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Gastronomie & Tourismus

Frühstückskraft

Frühstückskräfte richten in Hotels, Pensionen und Cafés das Frühstücksbuffet ein, bedienen die Gäste am Morgen und räumen anschließend auf. Die Arbeit beginnt früh, oft schon vor fünf Uhr.

3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Frühstückskraft verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.200 € 2.350 € 2.600 € 28.200 €
Mit Berufserfahrung 2.300 € 2.550 € 2.900 € 30.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.500 € 2.850 € 3.400 € 34.200 €

Viele Stellen liegen nahe am gesetzlichen Mindestlohn; wo der Tarifvertrag für das Hotel- und Gaststättengewerbe des jeweiligen Bundeslandes angewendet wird, ist die Bezahlung etwas höher und planbarer. Entscheidend sind außerdem Region, Hausgröße und ob Zuschläge für Sonn- und Feiertagsarbeit gezahlt werden; die meisten Stellen sind Teilzeit oder Minijob, sodass das tatsächliche Monatsentgelt deutlich unter diesen Vollzeitwerten liegt.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht eine Frühstückskraft?

Die Frühstückskraft ist morgens die erste Person, die Gäste im Hotel sehen. Vor Öffnung des Frühstücksraums wird das Buffet aufgebaut: Brötchen und Brot aus dem Ofen, Wurst und Käse aufschneiden und anrichten, Obst schneiden, Müsli, Joghurt und Marmeladen auffüllen, Rührei und Würstchen in die Warmhaltebehälter, Kaffeemaschine anstellen und Säfte bereitstellen. Tische werden eingedeckt, Servietten, Besteck und Blumen kontrolliert.

Während des Frühstücks läuft der Betrieb parallel: Buffet nachfüllen, benutztes Geschirr abräumen, Tische neu eindecken, Kaffee und Tee an den Tisch bringen, Sonderwünsche und Allergikerfragen beantworten, Zimmernummern notieren oder Frühstückspreise abrechnen. In kleineren Häusern übernimmt eine einzelne Person all das allein, in großen Hotels arbeitet ein Team mit klarer Aufteilung zwischen Küche, Service und Spülbereich.

Nach dem Frühstück folgt der weniger sichtbare Teil: Buffet abbauen, Reste nach Hygienevorgaben verwerten oder entsorgen, Geschirr spülen, Thermobehälter reinigen, Kühlschränke und Arbeitsflächen wischen, Temperaturen dokumentieren, Ware kontrollieren und für den nächsten Tag vorbereiten oder bestellen.

Wie wird man Frühstückskraft?

Eine Ausbildung ist nicht vorgeschrieben. Viele Häuser stellen ohne Vorerfahrung ein und schulen in wenigen Tagen an. Erwartet wird meist die Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz durch das Gesundheitsamt, dazu Grundkenntnisse in Lebensmittelhygiene nach HACCP, die der Betrieb selbst vermittelt. Deutschkenntnisse auf einfachem Gesprächsniveau und ein paar englische Sätze reichen in den meisten Häusern.

Wer eine Ausbildung als Fachkraft für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie, Hotelfachfrau oder Köchin mitbringt, wird eher für Verantwortung im Frühstücksbereich eingesetzt und besser bezahlt. Für viele ist die Frühstückskraft ein Quereinstieg: nach einer Familienphase, als Zweitjob oder als Einstieg in die Hotellerie ohne formale Hürden. Minijobs und Teilzeitstellen mit vier bis sechs Stunden am Morgen sind hier häufiger als Vollzeit.

Was der Beruf verlangt

Der Arbeitsbeginn liegt zwischen vier und sechs Uhr, an Wochenenden und Feiertagen genauso wie unter der Woche. Wer nicht früh aufstehen kann, hält den Rhythmus nicht durch. Die Schicht endet dafür meist am frühen Nachmittag.

Die Arbeit ist körperlich: durchgehend stehen und gehen, Kisten und Getränkekästen tragen, heiße Bleche und Behälter handhaben, Zeitdruck in der Stoßzeit zwischen sieben und neun Uhr. Gleichzeitig muss die Ansprache freundlich bleiben, auch wenn Gäste unzufrieden sind oder das Buffet leer läuft. Personalmangel führt in vielen Häusern dazu, dass eine Person die Arbeit von zwei erledigt. Die Bezahlung liegt am unteren Rand der Gastronomie, Zuschläge für Sonntage und Feiertage sind nicht überall selbstverständlich.

Aussichten

Hotels und Pensionen suchen dauerhaft Frühstückskräfte, in Ferienregionen und Städten mit Messebetrieb besonders. Eine Stelle zu finden ist selten das Problem, gute Bedingungen zu finden schon.

Wer bleibt, kann Verantwortung für den Frühstücksbereich übernehmen, Dienstpläne und Bestellungen führen oder in den Restaurantservice, an die Rezeption oder in die Küche wechseln. Mit einer nachgeholten Ausbildung oder der Weiterbildung zum Restaurantmeister öffnen sich Leitungspositionen. Ohne Abschluss bleibt die Entwicklung meist auf den Frühstücksbereich begrenzt.

Aufgaben

  • Frühstücksbuffet vor Öffnung aufbauen und dekorieren
  • Wurst, Käse und Obst aufschneiden und anrichten
  • Brötchen aufbacken, warme Speisen bereitstellen
  • Buffet während der Servicezeit nachfüllen und kontrollieren
  • Tische abräumen, neu eindecken, Getränke servieren
  • Kühltemperaturen und Hygienevorgaben dokumentieren
  • Frühstücksraum, Geschirr und Geräte reinigen
  • Warenbestand prüfen und Bestellungen vorbereiten

Voraussetzungen

  • Belehrung nach Infektionsschutzgesetz durch das Gesundheitsamt
  • Bereitschaft zum Arbeitsbeginn zwischen vier und sechs Uhr
  • Arbeit an Wochenenden und Feiertagen
  • Körperliche Belastbarkeit, langes Stehen und Tragen
  • Freundliches Auftreten gegenüber Gästen
  • Einfache Deutschkenntnisse, englische Grundkenntnisse hilfreich
  • Gepflegtes Erscheinungsbild und Sauberkeitsbewusstsein

Wo man arbeitet

  • Hotels und Hotelketten
  • Pensionen und Gasthöfe
  • Ferienanlagen und Kurhäuser
  • Cafés und Bäckereien mit Frühstücksangebot
  • Tagungshäuser und Kliniken mit Gastronomie

Der Weg in den Beruf

Für den Einstieg ist keine Ausbildung vorgeschrieben, die Einarbeitung im Betrieb dauert wenige Tage bis zwei Wochen. Wer eine dreijährige Ausbildung als Fachkraft für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie, Hotelfachfrau oder Köchin abgeschlossen hat, wird eher mit Verantwortung für den Frühstücksbereich eingesetzt. Die zweijährige Ausbildung zur Fachkraft im Gastgewerbe ist ein möglicher Weg, den Beruf nachträglich formal zu unterlegen.

Offene Stellen als Frühstückskraft

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