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Gartenplaner Schwerpunkt Garten

Gartenplaner entwerfen private und kleinere gewerbliche Gärten, von der ersten Bestandsaufnahme über Entwurf und Pflanzplan bis zur Begleitung der Umsetzung. Sie verbinden gestalterisches Gespür mit Pflanzenkenntnis und bautechnischem Wissen.

5 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Gartenplaner Schwerpunkt Garten verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.700 € 3.100 € 3.600 € 37.200 €
Mit Berufserfahrung 3.200 € 3.700 € 4.400 € 44.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.800 € 4.500 € 5.800 € 54.000 €

In Betrieben des Garten- und Landschaftsbaus richtet sich die Bezahlung nach dem Bundesrahmentarifvertrag und dem Entgelttarifvertrag für den Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau, viele kleine Betriebe und Planungsbüros zahlen jedoch frei verhandelt. Den größten Unterschied machen der Abschluss (Meister, Techniker oder Studium) und die Frage, ob Bau- oder Projektleitung dazugehört, bei Selbstständigen schwankt das Einkommen stark mit der Auftragslage.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Gartenplaner?

Gartenplaner gestalten Hausgärten, Vorgärten, Dachterrassen, Innenhöfe und kleinere Firmengelände. Am Anfang steht ein Termin vor Ort: Grundstück vermessen, Boden, Gefälle, Lichtverhältnisse und vorhandene Bäume aufnehmen, die Wünsche der Kundschaft erfragen und das Budget klären. Daraus entsteht ein Entwurf, meist am Computer mit CAD-Programmen wie Vectorworks, ergänzt durch Handskizzen und Visualisierungen. Es folgen Ausführungspläne mit Wegen, Mauern, Terrassen, Teichen und Beleuchtung, ein Pflanzplan mit Arten, Stückzahlen und Abständen sowie eine Kostenschätzung. Viele Gartenplaner arbeiten in Betrieben des Garten- und Landschaftsbaus und übergeben ihre Pläne direkt an die eigenen Baukolonnen. Dann gehören auch Leistungsverzeichnisse, Materialbestellungen, Baustellenbesuche und Abnahmen zum Alltag. Ein Teil der Arbeit ist Verkauf: Angebote erklären, nachverhandeln, Änderungswünsche einarbeiten.

Wie wird man Gartenplaner?

Die Berufsbezeichnung ist nicht geschützt, entsprechend unterschiedlich sind die Wege. Häufig ist eine dreijährige Ausbildung zum Gärtner in der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau, auf die eine Weiterbildung zum Meister oder staatlich geprüften Techniker folgt. Wer stärker planen will, studiert Landschaftsarchitektur, Landschaftsbau oder Freiraumplanung, in der Regel als Bachelor über sechs bis sieben Semester. Die Bezeichnung Landschaftsarchitekt setzt zusätzlich die Eintragung in die Architektenkammer voraus. Daneben gibt es private Lehrgänge in Gartendesign, die Quereinsteigern aus Architektur, Innenarchitektur oder Grafik den Einstieg erleichtern. Ohne praktische Erfahrung im Pflanzen- und Baubereich bleiben solche Kurse aber eine schwache Grundlage, viele Betriebe erwarten Fachwissen über Bodenaufbau, Entwässerung und Pflanzenverwendung.

Was der Beruf verlangt

Der größte Teil der Arbeit findet am Schreibtisch statt, dazu kommen Termine im Freien bei jedem Wetter und Fahrten zu Baustellen. Die Saison ballt sich im Frühjahr: Dann wollen viele Kunden gleichzeitig ihren Garten fertig haben, Überstunden sind in dieser Zeit üblich. Gespräche mit Privatkunden kosten Geduld, weil Vorstellungen und Budget oft weit auseinanderliegen und Entwürfe mehrfach überarbeitet werden. Fehler in der Planung, etwa bei Entwässerung oder Höhen, fallen erst auf der Baustelle auf und sind teuer. Wer selbstständig arbeitet, trägt das Risiko, dass Entwürfe nicht beauftragt oder nicht bezahlt werden, und muss sich die Aufträge gegen Gartenbaubetriebe erarbeiten, die Planung oft kostenlos zum Bau dazugeben.

Aussichten

Die Nachfrage nach Gartengestaltung ist in den vergangenen Jahren gewachsen, getragen von Neubauten, Sanierungen und dem Wunsch nach klimaangepassten Gärten mit Regenwassernutzung, Schatten und trockenheitsverträglichen Pflanzen. Gleichzeitig schwankt das Geschäft mit der Baukonjunktur und der Kaufkraft privater Haushalte. Im Garten- und Landschaftsbau fehlen Fachkräfte, gut ausgebildete Planer mit Baustellenerfahrung finden in der Regel eine Stelle. Entwicklungswege führen in die Projekt- oder Bauleitung, in die Leitung eines Planungsteams, in die Selbstständigkeit mit eigenem Planungsbüro oder über ein Studium in die Landschaftsarchitektur mit größeren öffentlichen Projekten. Spezialisierungen auf Dachbegrünung, Schwimmteiche oder naturnahe Gärten verschaffen zusätzliche Aufträge.

Aufgaben

  • Grundstücke vor Ort aufnehmen und vermessen
  • Wünsche und Budget mit der Kundschaft klären
  • Entwürfe und Ausführungspläne mit CAD-Programmen erstellen
  • Pflanzpläne mit Arten, Mengen und Standorten ausarbeiten
  • Kosten schätzen und Angebote vorbereiten
  • Leistungsverzeichnisse schreiben und Material bestellen
  • Baustellen begleiten und fertige Gärten abnehmen

Voraussetzungen

  • Ausbildung im Garten- und Landschaftsbau mit Weiterbildung oder ein Studium der Landschaftsarchitektur
  • Gute Pflanzenkenntnis und Wissen über Boden, Entwässerung und Bautechnik
  • Sicherer Umgang mit CAD- und Visualisierungsprogrammen
  • Räumliches Vorstellungsvermögen und gestalterisches Gespür
  • Verhandlungsgeschick im Umgang mit Privatkunden
  • Führerschein Klasse B für Kunden- und Baustellentermine

Wo man arbeitet

  • Betriebe des Garten- und Landschaftsbaus
  • Büros für Landschaftsarchitektur
  • Gartencenter und Baumschulen mit Planungsservice
  • Eigenes Planungsbüro als Selbstständige

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine dreijährige Ausbildung zum Gärtner in der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau, gefolgt von einer ein- bis zweijährigen Weiterbildung zum Meister oder staatlich geprüften Techniker. Alternativ führt ein Bachelorstudium der Landschaftsarchitektur über sechs bis sieben Semester in die Planung.

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