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Hauswart

Hauswarte kümmern sich um den technischen und äußeren Zustand von Wohnanlagen, Bürogebäuden oder Schulen: kleine Reparaturen, Kontrolle der Haustechnik, Reinigung, Winterdienst und Grünpflege. Sie sind meist der erste Ansprechpartner für Mieter und Nutzer.

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Gehalt

Was man als Hauswart verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.200 € 2.600 € 3.000 € 31.200 €
Mit Berufserfahrung 2.600 € 3.100 € 3.600 € 37.200 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.000 € 3.500 € 4.300 € 42.000 €

Am stärksten hängt das Gehalt am Arbeitgeber: Bei Kommunen, Schulträgern und Kliniken gilt der TVöD, meist Entgeltgruppe 3 bis 6, bei Wohnungsgesellschaften teils Haustarife. Private Hausmeisterdienste zahlen deutlich weniger, oft nahe dem Tarif der Gebäudereinigung; ein handwerklicher Abschluss, Rufbereitschaft und Winterdienstzulagen heben das Einkommen.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Hauswart?

Der Hauswart hält ein Gebäude oder eine Wohnanlage in Betrieb. Dazu gehört ein täglicher Rundgang: Sind die Beleuchtung im Treppenhaus, die Türschließer und die Sprechanlage in Ordnung, steht Wasser im Keller, ist der Müllplatz sauber, blockiert etwas den Fluchtweg. Kleine Reparaturen erledigt er selbst, etwa tropfende Armaturen abdichten, Leuchtmittel und Schlösser tauschen, Fenster und Beschläge nachstellen. Größere Schäden meldet er der Verwaltung, holt Angebote ein, lässt Handwerker ins Haus und prüft, ob die Arbeit erledigt ist.

Dazu kommt die Haustechnik: Heizungsanlage ablesen und entlüften, Betriebsdrücke kontrollieren, Zählerstände dokumentieren, Aufzugsnotruf und Rauchmelder prüfen, Wartungstermine für Brandschutz und Trinkwasser koordinieren. Ein zweiter Block ist die Pflege des Außenbereichs: Rasen mähen, Hecken schneiden, Laub räumen, im Winter Schnee schippen und streuen, oft vor Arbeitsbeginn der Mieter. Wo keine externe Firma beauftragt ist, gehört auch die Treppenhausreinigung dazu. Nicht zuletzt hat der Hauswart mit Menschen zu tun: Er nimmt Beschwerden auf, vermittelt bei Streit über Lärm oder Stellplätze, weist neue Mieter ein und übergibt Schlüssel.

Wie wird man Hauswart?

Es gibt keine eigene Ausbildung. Der übliche Weg führt über einen handwerklichen oder technischen Beruf, etwa Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Elektroniker, Tischler, Maler oder Gärtner. Wohnungsunternehmen und Kommunen setzen häufig einen solchen Abschluss voraus, weil ein Teil der Arbeiten eigenverantwortlich ausgeführt wird. Der Quereinstieg ist möglich, vor allem bei privaten Hausverwaltungen und Dienstleistern, wird aber schlechter bezahlt und beschränkt sich oft auf Reinigung, Grünpflege und Winterdienst.

Wer weiterkommen will, absolviert eine Weiterbildung zum geprüften Fachwirt Facility Management, zum Hausmeistertechniker oder Sachkundenachweise für Brandschutz, Trinkwasserhygiene, Legionellenprüfung und Spielplatzkontrolle. Ein Führerschein ist praktisch immer verlangt, bei größeren Anlagen auch die Befähigung für Hebebühne oder Motorsäge.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist körperlich, bei jedem Wetter und über Jahre belastend für Knie und Rücken. Winterdienst bedeutet früh raus, teils am Wochenende, teils in Rufbereitschaft. Bei Rohrbrüchen oder Heizungsausfällen wird auch abends angerufen. Wer als Hauswart in einer Dienstwohnung sitzt, hat kaum Trennung zwischen Arbeit und Feierabend. Schwer fällt vielen weniger die Technik als der Umgang mit Konflikten: Beschwerden über Nachbarn, Vorwürfe, gelegentlich Beleidigungen. Gleichzeitig arbeitet man meist allein und muss sich Prioritäten selbst setzen. Wo ein Hauswart mehrere Objekte betreut, ist der Zeitdruck hoch und die Liste der offenen Punkte nie leer.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil und in Ballungsräumen hoch. Wohnungsgesellschaften, Kommunen, Schulträger, Kliniken und Facility-Dienstleister suchen dauerhaft Personal, besonders solches mit handwerklichem Abschluss. Viele Stellen entstehen durch Renteneintritte. Entwicklungswege führen zum Objektleiter mit mehreren Hauswarten im Team, ins technische Gebäudemanagement oder in die Hausverwaltung. Auch die Selbstständigkeit als Hausmeisterservice ist verbreitet, verlangt aber Kundenakquise und Bereitschaft, mit niedrigen Preisen von Wettbewerbern umzugehen.

Aufgaben

  • Kleinreparaturen an Sanitär, Elektrik und Beschlägen ausführen
  • Heizungs- und Lüftungsanlagen kontrollieren, Zählerstände erfassen
  • Wartungs- und Prüftermine mit Fachfirmen abstimmen und überwachen
  • Treppenhäuser, Keller und Müllplätze sauber und begehbar halten
  • Grünanlagen pflegen sowie Winterdienst und Streuen übernehmen
  • Mängel dokumentieren und an die Verwaltung melden
  • Mieter betreuen, Schlüssel übergeben, Wohnungen abnehmen
  • Verkehrssicherheit prüfen, etwa Fluchtwege, Beleuchtung und Spielgeräte

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene handwerkliche oder technische Ausbildung, alternativ langjährige einschlägige Praxis
  • Führerschein Klasse B
  • Körperliche Belastbarkeit, Schwindelfreiheit, Arbeit im Freien bei jedem Wetter
  • Handwerkliches Grundverständnis für Sanitär, Elektro und Bautechnik
  • Ruhiger Umgang mit Beschwerden und Konflikten
  • Bereitschaft zu Rufbereitschaft und Winterdienst am frühen Morgen
  • Grundkenntnisse in Dokumentation und Umgang mit Wartungssoftware

Wo man arbeitet

  • Wohnungsgesellschaften und Hausverwaltungen
  • Kommunen, Schulen und Kindertagesstätten
  • Facility-Management- und Hausmeisterdienste
  • Krankenhäuser, Pflegeheime und Hotels
  • Industrie- und Bürogebäude

Der Weg in den Beruf

Ein direkter Ausbildungsberuf Hauswart existiert nicht. Üblich ist eine dreieinhalbjährige handwerkliche Ausbildung, etwa als Anlagenmechaniker SHK, Elektroniker oder Gärtner, und danach der Wechsel in die Objektbetreuung. Ergänzend gibt es Weiterbildungen wie den geprüften Hausmeistertechniker oder den Fachwirt Facility Management sowie Sachkundenachweise für Brandschutz und Trinkwasserhygiene.

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