HR Manager
HR-Manager verantworten die Personalarbeit eines Unternehmens: von der Stellenausschreibung über Verträge und Gehaltsabrechnung bis zu Konflikten, Kündigungen und Personalentwicklung. Sie arbeiten zwischen Geschäftsführung, Führungskräften und Beschäftigten.
5 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als HR Manager verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.900 € | 3.400 € | 4.100 € | 40.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.800 € | 4.600 € | 5.600 € | 55.200 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 5.000 € | 6.200 € | 8.500 € | 74.400 € |
Am stärksten wirken Unternehmensgröße und Branche: Konzerne in Chemie, Pharma, Banken oder Automobilindustrie zahlen oft ein Drittel mehr als kleine Mittelständler, Vereine und soziale Träger deutlich weniger. In tarifgebundenen Betrieben richtet sich das Gehalt nach dem jeweiligen Branchentarifvertrag, im öffentlichen Dienst nach TVöD oder TV-L, meist in den Entgeltgruppen 9 bis 13.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein HR Manager?
HR-Manager kümmern sich um alles, was mit den Menschen im Unternehmen zusammenhängt. Der Alltag ist stark von Fällen getrieben: eine Führungskraft will eine neue Stelle besetzen und braucht ein Anforderungsprofil, ein Mitarbeiter kündigt und es geht um Zeugnis und Übergabe, eine Elternzeitrückkehrerin will ihre Stunden reduzieren, in einem Team eskaliert ein Konflikt. Dazwischen liegt die laufende Verwaltung: Arbeitsverträge und Nachträge erstellen, Zeugnisse formulieren, Daten im Personalsystem pflegen, Zeugnisse und Abmahnungen mit dem Arbeitsrecht abgleichen, die Vorbereitung der Lohnabrechnung an die Buchhaltung oder einen externen Dienstleister übergeben.
In kleineren Unternehmen macht eine Person alles - Recruiting, Verwaltung, Entwicklung, Betriebsratsthemen. In größeren Organisationen ist die Rolle geschnitten: als HR Business Partner mit Betreuung bestimmter Bereiche, in der Personalentwicklung, im Recruiting oder in der Entgeltabrechnung. Wer als HR-Manager arbeitet, verbringt viel Zeit in Gesprächen und in Abstimmungen, oft mit widersprüchlichen Erwartungen von oben und von unten.
Wie wird man HR Manager?
Der häufigste Weg ist ein Studium: Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Personal, Wirtschaftspsychologie, Rechtswissenschaft oder Sozialwissenschaften. Ein Studium ist aber keine Pflicht. Viele kommen über eine kaufmännische Ausbildung, etwa als Kauffrau für Büromanagement oder Industriekauffrau, mit anschließender Weiterbildung zum Personalfachkaufmann oder zur Personalfachkauffrau bei der IHK. Auch Quereinstiege aus Vertrieb, Assistenz oder Beratung kommen vor, meist über eine Stelle in der Personaladministration oder im Recruiting.
Entscheidend ist arbeitsrechtliche Sicherheit. Wer Verträge gestaltet, Abmahnungen formuliert oder mit einem Betriebsrat verhandelt, muss Kündigungsschutz, Arbeitszeitgesetz, Teilzeit- und Befristungsrecht und Betriebsverfassungsrecht praktisch beherrschen. Dieses Wissen wird meist im Job aufgebaut und laufend durch Seminare aktualisiert.
Was der Beruf verlangt
Der Beruf sitzt in einer unangenehmen Mitte. HR-Manager sollen Ansprechpartner für Beschäftigte sein und gleichzeitig Entscheidungen der Geschäftsführung umsetzen, auch unpopuläre. Trennungsgespräche führen, Restrukturierungen begleiten, Leistungsprobleme dokumentieren - das gehört dazu und belastet manche mehr als erwartet. Vertraulichkeit ist Dauerzustand: man weiß viel und darf davon fast nichts erzählen.
Die Arbeitszeiten sind meist geregelt, Homeoffice ist verbreitet. Belastungsspitzen entstehen bei Jahresgesprächen, Budgetrunden, Abrechnungsterminen und in Umbauphasen. Wer Konflikte scheut oder Wertschätzung für Verwaltungsarbeit erwartet, wird enttäuscht: HR wird im Betrieb oft als Bremse oder Kostenstelle wahrgenommen. Genauigkeit ist nötig, weil Fehler in Verträgen und Fristen teuer werden.
Aussichten
Personalarbeit wird weiter gebraucht, der Fachkräftemangel hat Recruiting und Bindung von Beschäftigten aufgewertet. Gleichzeitig verschwinden einfache Verwaltungsaufgaben durch Digitalisierung und ausgelagerte Abrechnung; gefragt sind Leute, die beraten, verhandeln und mit Kennzahlen umgehen können. Entwicklungswege führen in die Spezialisierung - Entgelt und Vergütung, Arbeitsrecht, Personalentwicklung, HR-IT - oder in die Leitung eines Personalbereichs. Erfahrung mit Betriebsratsarbeit und internationalen Strukturen erhöht die Auswahl an Stellen deutlich.
Aufgaben
- Stellenprofile abstimmen und Bewerbungsverfahren steuern
- Arbeitsverträge, Nachträge, Zeugnisse und Kündigungen erstellen
- Führungskräfte zu arbeitsrechtlichen und personellen Fragen beraten
- Ein- und Austritte organisieren und Personaldaten pflegen
- Lohn- und Gehaltsabrechnung vorbereiten oder mit Dienstleistern abstimmen
- Mit Betriebsrat und Arbeitnehmervertretungen verhandeln
- Weiterbildungen, Feedback- und Entwicklungsgespräche organisieren
- Personalkennzahlen wie Fluktuation und Krankenstand auswerten
Voraussetzungen
- Studium in BWL, Psychologie, Recht oder Sozialwissenschaften oder kaufmännische Ausbildung mit Personal-Weiterbildung
- Fundierte Kenntnisse im Arbeits- und Betriebsverfassungsrecht
- Sicheres Auftreten in Konflikt- und Trennungsgesprächen
- Absolute Verschwiegenheit bei Personaldaten und internen Vorgängen
- Sorgfalt bei Fristen, Verträgen und Dokumentation
- Erfahrung mit Personalsystemen wie SAP HCM, Personio oder Workday
- Englisch bei international tätigen Unternehmen
Wo man arbeitet
- Industrie- und Produktionsunternehmen
- Mittelständische Betriebe aller Branchen
- Konzerne mit eigener Personalabteilung
- Kliniken, Hochschulen und öffentliche Verwaltungen
- Personalberatungen und HR-Dienstleister
- Start-ups und IT-Unternehmen
Der Weg in den Beruf
Üblich ist ein Bachelor- oder Masterstudium in Betriebswirtschaft mit Personalschwerpunkt, Wirtschaftspsychologie oder Recht, danach ein Einstieg als HR Assistant, Sachbearbeiter Personal oder Recruiter. Alternativ führt eine dreijährige kaufmännische Ausbildung mit anschließender IHK-Weiterbildung zum Personalfachkaufmann oder zur Personalfachkauffrau in den Beruf. Zwei bis vier Jahre operative Erfahrung sind typisch, bevor die volle Verantwortung als HR-Manager übernommen wird.
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HR Business Partner beraten Führungskräfte eines festgelegten Unternehmensbereichs in allen Personalfragen – von Stellenbesetzung und Vergütung über Konflikte bis zu Umstrukturierungen und Kündigungen.
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- Monatsbrutto
- 3.600 – 9.000 €
Lohn- und Gehaltsbuchhalter
Lohn- und Gehaltsbuchhalter berechnen monatlich die Löhne und Gehälter der Beschäftigten eines Unternehmens, führen Steuern und Sozialabgaben ab und betreuen die dazugehörigen Meldungen an Finanzamt und Krankenkassen.
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- 18
- Monatsbrutto
- 2.600 – 6.200 €
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Personalreferenten betreuen eine feste Gruppe von Beschäftigten in allen personalrelevanten Fragen: von der Einstellung über Verträge und Arbeitszeit bis zur Trennung. Sie sind Bindeglied zwischen Führungskräften, Belegschaft und Betriebsrat.
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- Monatsbrutto
- 2.900 – 7.000 €
Recruiter
Recruiter besetzen offene Stellen: Sie schreiben Anzeigen, sprechen Kandidaten an, führen Gespräche und begleiten Einstellungen bis zur Vertragsunterschrift. Der Beruf verbindet Vertrieb, Menschenkenntnis und Organisation.
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- Monatsbrutto
- 2.700 – 7.500 €
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