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Logistik & Verkehr

Kehrmaschinenfahrer

Kehrmaschinenfahrer reinigen mit großen und kleinen Kehrfahrzeugen Straßen, Gehwege, Plätze und Betriebsflächen. Sie arbeiten meist für kommunale Stadtreinigungen oder private Entsorgungs- und Reinigungsunternehmen, oft ab dem frühen Morgen.

4 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Kehrmaschinenfahrer verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.400 € 2.750 € 3.100 € 33.000 €
Mit Berufserfahrung 2.700 € 3.050 € 3.400 € 36.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.000 € 3.300 € 3.700 € 39.600 €

Am stärksten hängt das Gehalt vom Arbeitgeber ab: Kommunale Stadtreinigungen zahlen nach TVöD (meist Entgeltgruppe 3 bis 5) oder eigenen Haustarifen und liegen spürbar über vielen privaten Firmen. In der Privatwirtschaft gilt teils der Tarifvertrag der Entsorgungswirtschaft (BDE/ver.di), in kleineren Betrieben wird oft frei und niedriger verhandelt; Zuschläge für Früh-, Wochenend- und Winterdienst kommen hinzu.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Kehrmaschinenfahrer?

Kehrmaschinenfahrer fahren festgelegte Touren durch Wohnstraßen, Innenstädte, Fußgängerzonen oder über Betriebsgelände und entfernen dabei Laub, Sand, Splitt, Verpackungen und anderen Schmutz. Je nach Einsatz steuern sie eine große Straßenkehrmaschine auf Lkw-Fahrgestell oder eine kompakte Kehrmaschine für Gehwege und Radwege. Während der Fahrt bedienen sie Tellerbesen, Saugschacht und Wassersprühanlage und achten gleichzeitig auf Verkehr, Fußgänger und parkende Autos. Ist der Kehrgutbehälter voll, wird er an einer Umladestation oder auf dem Betriebshof entleert. Zum Arbeitstag gehören außerdem die Abfahrtskontrolle, das Auffüllen von Wasser, das Reinigen des Fahrzeugs, das Wechseln abgenutzter Bürsten und das Melden von Schäden. Nach Märkten, Festen oder Unfällen kommen Sondereinsätze hinzu. In vielen Betrieben fahren Kehrmaschinenfahrer im Winter Streufahrzeuge oder räumen Schnee.

Wie wird man Kehrmaschinenfahrer?

Eine eigene Ausbildung für diesen Beruf gibt es nicht. Die meisten kommen als Quereinsteiger, häufig aus dem Berufskraftfahrerbereich, aus Handwerk oder Lagerarbeit. Entscheidend ist der passende Führerschein: Für kleine Kehrmaschinen reicht teils Klasse B, für große Straßenkehrmaschinen wird Klasse C oder C1 verlangt, oft zusammen mit der Schlüsselzahl 95. Manche Arbeitgeber finanzieren den Führerschein nach der Probezeit. Die Bedienung der Maschine lernen neue Fahrer in einer Einweisung von einigen Tagen bis Wochen, meist an der Seite erfahrener Kollegen. Eine abgeschlossene Ausbildung als Berufskraftfahrer oder als Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft verbessert die Chancen, besonders im öffentlichen Dienst.

Was der Beruf verlangt

Der Dienst beginnt häufig zwischen fünf und sechs Uhr morgens, damit Straßen vor dem Berufsverkehr sauber sind. Wochenend- und Feiertagsdienste nach Veranstaltungen sowie Rufbereitschaft im Winterdienst sind üblich. Die Arbeit findet überwiegend sitzend in der Kabine statt, ist aber nicht leicht: Lärm, Staub, Vibrationen und stundenlange Konzentration auf enge Fahrwege und Hindernisse ermüden. Falschparker, Baustellen und ungeduldige Verkehrsteilnehmer sorgen für Stress. Die Touren wiederholen sich, was manche als eintönig empfinden. Beim Entleeren, Bürstenwechsel und bei Handarbeit an der Maschine wird es schmutzig, und auch bei Regen, Hitze und Kälte muss ausgestiegen werden. Technisches Verständnis hilft, weil kleine Störungen oft selbst behoben werden.

Aussichten

Straßenreinigung ist eine Pflichtaufgabe der Kommunen und wird unabhängig von der Konjunktur gebraucht. Viele Stadtreinigungen und Bauhöfe suchen Fahrer mit Lkw-Führerschein, weil Berufskraftfahrer insgesamt knapp sind. Stellen im öffentlichen Dienst gelten als sicher, sind aber begehrt. Mit Erfahrung ist der Wechsel in andere Spezialfahrzeuge wie Müllfahrzeuge, Saugwagen oder Winterdienstfahrzeuge möglich. Wer sich weiterbildet, etwa zum Vorarbeiter, Kolonnenführer oder Disponenten, kann Touren planen und Teams führen. Elektrische Kehrmaschinen und digitale Tourenplanung verändern die Arbeit, ersetzen den Fahrer aber auf absehbare Zeit nicht.

Aufgaben

  • Festgelegte Kehrtouren durch Straßen, Gehwege und Plätze fahren
  • Besen, Saugschacht und Wassersprühanlage während der Fahrt bedienen
  • Kehrgutbehälter an Umladestationen oder auf dem Betriebshof entleeren
  • Abfahrtskontrolle durchführen und Wasser sowie Betriebsstoffe auffüllen
  • Bürsten wechseln, Fahrzeug reinigen und Schäden melden
  • Sondereinsätze nach Märkten, Veranstaltungen oder Unfällen übernehmen
  • Im Winter Streufahrzeuge fahren und Schnee räumen
  • Fahrtenberichte und Tätigkeitsnachweise führen

Voraussetzungen

  • Führerschein Klasse B, für große Maschinen Klasse C oder C1, oft mit Schlüsselzahl 95
  • Bereitschaft zu Frühdienst, Wochenenddiensten und Rufbereitschaft im Winter
  • Sicheres Fahren auf engem Raum und gute Konzentrationsfähigkeit
  • Technisches Grundverständnis für Wartung und kleine Reparaturen
  • Belastbarkeit gegenüber Lärm, Staub, Vibrationen und Witterung
  • Gesundheitliche Eignung für den Fahrdienst

Wo man arbeitet

  • Kommunale Stadtreinigungen
  • Städtische Bauhöfe
  • Private Entsorgungsunternehmen
  • Gebäude- und Industriereinigungsfirmen
  • Flughäfen, Häfen und große Industriegelände

Der Weg in den Beruf

Es gibt keine eigene Ausbildung; der Einstieg erfolgt über den Führerschein und eine betriebliche Einweisung von einigen Tagen bis Wochen. Für große Kehrmaschinen ist Klasse C oder C1 nötig, oft mit Berufskraftfahrerqualifikation. Eine dreijährige Ausbildung als Berufskraftfahrer oder Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft ist hilfreich, aber keine Pflicht.

Offene Stellen als Kehrmaschinenfahrer

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Verwandte Berufe

Berufskraftfahrer

Berufskraftfahrer transportieren Güter oder Personen mit Lkw, Sattelzügen oder Bussen und sind für Ladung, Fahrzeug und Papiere verantwortlich. Der Arbeitsalltag findet überwiegend auf der Straße statt, oft mit langen Standzeiten und Nächten unterwegs.

Offene Stellen
61
Monatsbrutto
2.300 – 4.300 €

Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft

Fachkräfte für Kreislauf- und Abfallwirtschaft nehmen Abfälle an, sortieren und behandeln sie und führen sie der Verwertung oder Beseitigung zu. Sie arbeiten auf Wertstoffhöfen, in Sortier-, Kompost- und Verbrennungsanlagen sowie auf Deponien.

Offene Stellen
3
Monatsbrutto
2.500 – 4.300 €

Straßenwärter

Straßenwärter halten Straßen, Radwege und Nebenanlagen befahrbar und sicher: Sie flicken Schlaglöcher, mähen Bankette, stellen Schilder auf, sichern Unfallstellen ab und fahren im Winter den Räum- und Streudienst.

Offene Stellen
7
Monatsbrutto
2.500 – 4.700 €

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