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Gastronomie & Tourismus

Frühstückskoch

Frühstücksköche bereiten in Hotels und Gaststätten das Frühstücksangebot zu, bauen das Buffet auf und kochen Eierspeisen à la minute. Der Arbeitstag beginnt meist zwischen vier und sechs Uhr morgens.

56 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Frühstückskoch verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.100 € 2.400 € 2.700 € 28.800 €
Mit Berufserfahrung 2.400 € 2.750 € 3.200 € 33.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.700 € 3.100 € 3.700 € 37.200 €

Entscheidend sind Tarifbindung und Betriebsgröße: In Häusern mit Tarifvertrag für das Hotel- und Gaststättengewerbe des jeweiligen Bundeslandes oder in Ketten liegt die Bezahlung deutlich über der in kleinen, ungebundenen Betrieben. Zuschläge für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit sowie Trinkgeldbeteiligung können das Monatseinkommen merklich erhöhen.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Frühstückskoch?

Der Arbeitstag beginnt früh, oft um fünf Uhr, in großen Häusern schon um vier. Bis die ersten Gäste kommen, müssen Rühreier, Spiegeleier, Omeletts, Speck, Würstchen, Bratkartoffeln und warme Beilagen vorbereitet oder anbratfertig sein. Dazu kommen die kalten Komponenten: Aufschnitt und Käse portionieren, Obst schneiden, Joghurt und Müsli auffüllen, Backwaren aus dem Ofen holen. Das Buffet wird nach Plan aufgebaut, die Temperaturen der Warmhaltebehälter kontrolliert und dokumentiert.

Während des Frühstücksservice läuft die Nachproduktion. Was leer wird, muss sofort ersetzt werden, und in vielen Hotels werden Eierspeisen auf Wunsch frisch am Gast oder auf Bestellung zubereitet. Parallel gilt es, Sonderwünsche abzudecken: vegan, glutenfrei, laktosefrei, Allergien. Nach dem Service folgt der Abbau, das Reinigen der Station, die Warenannahme und Bestellung sowie die Vorbereitung für den nächsten Morgen. In kleineren Betrieben hilft der Frühstückskoch danach im Mittagsgeschäft oder in der Vorbereitung für das Abendgeschäft mit.

Wie wird man Frühstückskoch?

Der klassische Weg ist die dreijährige duale Ausbildung zum Koch mit Abschluss vor der Industrie- und Handelskammer. Wer sie hat, kann sich in jedem Hotel auf die Frühstücksschiene bewerben. Die Position ist aber auch einer der häufigsten Quereinstiege der Branche: Viele Häuser stellen angelernte Kräfte, Beiköche oder Küchenhilfen mit Erfahrung ein, weil das Speisenspektrum überschaubar und stark standardisiert ist. Vorausgesetzt werden dann Zuverlässigkeit, Tempo und ein Gesundheitszeugnis nach Infektionsschutzgesetz sowie eine Hygieneschulung nach HACCP. Wer aus der Systemgastronomie, aus Kantinen oder Bäckereien kommt, findet sich schnell zurecht.

Was der Beruf verlangt

Die Frühschicht ist die größte Hürde. Aufstehen mitten in der Nacht, auch am Wochenende, an Feiertagen und in der Hochsaison mehrere Tage hintereinander. Dafür ist der Dienst meist am frühen Nachmittag beendet, was manche als Vorteil empfinden: Der Abend bleibt frei, anders als im übrigen Küchendienst. Körperlich bedeutet der Beruf mehrere Stunden Stehen, Heben von Gastronorm-Behältern und Getränkekisten, Hitze am Grill und Zugluft am Buffet.

Stress entsteht in Wellen. Wenn eine Reisegruppe gleichzeitig in den Saal kommt, muss die Station in kurzer Zeit große Mengen liefern. Alleinarbeit ist verbreitet, in kleinen Hotels steht niemand sonst in der Küche, sodass Ausfälle schwer zu kompensieren sind. Sauberkeit und Dokumentation sind Pflicht, Kontrollen durch die Lebensmittelüberwachung gehören zum Alltag. Wer Abwechslung im Kochen sucht, wird das Angebot mit der Zeit als eintönig erleben.

Aussichten

Die Nachfrage ist hoch und stabil. Fast jedes Hotel bietet Frühstück an, und die Position ist wegen der Arbeitszeit schwer zu besetzen. Ausgebildete Köche mit Frühstückserfahrung finden praktisch überall eine Stelle, auch Quereinsteiger haben gute Chancen. Entwicklungswege führen über den Chef de Partie zum Souschef und Küchenchef, in der Hotellerie auch in die Bankettküche oder in die Betreuung von Tagungen. Weiterbildungen zum Küchenmeister oder eine Ausbildung als Diätköchin erweitern die Möglichkeiten. Wer bei der Frühschicht bleibt, kann in Häusern mit Tarifbindung oder in Ketten mit Zuschlägen für Nacht- und Sonntagsarbeit deutlich mehr verdienen als im ungebundenen Kleinbetrieb.

Aufgaben

  • Frühstücksbuffet aufbauen, bestücken und während des Service nachfüllen
  • Eierspeisen, Speck, Würstchen und warme Beilagen zubereiten
  • Kalte Komponenten wie Aufschnitt, Käse und Obst vorbereiten und anrichten
  • Backwaren aufbacken und den Nachschub steuern
  • Sonderwünsche und Allergikerkost abdecken
  • Temperaturen kontrollieren und HACCP-Dokumentation führen
  • Warenannahme, Lagerhaltung und Bestellungen für die Frühstücksküche
  • Station reinigen und den nächsten Frühstücksdienst vorbereiten

Voraussetzungen

  • Ausbildung als Koch oder nachweisbare Küchenerfahrung, teils genügt Anlernen
  • Gesundheitszeugnis nach Infektionsschutzgesetz und Hygieneschulung
  • Bereitschaft zur Frühschicht ab vier bis sechs Uhr, auch am Wochenende
  • Kenntnisse der HACCP-Vorgaben und der Allergenkennzeichnung
  • Belastbarkeit, Tempo und Sauberkeit im Arbeiten
  • Körperliche Fitness für langes Stehen und Heben
  • Grundkenntnisse Deutsch für Absprachen mit Service und Gästen

Wo man arbeitet

  • Stadt- und Ferienhotels
  • Hotelketten und Business-Hotels
  • Pensionen und Gasthöfe
  • Kliniken, Kur- und Seniorenhäuser
  • Tagungs- und Kongresszentren
  • Kreuzfahrtschiffe und Ferienanlagen

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die dreijährige duale Ausbildung zum Koch mit IHK-Abschluss, danach der Einsatz in der Frühstücksküche. Vielfach ist auch ein Quereinstieg als angelernte Kraft möglich, wenn Küchenerfahrung, Gesundheitszeugnis und Hygieneschulung vorliegen. Aufbauend sind Weiterbildungen zum Küchenmeister oder zur Diätköchin möglich.

Offene Stellen als Frühstückskoch

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