Fahrer im Fahrdienst / Tourenfahrdienst
Fahrerinnen und Fahrer im Fahrdienst befördern Menschen oder Waren auf festen Touren, etwa Kinder zur Förderschule, Beschäftigte zur Werkstatt für behinderte Menschen, Patienten zur Dialyse oder Lieferungen an feste Kunden. Gefahren wird meist mit Pkw, Kleinbus oder Transporter.
3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Fahrer im Fahrdienst / Tourenfahrdienst verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.200 € | 2.350 € | 2.700 € | 28.200 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.250 € | 2.500 € | 2.900 € | 30.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 2.400 € | 2.750 € | 3.300 € | 33.000 € |
Entscheidend ist der Arbeitgeber: Private Fahrdienste zahlen oft nur den gesetzlichen Mindestlohn, während Wohlfahrtsverbände und kommunale Träger nach TVöD, AVR Caritas, AVR Diakonie oder DRK-Reformtarifvertrag bezahlen. Weil viele Stellen nur Teilzeit mit geteilten Diensten sind, liegt das tatsächliche Monatseinkommen häufig deutlich unter den Vollzeitwerten.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Fahrer im Fahrdienst?
Der Arbeitstag folgt einem Tourenplan. Morgens wird das Fahrzeug übernommen, kurz geprüft (Licht, Reifen, Rollstuhlrampe, Gurte) und dann die erste Runde gefahren: Kinder von zu Hause abholen und zur Schule oder Kita bringen, Beschäftigte zur Werkstatt, ältere Menschen zur Tagespflege, Patienten zur Dialyse oder Strahlentherapie. Dazu gehört mehr als Fahren. Fahrgäste werden an der Haustür abgeholt, beim Einsteigen gestützt, Rollstühle mit Haltesystemen gesichert, Kindersitze eingebaut. Bei Krankheit oder Verspätung eines Fahrgasts muss mit der Zentrale und den Angehörigen telefoniert werden. Im Tourenfahrdienst für Waren werden statt Menschen Medikamente, Laborproben, Essen auf Rädern, Ersatzteile oder Post zwischen festen Stationen transportiert. Am Ende stehen Fahrtenbuch, Abfahrtsprotokoll und das Reinigen oder Betanken des Fahrzeugs.
Wie wird man Fahrer im Fahrdienst?
Eine Ausbildung gibt es für diese Tätigkeit nicht. Grundlage ist der Führerschein der Klasse B, für größere Busse mit mehr als acht Fahrgastplätzen die Klasse D1 oder D. Wer Personen gegen Entgelt befördert, etwa bei Krankenfahrten oder im Mietwagenverkehr, braucht zusätzlich die Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung, den sogenannten P-Schein. Dafür sind ein ärztliches Gutachten, ein Sehtest und ein Führungszeugnis nötig. Für die Arbeit mit Kindern verlangen die meisten Arbeitgeber ein erweitertes Führungszeugnis. Neue Fahrer werden in der Regel einige Tage auf der Tour eingearbeitet und lernen den Umgang mit Rollstuhlsicherung und Hebebühne. Ein Erste-Hilfe-Kurs ist Standard. Viele kommen als Quereinsteiger, nach der Elternzeit oder im Ruhestand in den Beruf.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeitszeiten sind das größte Hindernis für eine Vollzeitstelle. Schul- und Werkstattfahrten ballen sich am frühen Morgen und am Nachmittag, dazwischen liegen oft unbezahlte Stunden. Geteilte Dienste sind die Regel, viele Stellen sind Teilzeit oder Minijobs. In den Schulferien fällt Arbeit weg, was sich bei manchen Arbeitgebern auf das Einkommen auswirkt. Körperlich fordernd ist das Heben und Stützen von Fahrgästen sowie das Schieben von Rollstühlen, auch bei Regen und Glätte. Fahrgäste mit Demenz, geistiger Behinderung oder Verhaltensauffälligkeiten verlangen Geduld und Gelassenheit, während gleichzeitig der Verkehr Aufmerksamkeit fordert. Der Zeitdruck durch eng getaktete Touren und Staus ist spürbar. Die Bezahlung liegt bei privaten Anbietern häufig nahe am Mindestlohn.
Aussichten
Fahrer werden fast überall gesucht. Die Zahl der Menschen, die auf Beförderung zu Pflege-, Therapie- und Bildungseinrichtungen angewiesen sind, wächst, während viele bisherige Fahrer in Rente gehen. Arbeitsplätze sind dadurch vergleichsweise sicher, wer flexibel ist, findet schnell eine Stelle. Bessere Bedingungen gibt es meist bei Wohlfahrtsverbänden und kommunalen Trägern mit Tarifbindung. Aufstiegswege führen in die Disposition oder die Fahrdienstleitung, wo Touren geplant und Fahrer eingeteilt werden. Mit dem Busführerschein Klasse D und der Berufskraftfahrer-Qualifikation öffnet sich der Weg in den Linien- und Reiseverkehr, der deutlich besser bezahlt wird. Auch ein Wechsel in den Krankentransport nach einer Qualifikation als Rettungssanitäter ist möglich.
Aufgaben
- Fahrgäste an der Haustür abholen und beim Ein- und Aussteigen helfen
- Rollstühle, Rollatoren und Kindersitze im Fahrzeug sichern
- Feste Touren zu Schulen, Werkstätten, Tagespflegen oder Arztpraxen fahren
- Medikamente, Laborproben oder Essen an feste Stationen liefern
- Mit Zentrale, Einrichtungen und Angehörigen Absprachen bei Ausfällen oder Verspätungen treffen
- Fahrzeug vor Fahrtantritt prüfen, reinigen und betanken
- Fahrtenbuch und Tourenprotokolle führen
Voraussetzungen
- Führerschein Klasse B, für größere Busse Klasse D1 oder D
- Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung (P-Schein) bei entgeltlicher Personenbeförderung
- Erweitertes Führungszeugnis, vor allem bei der Beförderung von Kindern
- Erste-Hilfe-Nachweis
- Körperliche Belastbarkeit für Heben, Stützen und Rollstuhlschieben
- Geduld und ruhiger Umgang mit älteren, kranken oder behinderten Menschen
- Bereitschaft zu geteilten Diensten am frühen Morgen und Nachmittag
Wo man arbeitet
- Behinderten- und Seniorenfahrdienste von Wohlfahrtsverbänden
- Private Fahrdienst- und Mietwagenunternehmen
- Werkstätten für behinderte Menschen und Förderschulen mit eigenem Fahrdienst
- Taxi- und Krankenfahrtunternehmen
- Apotheken-, Labor- und Kurierdienste
- Anbieter von Essen auf Rädern
Der Weg in den Beruf
Eine geregelte Ausbildung gibt es nicht, der Einstieg erfolgt über den Führerschein Klasse B und eine Einarbeitung von einigen Tagen beim Arbeitgeber. Für die bezahlte Personenbeförderung kommt der P-Schein hinzu, der nach ärztlicher Untersuchung und Führungszeugnis innerhalb weniger Wochen erteilt wird.
Offene Stellen als Fahrer im Fahrdienst / Tourenfahrdienst
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Verwandte Berufe
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Berufskraftfahrer transportieren Güter oder Personen mit Lkw, Sattelzügen oder Bussen und sind für Ladung, Fahrzeug und Papiere verantwortlich. Der Arbeitsalltag findet überwiegend auf der Straße statt, oft mit langen Standzeiten und Nächten unterwegs.
- Offene Stellen
- 60
- Monatsbrutto
- 2.300 – 4.300 €
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- Offene Stellen
- 9
- Monatsbrutto
- 2.100 – 3.500 €
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- Offene Stellen
- 3
- Monatsbrutto
- 2.500 – 3.700 €
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