Gas Wasserinstallateur
Gas-Wasser-Installateure verlegen, montieren und warten Trinkwasser-, Abwasser-, Gas- und Heizungsanlagen in Gebäuden. Der offizielle Ausbildungsberuf heißt heute Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik.
3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Gas Wasserinstallateur verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.500 € | 2.800 € | 3.200 € | 33.600 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.900 € | 3.300 € | 3.800 € | 39.600 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.400 € | 3.900 € | 4.700 € | 46.800 € |
Im SHK-Handwerk gelten regionale Tarifverträge der Fachverbände bzw. Innungen Sanitär-Heizung-Klima, die je nach Bundesland unterschiedlich hoch sind; viele kleine Betriebe sind jedoch nicht tarifgebunden und zahlen frei verhandelt. Deutlich mehr verdienen Meister, Kundendiensttechniker mit Wärmepumpen-Know-how und Beschäftigte bei Stadtwerken oder in der Industrie, zusätzlich bringen Notdienstpauschalen spürbare Aufschläge.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Gas-Wasser-Installateur?
Gas-Wasser-Installateure verlegen und warten die Leitungen, durch die Trinkwasser, Abwasser und Gas in Gebäude gelangen. Die Bezeichnung ist umgangssprachlich geblieben; offiziell heißt der Ausbildungsberuf seit 2003 Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. Zum Alltag gehört es, Rohre zuzuschneiden, zu biegen, zu pressen, zu löten oder zu schweißen, Leitungen in Schlitzen und Schächten zu verlegen und Waschbecken, Duschen, Toiletten und Armaturen zu montieren. Dazu kommen Heizungsanlagen: Gasthermen, Wärmepumpen, Heizkörper und Fußbodenheizungen werden eingebaut, in Betrieb genommen und gewartet. An Gasleitungen sind Dichtheitsprüfungen mit Messgeräten Pflicht. Ein großer Teil der Arbeit ist Kundendienst: verstopfte Abflüsse, tropfende Leitungen, ausgefallene Heizungen im Winter. Auf Baustellen arbeiten Installateure mit anderen Gewerken zusammen, beim Kunden oft allein oder zu zweit. Material bestellen, Arbeitsberichte schreiben und Kunden erklären, was gemacht wurde, gehört ebenfalls dazu.
Wie wird man Gas-Wasser-Installateur?
Der übliche Weg ist die duale Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. Sie dauert dreieinhalb Jahre, findet im Handwerksbetrieb und in der Berufsschule statt und endet mit der Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer. Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben; die meisten Auszubildenden haben einen Haupt- oder Realschulabschluss. Mathematik und Physik helfen, etwa beim Berechnen von Rohrquerschnitten oder Heizlasten. Quereinsteiger aus verwandten Handwerken können als Helfer beginnen und die Gesellenprüfung als Externe ablegen, wenn sie genug Praxiszeit nachweisen. Mit der Meisterprüfung im Installateur- und Heizungsbauer-Handwerk darf man einen eigenen Betrieb führen und ausbilden. Wer Gasanlagen errichtet, braucht einen Betrieb, der beim örtlichen Netzbetreiber im Installateurverzeichnis eingetragen ist.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit ist körperlich anstrengend. Heizkörper, Rohre und Kessel müssen getragen werden, oft über Treppen. Vieles geschieht in der Hocke, kniend, über Kopf oder in engen Kellern und Bädern. Staub, Lärm beim Stemmen und Bohren sowie Schmutz bei Abwasserarbeiten gehören dazu; Rücken und Knie sind nach Jahren im Beruf häufig belastet. Gearbeitet wird meist tagsüber, viele Betriebe verlangen aber Bereitschaftsdienst am Abend und am Wochenende, besonders in der Heizperiode. Beim Kunden zu Hause sind Sorgfalt, Sauberkeit und ein ruhiger Umgang gefragt, auch wenn jemand gereizt ist, weil seit Stunden kein Wasser läuft. Fehler an Gasleitungen können gefährlich werden, genaues Arbeiten ist deshalb unverzichtbar. Die Technik ändert sich schnell, gerade bei Wärmepumpen und Regelungstechnik, sodass regelmäßige Weiterbildung dazugehört.
Aussichten
Die Nachfrage ist hoch. Viele Betriebe finden kaum Nachwuchs, Kunden warten oft wochenlang auf Termine. Der Umbau der Heizungen weg von Öl und Gas, die Sanierung alter Gebäude und der Bedarf an barrierefreien Bädern sorgen auf absehbare Zeit für Arbeit. Entwicklungswege führen zum Kundendiensttechniker, zum Meister mit eigenem Betrieb, zum staatlich geprüften Techniker für Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik oder zum Gebäudeenergieberater. Auch ein Studium der Versorgungs- oder Gebäudetechnik ist möglich. Wer körperlich nicht mehr auf der Baustelle arbeiten kann, findet Stellen in der Planung, im Sanitärgroßhandel oder im Außendienst bei Herstellern.
Aufgaben
- Rohrleitungen für Trinkwasser, Abwasser und Gas zuschneiden, verbinden und verlegen
- Waschbecken, Duschen, Toiletten und Armaturen montieren
- Gasthermen, Wärmepumpen und Heizkörper einbauen und in Betrieb nehmen
- Dichtheitsprüfungen an Gas- und Wasserleitungen durchführen
- Heizungsanlagen warten und Störungen beheben
- Verstopfungen und Rohrbrüche im Kundendienst beseitigen
- Arbeitsberichte schreiben und Material bestellen
Voraussetzungen
- Gesellenbrief als Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik
- Körperliche Belastbarkeit für Tragen, Knien und Arbeiten über Kopf
- Handwerkliches Geschick und technisches Verständnis
- Grundkenntnisse in Mathematik und Physik
- Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit Gas
- Führerschein Klasse B für Fahrten zu Kunden und Baustellen
- Bereitschaft zu Notdiensten am Abend und Wochenende
Wo man arbeitet
- Sanitär- und Heizungsbetriebe des Handwerks
- Baustellen im Neubau und in der Sanierung
- Privathaushalte im Kundendienst
- Hausverwaltungen und Wohnungsbaugesellschaften
- Stadtwerke und Energieversorger
- Hersteller von Heiztechnik im Kundendienst
Der Weg in den Beruf
Üblich ist die duale Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, die dreieinhalb Jahre dauert und mit der Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer endet. Danach ist die Meisterprüfung im Installateur- und Heizungsbauer-Handwerk möglich, die zur Betriebsführung und Ausbildung berechtigt.
Offene Stellen als Gas Wasserinstallateur
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Gas Wasserinstallateur (m/w/d)
Verwandte Berufe
Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik
Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik installieren und warten Heizungen, Bäder, Lüftungs- und Trinkwasseranlagen. Sie arbeiten auf Baustellen und in bewohnten Gebäuden, planen Leitungsführungen, montieren Rohre und nehmen Anlagen in Betrieb.
- Offene Stellen
- 13
- Monatsbrutto
- 2.500 – 5.000 €
Mechatroniker für Kältetechnik
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- Offene Stellen
- 19
- Monatsbrutto
- 2.700 – 5.400 €
Rohrleitungsbauer
Rohrleitungsbauer verlegen und reparieren Leitungen für Wasser, Abwasser, Gas, Fernwärme und Industrieanlagen. Die Arbeit findet überwiegend im Freien statt, im Rohrgraben, bei jedem Wetter.
- Offene Stellen
- 13
- Monatsbrutto
- 2.700 – 5.400 €
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