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Gastronomie & Tourismus

Barista

Baristas bereiten Espresso, Filterkaffee und Milchgetränke zu, bedienen und pflegen Siebträgermaschinen und Mühlen und beraten Gäste zu Kaffeesorten. Der Beruf verbindet Handwerk am Kaffee mit Arbeit im Service.

6 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Barista verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.100 € 2.300 € 2.600 € 27.600 €
Mit Berufserfahrung 2.300 € 2.600 € 3.000 € 31.200 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.600 € 3.000 € 3.800 € 36.000 €

Die Bezahlung liegt häufig nahe am gesetzlichen Mindestlohn; entscheidend sind Region, Betriebsgröße und ob der Betrieb an einen Tarifvertrag des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes gebunden ist. Trinkgeld und Zuschläge für Sonn- und Feiertagsarbeit können das Einkommen deutlich beeinflussen, Filial- oder Schichtleitung hebt es spürbar an.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Barista?

Ein Barista steht an der Kaffeebar und bereitet Getränke zu: Espresso, Cappuccino, Flat White, Filterkaffee als Handaufguss oder aus dem Batch Brewer. Dazu gehört mehr als Knöpfe drücken. Die Mühle muss auf die jeweilige Bohne und die Tagesluftfeuchte eingestellt werden, das Mahlgut wird gewogen, die Extraktionszeit kontrolliert, das Ergebnis verkostet und nachjustiert. Milch wird auf Temperatur und Konsistenz aufgeschäumt, bei Latte Art auch mit einem Muster in die Tasse gegossen.

Parallel läuft das Tagesgeschäft: Bestellungen aufnehmen, kassieren, Gäste zu Herkunft und Röstprofil der Bohnen beraten, Kuchen und belegte Brote herausgeben, Tische abräumen, Geschirr spülen. Am Ende der Schicht werden Brühgruppen rückgespült, Siebträger und Milchkännchen gereinigt, die Mühle entleert und der Bereich desinfiziert. In vielen Betrieben kommen Warenannahme, Bestandskontrolle und die Pflege der Kassenabrechnung hinzu.

Wie wird man Barista?

Barista ist in Deutschland kein geschützter Ausbildungsberuf. Der übliche Weg führt über eine Anstellung in einem Café oder einer Rösterei, oft zunächst im Service, mit Einarbeitung an der Maschine. Wer den Beruf ernsthaft betreibt, ergänzt das durch Kurse: Barista-Skills, Brewing, Sensorik, etwa nach dem Kursystem der Specialty Coffee Association. Diese Zertifikate sind freiwillig, in der Spezialitätenkaffee-Szene aber ein anerkannter Nachweis.

Eine abgeschlossene Ausbildung als Fachkraft für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie, als Restaurantfachkraft oder im Einzelhandel ist eine gute Grundlage, besonders wenn später Schichtleitung oder eine eigene Bar dazukommen soll. Quereinstieg ist der Normalfall; viele Baristas kommen aus anderen Branchen.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit findet im Stehen statt, sechs bis neun Stunden, auf engem Raum, oft in Lärm und Hitze. Der Siebträger wird hunderte Male pro Schicht ein- und ausgespannt, das belastet Handgelenke und Schultern. Frühdienste beginnen vor sechs Uhr, Wochenend- und Feiertagsarbeit gehört dazu. In Stoßzeiten stehen zwanzig Bestellungen an, während gleichzeitig kassiert und gesprochen werden muss.

Die Bezahlung liegt in der Gastronomie niedrig, häufig nahe am Mindestlohn, Trinkgeld ergänzt sie unterschiedlich stark. Viele Stellen sind Teilzeit oder befristet, die Personalfluktuation ist hoch. Wer den Beruf länger ausübt, braucht Geduld mit Gästen, ein Gespür für Abläufe und die Bereitschaft, auch Putzarbeiten selbstverständlich zu erledigen.

Aussichten

Cafés und Röstereien suchen laufend Personal, Einstiegsstellen sind fast überall zu finden. Wer sich fachlich vertieft, kann Schichtleitung übernehmen, Filialleitung, Trainerin oder Trainer in einer Rösterei werden, in den Kaffeeeinkauf oder die Qualitätssicherung wechseln oder als Röstmeisterin arbeiten. Wettbewerbe wie die deutsche Barista-Meisterschaft öffnen Türen in der Szene. Ein eigenes Café ist möglich, verlangt aber kaufmännisches Wissen und Kapital. Ohne Weiterentwicklung bleibt die Tätigkeit dauerhaft körperlich fordernd und gering bezahlt.

Aufgaben

  • Espresso und Filterkaffee zubereiten und sensorisch prüfen
  • Mahlgrad, Brühzeit und Extraktion einstellen und nachjustieren
  • Milch aufschäumen und Milchgetränke mit Latte Art ausgeben
  • Gäste zu Bohnen, Röstung und Zubereitungsarten beraten
  • Bestellungen aufnehmen, kassieren und abrechnen
  • Siebträgermaschine, Mühlen und Arbeitsbereich reinigen und warten
  • Warenbestand kontrollieren, Lieferungen annehmen und einlagern
  • Kuchen, Snacks und Frühstücksangebote vorbereiten und herausgeben

Voraussetzungen

  • Kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben, Interesse an Kaffee und Handwerk
  • Gesundheitszeugnis nach Infektionsschutzgesetz für den Umgang mit Lebensmitteln
  • Belastbarkeit für lange Steharbeit und schnelle Abläufe in Stoßzeiten
  • Freundliches, geduldiges Auftreten im Gästekontakt
  • Geschmackssinn und Bereitschaft, Ergebnisse systematisch zu verkosten
  • Deutschkenntnisse, in Großstädten häufig auch Englisch
  • Bereitschaft zu Früh-, Wochenend- und Feiertagsdiensten

Wo man arbeitet

  • Cafés und Kaffeebars
  • Röstereien mit eigenem Ausschank
  • Bäckereien und Konditoreien mit Café
  • Hotelfrühstück und Hotelbars
  • Restaurants und Bars
  • Mobile Kaffeebars und Catering auf Veranstaltungen

Der Weg in den Beruf

Es gibt keine staatlich geregelte Ausbildung zum Barista; der Einstieg erfolgt meist über eine Anstellung mit betrieblicher Einarbeitung von wenigen Wochen bis mehreren Monaten. Ergänzend werden ein- bis dreitägige Kurse mit Zertifikat angeboten, etwa nach dem Coffee Skills Program der Specialty Coffee Association. Eine dreijährige Ausbildung als Fachkraft für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie ist eine mögliche formale Grundlage für Leitungsaufgaben.

Offene Stellen als Barista

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