Human Resources
Human Resources umfasst alle Aufgaben rund um die Beschäftigten eines Unternehmens: Einstellung, Verträge, Entgelt, Weiterbildung und Trennung. HR-Fachkräfte arbeiten zwischen Geschäftsführung, Führungskräften und Belegschaft.
8 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Human Resources verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.800 € | 3.300 € | 3.900 € | 39.600 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.500 € | 4.300 € | 5.200 € | 51.600 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 4.800 € | 6.000 € | 8.500 € | 72.000 € |
Ausschlaggebend sind Unternehmensgröße und Branche: Konzerne in Chemie, Metall oder Pharma zahlen nach Tarif deutlich über kleinen Mittelständlern, im öffentlichen Dienst richtet sich das Entgelt nach TVöD oder TV-L, meist Entgeltgruppe 9 bis 12. Spezialisierungen wie Entgeltabrechnung oder Arbeitsrecht und Personalverantwortung heben das Gehalt zusätzlich.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht Human Resources?
Human Resources, im Deutschen Personalwesen, kümmert sich um alles, was zwischen einem Unternehmen und seinen Beschäftigten geregelt werden muss. Der Alltag ist stark davon geprägt, wie groß der Betrieb ist. In kleineren Unternehmen macht eine einzelne Person alles: Stellenanzeigen schalten, Bewerbungen sichten, Vorstellungsgespräche führen, Arbeitsverträge erstellen, Zeugnisse schreiben, Urlaubsanträge prüfen, Daten für die Lohnabrechnung liefern und Führungskräfte beraten, wenn es Konflikte gibt. In großen Konzernen ist die Arbeit aufgeteilt in Recruiting, Personalbetreuung, Entgeltabrechnung, Personalentwicklung und HR-Controlling.
Ein großer Teil der Arbeit ist Verwaltung: Personalakten pflegen, Fristen im Blick behalten, Bescheinigungen ausstellen, Daten im Personalsystem korrekt halten. Ein anderer Teil ist Gesprächsarbeit. Wer eine Kündigung vorbereitet, ein Abmahnungsgespräch begleitet oder mit dem Betriebsrat über eine Versetzung verhandelt, braucht Kenntnis des Arbeitsrechts und die Fähigkeit, unangenehme Dinge klar zu sagen.
Wie wird man Personalreferent?
Zwei Wege sind üblich. Der eine führt über die Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement oder eine andere kaufmännische Ausbildung mit anschließender Weiterbildung zum Personalfachkaufmann bei der Industrie- und Handelskammer. Der andere führt über ein Studium in Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Personal, Wirtschaftspsychologie, Rechtswissenschaft oder Arbeits- und Organisationspsychologie.
Quereinstiege sind häufig, besonders ins Recruiting. Wer aus dem Vertrieb, der Beratung oder einer Fachabteilung kommt und die Branche kennt, findet oft Zugang. Für Personalbetreuung mit arbeitsrechtlicher Verantwortung und für die Entgeltabrechnung wird dagegen nachgewiesenes Fachwissen erwartet, weil Fehler dort teuer werden.
Was der Beruf verlangt
HR steht zwischen den Interessen. Die Geschäftsführung will Kosten senken, die Belegschaft will Sicherheit, und die Personalabteilung muss beides bearbeiten. Wer erwartet, in diesem Beruf vor allem Menschen zu helfen, wird enttäuscht: Zu den Aufgaben gehören Kündigungen, Abmahnungen, Stellenabbau und Absagen an Bewerber, die sich Hoffnung gemacht haben. Vertraulichkeit ist Pflicht, auch gegenüber Kollegen, mit denen man sonst gut auskommt.
Die Arbeitszeiten sind meist geregelt, Homeoffice ist verbreitet. Belastend sind eher Stoßzeiten: Jahresabschluss, Tarifrunden, Abrechnungstermine zum Monatsende, Bewerbungswellen nach Ausschreibungen. Das Arbeitsrecht ändert sich fortlaufend, ebenso Datenschutzvorgaben und Meldepflichten. Wer sich nicht regelmäßig einliest, arbeitet nach kurzer Zeit falsch. Ein Ruf als reine Verwaltungsabteilung haftet HR in manchen Betrieben an, was Durchsetzungskraft im Unternehmen erschwert.
Aussichten
Die Nachfrage ist stabil. Fast jedes Unternehmen ab etwa fünfzig Beschäftigten braucht Personalarbeit, und der Arbeitskräftemangel in vielen Branchen hat Recruiting aufgewertet. Gleichzeitig übernehmen Softwaresysteme immer mehr der reinen Verwaltung, sodass einfache Sachbearbeitung an Bedeutung verliert. Gefragt sind Spezialisierungen: Entgeltabrechnung, Arbeitsrecht, Personalentwicklung, Employer Branding, HR-Software und Datenauswertung.
Entwicklungswege führen zur Teamleitung, zur Position des HR Business Partners für einen bestimmten Unternehmensbereich oder in die Leitung der Personalabteilung. Manche wechseln in die externe Personalberatung oder in die Arbeitsrechtsberatung.
Aufgaben
- Stellenanzeigen formulieren und Bewerbungen vorauswählen
- Vorstellungsgespräche führen und Einstellungsentscheidungen vorbereiten
- Arbeitsverträge, Zusatzvereinbarungen und Zeugnisse erstellen
- Personalakten und Stammdaten im HR-System pflegen
- Daten für die Lohn- und Gehaltsabrechnung aufbereiten und prüfen
- Führungskräfte zu Arbeitsrecht, Fehlzeiten und Konflikten beraten
- Kündigungen, Abmahnungen und Aufhebungsverträge vorbereiten
- Weiterbildungen planen und mit dem Betriebsrat zusammenarbeiten
Voraussetzungen
- Kaufmännische Ausbildung mit Weiterbildung oder ein wirtschafts-, rechts- oder psychologiewissenschaftliches Studium
- Grundkenntnisse im Arbeits-, Sozialversicherungs- und Datenschutzrecht
- Sicheres Deutsch in Schrift und Sprache, häufig auch Englisch
- Verschwiegenheit und Umgang mit sensiblen Daten
- Sorgfalt bei Fristen, Zahlen und Vertragstexten
- Bereitschaft, unangenehme Gespräche zu führen
- Routine mit Tabellenkalkulation und HR-Software
Wo man arbeitet
- Personalabteilungen von Industrie- und Handelsunternehmen
- Kliniken, Pflegeträger und andere Einrichtungen des Gesundheitswesens
- Behörden, Kommunen und öffentliche Betriebe
- Personalberatungen und Zeitarbeitsunternehmen
- Lohnbüros und externe HR-Dienstleister
Der Weg in den Beruf
Üblich ist eine dreijährige kaufmännische Ausbildung, etwa zum Kaufmann für Büromanagement, gefolgt von der IHK-Weiterbildung zum Personalfachkaufmann. Alternativ führt ein Bachelorstudium in Betriebswirtschaft mit Personalschwerpunkt oder Wirtschaftspsychologie in sechs bis sieben Semestern in den Beruf. Quereinstiege ins Recruiting sind auch ohne HR-Abschluss möglich.
Offene Stellen als Human Resources
In der Suche fortsetzenWerkstudent (m/w/d) Human Resources – Operative Personalarbeit und HR-Projekte
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