Zum Inhalt springen
Kaufmännische Berufe & Verwaltung

Front Office Mitarbeiter

Front Office Mitarbeiter sind die erste Anlaufstelle für Gäste, Kunden und Besucher – am Hotelempfang, in der Praxis oder in der Firmenzentrale. Sie checken ein, nehmen Anrufe entgegen, bearbeiten Reservierungen und rechnen ab.

7 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Front Office Mitarbeiter verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.100 € 2.400 € 2.800 € 28.800 €
Mit Berufserfahrung 2.500 € 2.900 € 3.400 € 34.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.000 € 3.600 € 4.500 € 43.200 €

Entscheidend sind Branche und Tarifbindung: In der Hotellerie gelten die regionalen Entgelttarifverträge des DEHOGA mit vergleichsweise niedrigen Sätzen, während Empfangsstellen in Industrie, Kanzleien oder im öffentlichen Dienst (TVöD, meist Entgeltgruppen 4 bis 6) deutlich besser bezahlt sind. Nacht-, Sonn- und Feiertagszuschläge können das Monatsentgelt spürbar erhöhen.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Front Office Mitarbeiter?

Das Front Office ist der Bereich eines Betriebs mit direktem Kundenkontakt. In Hotels bedeutet das: Gäste an- und abmelden, Zimmer zuweisen, Schlüsselkarten programmieren, Rechnungen erstellen, Kreditkarten belasten, Reservierungen im Buchungssystem pflegen und Anfragen von Buchungsportalen abarbeiten. Dazu kommen Auskünfte zu Restaurants, Verkehrsanbindung und Veranstaltungen sowie das Entgegennehmen von Beschwerden – vom vergessenen Weckruf bis zum überbuchten Zimmer.

In Unternehmen, Kliniken oder Kanzleien sieht der Alltag ähnlich aus, nur ohne Übernachtungen: Besucher empfangen und ankündigen, Telefonzentrale bedienen, Post und Pakete sortieren, Besprechungsräume verwalten, Zutrittsausweise ausgeben, Kurierdienste beauftragen. Häufig kommen Verwaltungsaufgaben dazu – Reisebuchungen, Bestellungen von Büromaterial, Abrechnung der Portokasse, Pflege von Kontaktdaten.

Die Arbeit läuft überwiegend im Stehen oder am Tresen, immer sichtbar und immer ansprechbar. Mehrere Dinge gleichzeitig sind die Regel: Während ein Gast eincheckt, klingelt das Telefon, und im Postfach liegen zwölf ungelesene Anfragen.

Wie wird man Front Office Mitarbeiter?

Der klassische Weg in Hotels ist die dreijährige Ausbildung zur Hotelfachfrau oder zum Hotelfachmann, alternativ die Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement für Empfangspositionen in Unternehmen. Auch Ausbildungen im Tourismus, im Einzelhandel oder als Veranstaltungskaufmann führen dorthin.

Der Beruf ist offen für Quereinsteiger. Wer freundlich, belastbar und sprachlich sicher ist, findet auch ohne einschlägigen Abschluss eine Stelle, besonders bei Empfangsdienstleistern, die Firmenempfänge im Auftrag betreiben. Englisch wird fast überall erwartet, in touristisch geprägten Regionen zusätzlich eine dritte Sprache. Kenntnisse gängiger Hotelsoftware wie Opera, Protel oder Sihot sind ein deutlicher Vorteil.

Was der Beruf verlangt

Im Hotel gehört Schichtdienst dazu: Frühdienst ab sechs, Spätdienst bis Mitternacht, dazu Wochenenden und Feiertage. Nachtdienst am Empfang ist verbreitet und wird meist gesondert vergütet. In Firmenempfängen sind die Zeiten planbarer, dafür ist die Anwesenheitspflicht strikt – der Tresen darf nicht leer bleiben.

Die Belastung ist weniger körperlich als emotional. Beschwerden treffen zuerst das Front Office, unabhängig davon, wer den Fehler verursacht hat. Freundlich zu bleiben, wenn ein Gast laut wird, ist Teil der Arbeit. Dazu kommt langes Stehen, ein hoher Anteil an Routine und in vielen Häusern chronische Unterbesetzung, die Pausen zusammenschrumpfen lässt. Die Bezahlung liegt in der Hotellerie im unteren Bereich des kaufmännischen Spektrums.

Aussichten

Empfangskräfte werden gesucht, in der Hotellerie besonders deutlich, seit viele Beschäftigte während der Pandemie in andere Branchen gewechselt sind. Wer bleibt, kann relativ zügig zur Schichtleitung, zum Front Office Supervisor und weiter zum Front Office Manager aufsteigen, in kleineren Häusern auch in die stellvertretende Direktion.

Andere Wege führen in den Vertrieb, ins Revenue Management, in die Veranstaltungsplanung oder in die Assistenz der Geschäftsleitung. Selbstbedienungs-Terminals und Online-Check-in nehmen einfache Vorgänge ab, ersetzen aber die persönliche Betreuung bislang nicht. Wer Sprachen und Systemkenntnisse mitbringt, hat gute Wechselmöglichkeiten – auch international.

Aufgaben

  • Gäste und Besucher empfangen, ein- und auschecken
  • Telefonzentrale bedienen und Anrufe weiterleiten
  • Reservierungen und Buchungen im System anlegen und ändern
  • Rechnungen erstellen, Kasse führen und Zahlungen abwickeln
  • Beschwerden aufnehmen und Lösungen anbieten
  • Post, Pakete und Kurierdienste verwalten
  • Besprechungsräume koordinieren und Zutrittsausweise ausgeben
  • Übergabeprotokolle für die nächste Schicht führen

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung im Hotel-, Büro- oder Tourismusbereich oder vergleichbare Praxiserfahrung
  • Sicheres Englisch, weitere Fremdsprachen je nach Haus
  • Freundliches, ruhiges Auftreten auch unter Druck
  • Sicherer Umgang mit Buchungs- und Office-Software
  • Bereitschaft zu Schicht-, Wochenend- und Feiertagsdienst
  • Gepflegtes Erscheinungsbild und Belastbarkeit für langes Stehen

Wo man arbeitet

  • Hotels und Ferienanlagen
  • Firmenzentralen und Bürogebäude
  • Kliniken, Praxen und Reha-Einrichtungen
  • Empfangs- und Facility-Dienstleister
  • Kanzleien, Agenturen und Beratungsunternehmen
  • Kongress- und Veranstaltungszentren

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine dreijährige duale Ausbildung, meist zur Hotelfachfrau bzw. zum Hotelfachmann oder zur Kauffrau bzw. zum Kaufmann für Büromanagement, mit Abschluss vor der zuständigen Kammer. Ein Quereinstieg ist verbreitet, häufig über eine mehrwöchige Einarbeitung am Empfang. Weiterbildungen zum Front Office Supervisor oder Hotelbetriebswirt bauen darauf auf.

Offene Stellen als Front Office Mitarbeiter

In der Suche fortsetzen

Verwandte Berufe

Hotelfachleute

Hotelfachleute betreuen Gäste vom Empfang bis zur Abreise, arbeiten im Service, an der Rezeption, im Housekeeping und in der Verwaltung. Der Beruf verbindet Gastgeberrolle mit kaufmännischen Aufgaben und läuft überwiegend im Schichtdienst.

Offene Stellen
5
Monatsbrutto
2.100 – 4.500 €

Kaufmann für Büromanagement

Kaufleute für Büromanagement organisieren den Schreibtischbetrieb einer Einrichtung: Sie bearbeiten Post und E-Mails, führen Termine und Akten, schreiben Rechnungen und sind meist die erste Ansprechperson für Anfragen von außen.

Offene Stellen
24
Monatsbrutto
2.200 – 4.300 €

Rezeptionist

Rezeptionisten sind die erste Kontaktstelle in Hotels, Praxen oder Unternehmen: Sie empfangen Gäste und Besucher, bearbeiten Anfragen am Telefon und per E-Mail und übernehmen organisatorische Aufgaben am Empfang.

Offene Stellen
24
Monatsbrutto
2.100 – 4.200 €

Tourismuskaufmann

Tourismuskaufleute beraten Kundinnen und Kunden zu Reisen, buchen Flüge, Hotels und Pauschalangebote und wickeln die Vorgänge kaufmännisch ab. Sie arbeiten in Reisebüros, bei Reiseveranstaltern, Fluggesellschaften oder im Geschäftsreisemanagement.

Offene Stellen
10
Monatsbrutto
2.100 – 4.600 €

Arbeitsplatz.de verwendet nur die Cookies, die für den Betrieb der Seite nötig sind. Kein Tracking, keine Werbenetzwerke, keine Auswertung Ihres Verhaltens. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.

Datenschutz