Zum Inhalt springen
Handwerk & Produktion

Kfz-Mechatroniker Schwerpunkt Bus am

Kfz-Mechatroniker mit Schwerpunkt Bus warten, prüfen und reparieren Linien-, Reise- und Gelenkbusse - von der Dieseleinspritzung über Türsteuerungen bis zur Hochvoltanlage von Elektrobussen. Gearbeitet wird in Werkstätten von Verkehrsbetrieben, Busunternehmen und Nutzfahrzeug-Servicebetrieben.

0 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Kfz-Mechatroniker Schwerpunkt Bus am verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.500 € 2.850 € 3.200 € 34.200 €
Mit Berufserfahrung 3.000 € 3.400 € 3.900 € 40.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.500 € 4.100 € 4.900 € 49.200 €

Am stärksten hängt das Gehalt vom Arbeitgeber ab: kommunale Verkehrsbetriebe zahlen nach TV-N des jeweiligen Bundeslandes oder TVöD und liegen samt Schicht-, Nacht- und Wochenendzulagen deutlich über kleinen privaten Busunternehmen, die häufig nur am Tarif des Kfz-Handwerks orientiert oder tariffrei bezahlen. Hochvolt-Qualifikation, Prüfberechtigungen und Bereitschaftsdienste erhöhen das Einkommen zusätzlich.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Kfz-Mechatroniker mit Schwerpunkt Bus?

Die Arbeit dreht sich um Fahrzeuge, die täglich mehrere hundert Kilometer im Stadtverkehr zurücklegen und dabei Personen befördern. Auf dem Programm stehen die vorgeschriebenen Wartungsintervalle, das Vorbereiten und Begleiten der Hauptuntersuchung sowie die Sicherheitsprüfung, dazu Bremsenprüfstand, Achsvermessung, Ölwechsel an Motor und Getriebe, Wechsel von Filtern, Bremsbelägen, Luftfederbälgen und Reifen. Ein großer Teil der Fehlersuche läuft heute über Diagnosegeräte: Bussysteme auslesen, Fehlerspeicher auswerten, Steuergeräte parametrieren, Software aufspielen. Defekt sind oft Türantriebe, Kneeling-Anlagen, Klimaanlagen, Fahrgastinformations- und Kamerasysteme oder die Druckluftaufbereitung. Bei Elektro- und Wasserstoffbussen kommen Traktionsbatterie, Ladetechnik und Kühlkreisläufe dazu - Arbeiten, die nur mit Hochvolt-Qualifikation und freigeschaltetem Fahrzeug erlaubt sind. Wer im Verkehrsbetrieb arbeitet, kennt außerdem den Störungsdienst: liegengebliebene Fahrzeuge auf der Strecke wieder fahrbereit machen oder abschleppen lassen.

Wie wird man Kfz-Mechatroniker mit Schwerpunkt Bus?

Grundlage ist die dreieinhalbjährige duale Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker. Für Busse ist der Schwerpunkt Nutzfahrzeugtechnik der passende; wer viel mit Elektrobussen zu tun hat, kann auch aus dem Schwerpunkt System- und Hochvolttechnik kommen. Ausgebildet wird bei Verkehrsbetrieben, privaten Busunternehmen mit eigener Werkstatt und bei Nutzfahrzeug-Servicepartnern der Hersteller. Verlangt wird in der Regel ein guter Hauptschul- oder ein mittlerer Abschluss, wichtiger sind solide Mathematik- und Physikkenntnisse. Der Umstieg aus der Pkw-Werkstatt ist üblich und gut möglich, meist über eine Einarbeitung und Herstellerschulungen. Nach der Ausbildung folgen fast immer Zusatzqualifikationen: Fachkundiger für Hochvoltsysteme, Berechtigung für Sicherheitsprüfungen, Klimaanlagen-Sachkunde, häufig auch der Führerschein der Klasse D für Probefahrten und Werkstattfahrten.

Was der Beruf verlangt

Die Fahrzeuge sind groß, die Bauteile schwer. Getriebe, Achsen, Batteriemodule und Räder werden mit Hebezeug bewegt, trotzdem bleibt viel Arbeit über Kopf auf der Grube oder Hebebühne, in verdrehter Haltung im Motorraum, mit Öl, Bremsstaub und Kälte in der Halle. Verschleiß an Knien, Schultern und Rücken ist verbreitet. Weil Busse tagsüber im Einsatz sind, liegt die Werkstattarbeit oft in Früh-, Spät- oder Nachtschicht und am Wochenende, dazu kommt Bereitschaft für den Störungsdienst. Der Zeitdruck ist real: ein Fahrzeug, das morgens nicht ausrückt, fehlt im Fahrplan. Gleichzeitig steigt der Anteil an Elektronik und Software, wer nicht bereit ist, ständig neu zu lernen, gerät ins Hintertreffen. Die Verantwortung ist hoch, denn eine übersehene Bremsleitung betrifft nicht nur den Fahrer.

Aussichten

Fachkräfte werden gesucht, in kommunalen Verkehrsbetrieben genauso wie bei Reisebusunternehmen und in Servicewerkstätten. Die Umstellung der Flotten auf Elektro- und Wasserstoffantriebe verschiebt die Anforderungen, sichert aber die Nachfrage nach Leuten, die beides beherrschen. Entwicklungswege führen über den Kfz-Servicetechniker zum Kfz-Meister, in die Werkstattleitung, in den technischen Dienst des Verkehrsbetriebs, zur Prüforganisation oder in den technischen Außendienst der Hersteller. Auch ein Studium des Fahrzeug- oder Maschinenbaus ist mit Meisterbrief möglich.

Aufgaben

  • Wartungs- und Inspektionsintervalle an Linien- und Reisebussen abarbeiten
  • Fehler mit Diagnosegerät an Motor-, Getriebe- und Bussteuerungen suchen
  • Bremsen, Achsen, Luftfederung und Lenkung prüfen und instand setzen
  • Türantriebe, Klimaanlagen, Heizungen und Fahrgastinformationssysteme reparieren
  • Hochvoltkomponenten von Elektrobussen freischalten, prüfen und tauschen
  • Fahrzeuge für Hauptuntersuchung und Sicherheitsprüfung vorbereiten
  • Störungsdienst fahren und liegengebliebene Busse wieder betriebsfähig machen
  • Arbeiten und Ersatzteile im Werkstattsystem dokumentieren

Voraussetzungen

  • abgeschlossene Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker, möglichst Schwerpunkt Nutzfahrzeugtechnik
  • Verständnis für Elektrik, Elektronik und Pneumatik
  • Qualifikation für Arbeiten an Hochvoltsystemen oder die Bereitschaft, sie zu erwerben
  • Führerschein Klasse B, für Werkstattfahrten Klasse C oder D von Vorteil
  • körperliche Belastbarkeit, Schwindelfreiheit auf Dach und Hebebühne
  • Bereitschaft zu Schicht-, Wochenend- und Bereitschaftsdienst
  • sorgfältiges Arbeiten und Bewusstsein für Sicherheitsvorschriften

Wo man arbeitet

  • kommunale Verkehrsbetriebe mit eigener Buswerkstatt
  • private Bus- und Reiseunternehmen
  • Nutzfahrzeug-Servicebetriebe und Vertragswerkstätten der Hersteller
  • Fuhrparks von Bahn- und Verkehrsverbundgesellschaften
  • technische Prüforganisationen

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die dreieinhalbjährige duale Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker mit Schwerpunkt Nutzfahrzeugtechnik im Betrieb und in der Berufsschule, abgeschlossen mit der Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer oder der IHK-Abschlussprüfung. Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung auf drei Jahre möglich. Danach folgen meist Herstellerschulungen und die Hochvolt-Qualifikation, später kann der Kfz-Meister oder der Kfz-Servicetechniker angehängt werden.

Offene Stellen als Kfz-Mechatroniker Schwerpunkt Bus am

In der Suche fortsetzen

Zu diesem Beruf steht gerade keine Anzeige im Bestand. Der Bestand wird täglich abgeglichen; die Suche zeigt auch verwandte Bezeichnungen.

Verwandte Berufe

Industriemechaniker

Industriemechaniker bauen, warten und reparieren Maschinen und Produktionsanlagen. Sie fertigen Bauteile, montieren Anlagen und halten die Produktion am Laufen.

Offene Stellen
200
Monatsbrutto
2.600 – 5.500 €

KFZ-Mechatroniker Nutzfahrzeugtechnik

Kfz-Mechatroniker der Fachrichtung Nutzfahrzeugtechnik warten und reparieren Lkw, Busse, Anhänger und Sattelzugmaschinen. Sie arbeiten an Motoren, Bremsanlagen, Hydraulik und Fahrzeugelektronik und übernehmen gesetzlich vorgeschriebene Prüfungen.

Offene Stellen
9
Monatsbrutto
2.500 – 5.200 €

Kfz-Meister

Kfz-Meister leiten die Werkstatt: Sie diagnostizieren schwierige Fehler, prüfen Reparaturen ab, führen das Team und bilden Nachwuchs aus. Der Meisterbrief berechtigt außerdem zur Führung eines eigenen Betriebs.

Offene Stellen
29
Monatsbrutto
3.000 – 6.500 €

Land- und Baumaschinenmechatroniker

Land- und Baumaschinenmechatroniker warten und reparieren Traktoren, Mähdrescher, Bagger und Kommunalfahrzeuge. Sie arbeiten an Hydraulik, Motoren, Elektronik und Steuerungssoftware – in der Werkstatt und direkt auf dem Feld oder der Baustelle.

Offene Stellen
9
Monatsbrutto
2.500 – 4.800 €

Mechatroniker für Kältetechnik

Mechatroniker für Kältetechnik bauen, warten und reparieren Kälte- und Klimaanlagen – von der Supermarkt-Kühltheke über Wärmepumpen bis zur industriellen Prozesskühlung. Der Beruf verbindet Metallbau, Elektrotechnik, Regelungstechnik und Kältemittelkunde.

Offene Stellen
18
Monatsbrutto
2.700 – 5.400 €

Arbeitsplatz.de verwendet nur die Cookies, die für den Betrieb der Seite nötig sind. Kein Tracking, keine Werbenetzwerke, keine Auswertung Ihres Verhaltens. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.

Datenschutz