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Handwerk & Produktion

KFZ-Mechaniker

Kfz-Mechaniker warten und reparieren Autos, Nutzfahrzeuge und deren Baugruppen. Sie suchen Fehler an Motor, Bremsen, Fahrwerk und Elektronik und setzen Fahrzeuge instand.

12 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als KFZ-Mechaniker verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.300 € 2.650 € 3.000 € 31.800 €
Mit Berufserfahrung 2.800 € 3.200 € 3.700 € 38.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.300 € 3.900 € 4.800 € 46.800 €

Am stärksten hängt das Gehalt von der Tarifbindung ab: In Betrieben mit Tarifvertrag des Kfz-Gewerbes oder der Metall- und Elektroindustrie liegen die Löhne deutlich über denen kleiner freier Werkstätten. Dazu kommen regionale Unterschiede, Zuschläge für Rufbereitschaft und Aufschläge für Hochvolt- oder Diagnosespezialisierung.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Kfz-Mechaniker?

Der Arbeitstag beginnt meist mit den Aufträgen, die am Vortag angenommen wurden: eine fällige Inspektion, ein Kunde, der ein Klappern im Fahrwerk beschreibt, ein Wagen, der nicht anspringt. Kfz-Mechaniker führen Ölwechsel und Serviceintervalle durch, tauschen Bremsscheiben und Beläge, wechseln Zahnriemen, Kupplungen und Stoßdämpfer, prüfen Achsgeometrie, füllen Klimaanlagen und bereiten Fahrzeuge für die Hauptuntersuchung vor. Ein großer Teil der Arbeit ist Fehlersuche: Diagnosegerät anschließen, Fehlerspeicher auslesen, Messwerte mit Sollwerten vergleichen, Leitungen und Sensoren durchmessen. Moderne Fahrzeuge sind rollende Netzwerke, entsprechend läuft viel über Software, Steuergeräte-Updates und Kalibrierung von Kameras und Radarsensoren.

Dazu kommt der Umgang mit Kunden und Papier: Schäden dokumentieren, Reparaturen erklären, Kostenvoranschläge vorbereiten, Ersatzteile bestellen, Arbeitszeiten im System erfassen. Wer in einer Markenwerkstatt arbeitet, folgt engen Herstellervorgaben; in freien Werkstätten ist die Bandbreite der Fahrzeuge größer und improvisierter.

Wie wird man Kfz-Mechaniker?

Der offizielle Ausbildungsberuf heißt seit 2003 Kfz-Mechatroniker. Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre im dualen System, mit Schwerpunkten wie Pkw-Technik, Nutzfahrzeugtechnik, System- und Hochvolttechnik, Motorradtechnik oder Karosserietechnik. Formal reicht ein Hauptschulabschluss, in der Praxis stellen viele Betriebe mit mittlerem Abschluss ein. Für Umsteiger gibt es die Umschulung über die Arbeitsagentur, meist zwei bis zweieinhalb Jahre, und die Externenprüfung für Menschen mit langer einschlägiger Praxis. Wer an Elektro- und Hybridfahrzeugen arbeiten will, braucht eine Zusatzqualifikation für Arbeiten an Hochvoltsystemen.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist körperlich. Über Stunden gebückt im Motorraum stehen, über Kopf an der Hebebühne schrauben, festgerostete Verbindungen lösen, Reifen und Getriebe heben. Öl, Bremsstaub, Kühlmittel und Kälte in der Halle im Winter gehören dazu, Lärm ebenfalls. Knie, Rücken und Schultern melden sich bei vielen nach Jahren. Gleichzeitig wächst der geistige Anspruch: ohne Schaltpläne lesen, technisches Englisch und Bereitschaft zu ständiger Weiterbildung geht es nicht mehr.

Die Arbeitszeiten sind meist regulär, oft mit Samstagsdiensten und Überstunden, wenn Fahrzeuge fertig werden müssen. In vielen Betrieben gibt es Vorgabezeiten pro Auftrag, der Zeitdruck ist spürbar. Wer im Pannendienst oder bei Nutzfahrzeugen arbeitet, hat Rufbereitschaft und Nachteinsätze. Die Bezahlung liegt im Handwerk eher im unteren Mittelfeld, besonders in kleinen freien Betrieben ohne Tarifbindung.

Aussichten

Fachkräfte werden gesucht, die Zahl der Bewerber sinkt seit Jahren, offene Stellen bleiben in vielen Regionen lange unbesetzt. Der Fahrzeugbestand wächst, gewartet werden muss weiterhin. Die Antriebswende verschiebt Inhalte: weniger Verbrennerteile, mehr Batterie-, Hochvolt- und Assistenzsystemtechnik. Wer sich dort früh qualifiziert, hat gute Karten.

Entwicklungswege führen über den Serviceberater, den Diagnosetechniker, den Kfz-Servicetechniker bis zum Meister mit eigener Werkstatt oder Werkstattleitung. Auch der Weg in den technischen Prüfdienst, zu Sachverständigenorganisationen, in den Fahrzeugbau oder ins Studium des Fahrzeugtechnik-Ingenieurwesens ist offen.

Aufgaben

  • Inspektionen, Ölwechsel und Serviceintervalle durchführen
  • Fehlerspeicher auslesen und Störungen mit Diagnosegeräten eingrenzen
  • Bremsen, Fahrwerk, Kupplung und Zahnriemen instand setzen
  • Reifen wechseln, Achsgeometrie prüfen und einstellen
  • Fahrzeuge auf die Hauptuntersuchung vorbereiten
  • Steuergeräte programmieren und Assistenzsysteme kalibrieren
  • Ersatzteile bestellen, Arbeiten dokumentieren und Kunden erklären

Voraussetzungen

  • abgeschlossene Ausbildung als Kfz-Mechatroniker oder vergleichbare Qualifikation
  • technisches Verständnis und systematisches Vorgehen bei der Fehlersuche
  • körperliche Belastbarkeit, Beweglichkeit, gesunde Knie und Rücken
  • Führerschein Klasse B, je nach Betrieb auch C oder CE
  • Bereitschaft zu regelmäßiger Weiterbildung an neuen Fahrzeugsystemen
  • Hochvolt-Qualifikation für Arbeiten an Elektro- und Hybridfahrzeugen

Wo man arbeitet

  • Vertragswerkstätten von Herstellern
  • freie Kfz-Werkstätten
  • Autohäuser mit Servicebetrieb
  • Nutzfahrzeug- und Landmaschinenwerkstätten
  • Fuhrparks von Speditionen, Bus- und Verkehrsbetrieben
  • Pannen- und Abschleppdienste

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die dreieinhalbjährige duale Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker in Betrieb und Berufsschule mit Abschluss vor der Handwerkskammer oder IHK. Quereinsteiger können eine geförderte Umschulung von etwa zwei Jahren absolvieren oder nach langer Praxis die Externenprüfung ablegen. Danach sind Weiterbildungen zum Kfz-Servicetechniker und zum Kfz-Techniker-Meister möglich.

Offene Stellen als KFZ-Mechaniker

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