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Kaufmännische Berufe & Verwaltung

Rezeptionist

Rezeptionisten sind die erste Kontaktstelle in Hotels, Praxen oder Unternehmen: Sie empfangen Gäste und Besucher, bearbeiten Anfragen am Telefon und per E-Mail und übernehmen organisatorische Aufgaben am Empfang.

38 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Rezeptionist verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.100 € 2.400 € 2.800 € 28.800 €
Mit Berufserfahrung 2.400 € 2.800 € 3.300 € 33.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.800 € 3.300 € 4.200 € 39.600 €

Entscheidend sind Branche und Tarifbindung: In der Hotellerie gelten die regionalen Manteltarifverträge des Gastgewerbes mit vergleichsweise niedrigen Sätzen, an Empfängen von Industrie- oder Kanzleibetrieben und im öffentlichen Dienst nach TVöD liegt die Bezahlung deutlich höher. Nacht-, Sonntags- und Feiertagszuschläge können das Monatseinkommen im Hotel merklich aufstocken.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Rezeptionist?

Der Empfang ist der Ort, an dem sich Ankommende zuerst melden. Rezeptionisten begrüßen Gäste, Kunden oder Patienten, klären ihr Anliegen und leiten sie weiter. In Hotels gehören Check-in und Check-out zum Kern der Arbeit: Reservierungen prüfen, Zimmer zuweisen, Schlüsselkarten ausgeben, Rechnungen erstellen und kassieren. Dazu kommen Auskünfte über Frühstückszeiten, Anfahrt, Restaurants oder Sehenswürdigkeiten sowie das Annehmen und Bearbeiten von Beschwerden.

In Unternehmen, Kanzleien oder Arztpraxen sieht der Alltag anders aus. Dort geht es um Besucheranmeldung, Telefonzentrale, Postbearbeitung, Terminvergabe, Verwaltung von Besprechungsräumen und die Betreuung von Dienstleistern und Lieferanten. Häufig kommen Bürotätigkeiten hinzu: Rechnungen vorbereiten, Reisen buchen, Bestellungen auslösen, Listen pflegen. Ein großer Teil der Arbeit läuft über Software - Hotelverwaltungssysteme, Praxissoftware oder Kalender- und Ticketsysteme.

Wie wird man Rezeptionist?

Es gibt keine Ausbildung mit dieser genauen Bezeichnung. Der klassische Weg im Hotel ist die dreijährige Ausbildung zur Kauffrau oder zum Kaufmann für Hotelmanagement, früher Hotelfachfrau bzw. Hotelfachmann. Für Empfangsstellen in Büros qualifizieren Ausbildungen als Kaufmann für Büromanagement, Kaufmann für Tourismus und Freizeit oder Veranstaltungskaufmann. In Praxen arbeiten meist Medizinische Fachangestellte am Empfang.

Der Empfang ist außerdem ein häufiges Einstiegsfeld für Quereinsteiger. Wer freundlich auftritt, ordentlich schreibt und Englisch spricht, findet auch ohne passenden Abschluss eine Stelle, oft über Zeitarbeit oder Empfangsdienstleister. Bezahlung und Aufstiegschancen bleiben dann allerdings meist niedriger als bei Bewerbern mit Berufsabschluss.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit findet fast durchgehend vor Publikum statt. Freundlichkeit ist Teil der Leistung, auch bei überbuchten Häusern, verspäteten Gästen oder ausfallendem WLAN. Beschwerden treffen zuerst den Empfang, unabhängig davon, wer den Fehler verursacht hat. Wer schlecht damit umgehen kann, dauerhaft geduldig zu bleiben, wird den Beruf als anstrengend erleben.

In Hotels ist Schichtdienst die Regel: Frühdienst ab dem frühen Morgen, Spätdienst bis in die Nacht, dazu Wochenenden und Feiertage. Nachtdienst an der Rezeption ist verbreitet und wird oft allein besetzt. Viel Stehen und langes Sitzen am Bildschirm wechseln sich ab. Im Bürobereich sind die Zeiten regelmäßiger, dafür sind die Aufgaben teils monoton und die Vertretungssituation eng - der Empfang darf nicht unbesetzt bleiben, was Pausen und spontane Abwesenheiten erschwert.

Gefordert sind sichere Sprache in Deutsch und Englisch, in touristischen Regionen eine weitere Fremdsprache, Sorgfalt bei Kassenführung und Datenschutz sowie die Fähigkeit, mehrere Dinge gleichzeitig im Blick zu behalten.

Aussichten

Empfangskräfte werden fortlaufend gesucht, besonders in der Hotellerie, die seit Jahren unter Personalmangel leidet. Das erleichtert den Einstieg und den Wechsel zwischen Betrieben, hebt die Bezahlung aber nur begrenzt. Digitale Check-in-Automaten und Online-Terminbuchung verändern die Aufgaben, ersetzen den persönlichen Empfang bislang jedoch vor allem in Budget-Häusern.

Entwicklungswege führen zur Empfangsleitung, in Reservierung und Revenue Management, in Veranstaltungsorganisation oder ins Office Management. Weiterbildungen wie Fachwirt im Gastgewerbe oder Fachwirt für Büro- und Projektorganisation eröffnen Positionen mit Personal- und Budgetverantwortung.

Aufgaben

  • Gäste, Kunden oder Patienten empfangen und anmelden
  • Check-in und Check-out abwickseln, Zimmer zuweisen
  • Telefonate annehmen, weiterleiten und Nachrichten weitergeben
  • Reservierungen und Termine buchen, ändern und stornieren
  • Rechnungen erstellen, Zahlungen entgegennehmen, Kasse abrechnen
  • Beschwerden aufnehmen und Lösungen abstimmen
  • Post, Lieferungen und Besprechungsräume verwalten
  • Auskünfte zu Haus, Umgebung und Abläufen geben

Voraussetzungen

  • mittlerer Schulabschluss, häufig eine kaufmännische oder gastgewerbliche Ausbildung
  • sicheres Deutsch in Wort und Schrift, Englisch auf Gesprächsniveau
  • freundliches, gepflegtes Auftreten und Belastbarkeit im Kundenkontakt
  • Sorgfalt bei Kassenführung, Abrechnung und Datenschutz
  • Bereitschaft zu Schicht-, Wochenend- und Feiertagsdienst in der Hotellerie
  • Grundkenntnisse in Buchungs- und Bürosoftware

Wo man arbeitet

  • Hotels und Ferienanlagen
  • Arzt- und Zahnarztpraxen, Kliniken
  • Unternehmenszentralen und Bürogebäude
  • Kanzleien, Agenturen und Beratungsfirmen
  • Fitness- und Wellnessanlagen
  • Empfangs- und Facility-Dienstleister

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine dreijährige duale Ausbildung, etwa als Kaufmann für Hotelmanagement, Kaufmann für Büromanagement oder Medizinischer Fachangestellter, jeweils mit Abschluss vor der zuständigen Kammer. Der Empfang ist zugleich ein typisches Einstiegsfeld für Quereinsteiger, die betriebsintern eingearbeitet werden. Weiterbildungen wie Fachwirt im Gastgewerbe oder Office Management führen zu Leitungsaufgaben.

Offene Stellen als Rezeptionist

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