkehr

Kommissionierer für Frische im Logistikzentrum

Kommissionierer für Frische stellen im Kühlbereich eines Logistikzentrums Bestellungen für Supermärkte und Gastronomie zusammen – Obst, Gemüse, Molkereiprodukte, Fleisch. Gearbeitet wird bei zwei bis sieben Grad, meist in Nacht- oder Frühschicht.

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Gehalt

Was man als Kommissionierer für Frische im Logistikzentrum verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.200 € 2.500 € 2.800 € 30.000 €
Mit Berufserfahrung 2.500 € 2.800 € 3.200 € 33.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.800 € 3.200 € 3.800 € 38.400 €

Entscheidend sind Tarifbindung und Zuschläge: In Betrieben mit dem Tarifvertrag für Speditions-, Logistik- und Transportwirtschaft oder dem Groß- und Außenhandelstarif liegen die Grundlöhne deutlich über dem Mindestlohnniveau der Zeitarbeit. Nacht-, Sonn- und Kältezulagen können das Monatsentgelt um mehrere Hundert Euro erhöhen, viele Betriebe zahlen zusätzlich Leistungsprämien nach Pickzahlen.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Kommissionierer für Frische?

Im Frischebereich eines Logistikzentrums werden Waren zusammengestellt, die nur wenige Tage haltbar sind: Salat, Joghurt, Käse, Hackfleisch, Backwaren. Die Aufträge kommen über ein Handgerät, einen Handschuh-Scanner oder per Kopfhörer als Sprachanweisung. Der Kommissionierer fährt mit einem Mitgänger-Flurförderzeug oder Kommissionierstapler durch die Gänge, nimmt die angesagte Menge aus dem Regal, legt sie auf Palette oder Rollcontainer und quittiert die Position.

Dabei geht es nicht nur um Stückzahlen. Frischware wird kontrolliert: Mindesthaltbarkeitsdatum, Temperatur, beschädigte Umverpackungen, angebrochene Kisten. Wer eine Palette für den Supermarkt baut, muss sie so stapeln, dass Tomaten nicht unter Milchkisten geraten und der Turm die Fahrt im Lkw übersteht. Am Ende wird gewickelt, etikettiert und in der Bereitstellzone für die Tour abgestellt. Häufig kommt Leergutsortierung dazu, das Melden von Fehlbeständen und die Rückführung von Reklamationsware.

Wie wird man Kommissionierer für Frische?

Der Einstieg ist ohne Ausbildung möglich, oft über Zeitarbeit oder direkt als Helfertätigkeit. Verlangt werden meist Deutschkenntnisse für die Auftragsansage, Schichtbereitschaft und der Nachweis, dass körperlich schwere Arbeit im Kühlbereich zumutbar ist. Der Staplerschein wird häufig im Betrieb finanziert und in wenigen Tagen erworben; wer ihn hat, wird bevorzugt eingestellt. Eine dreijährige Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik oder die zweijährige zum Fachlager

Aufgaben

  • Aufträge nach Handgerät, Scanner oder Sprachansage zusammenstellen
  • Frischware aus Regalen und Blocklagern entnehmen und auf Paletten stapeln
  • Mindesthaltbarkeitsdaten und Warenzustand prüfen
  • Paletten und Rollcontainer wickeln, etikettieren und bereitstellen
  • Mitgänger-Flurförderzeuge und Kommissionierstapler fahren
  • Fehlbestände, Bruch und Temperaturabweichungen melden
  • Leergut sortieren und zurückführen

Voraussetzungen

  • Kein Schulabschluss zwingend, Lesen von Auftragslisten und Etiketten notwendig
  • Bereitschaft zu Nacht-, Früh- und Wochenendschichten
  • Körperliche Belastbarkeit: Heben und Tragen von 15 bis 25 Kilogramm über Stunden
  • Unempfindlichkeit gegen Kälte und Zugluft im Bereich von zwei bis sieben Grad
  • Staplerschein oder Bereitschaft, ihn zu erwerben
  • Zuverlässigkeit und Tempo, da nach Leistungskennzahlen gearbeitet wird

Wo man arbeitet

  • Zentrallager von Lebensmitteleinzelhandelsketten
  • Frischelogistikzentren von Speditionen
  • Belieferungslager für Gastronomie und Großverbraucher
  • Verteilzentren von Online-Lebensmittelhändlern
  • Obst- und Gemüseumschlagbetriebe

Der Weg in den Beruf

Der Einstieg erfolgt in der Regel als angelernte Kraft mit betrieblicher Einweisung von wenigen Tagen bis Wochen, häufig zunächst über Zeitarbeit. Der Staplerschein wird meist im Betrieb erworben. Wer bleiben will, kann die zweijährige Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik-Vorstufe (Fachlagerist) oder die dreijährige zur Fachkraft für Lagerlogistik nachholen, auch über eine Externenprüfung bei der Industrie- und Handelskammer.

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