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Logistik & Verkehr

Fachlagerist / Fachkraft für Lagerlogistik

Fachlageristen und Fachkräfte für Lagerlogistik nehmen Waren an, lagern sie ein, stellen Sendungen zusammen und machen sie versandfertig. Die Arbeit findet in Lagerhallen, Versandzentren und Speditionen statt, häufig im Schichtbetrieb.

8 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Fachlagerist / Fachkraft für Lagerlogistik verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.200 € 2.500 € 2.900 € 30.000 €
Mit Berufserfahrung 2.600 € 3.000 € 3.500 € 36.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.000 € 3.500 € 4.300 € 42.000 €

Entscheidend ist, ob der Betrieb tarifgebunden ist: In der Logistik gelten je nach Region und Branche Tarifverträge für Spedition und Logistik, teils auch der Groß- und Außenhandel oder Metall- und Elektrotarife, die deutlich über den Sätzen von Zeitarbeit und tariffreien Lagerbetrieben liegen. Schicht-, Nacht- und Tiefkühlzulagen sowie der Staplerschein erhöhen das Einkommen zusätzlich.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht eine Fachkraft für Lagerlogistik?

Der Arbeitstag beginnt meist an der Rampe. Lkw werden entladen, Lieferpapiere mit dem Inhalt verglichen, Mengen gezählt, Paletten auf Beschädigung geprüft. Stimmt etwas nicht, wird eine Abweichung dokumentiert. Danach werden die Waren mit Handhubwagen, Gabelstapler oder Schmalgangstapler an ihren Lagerplatz gebracht und im Lagerverwaltungssystem gebucht. Wer diesen Schritt nachlässig macht, sorgt dafür, dass die Ware später nicht gefunden wird.

Den größten Teil der Zeit nimmt die Kommissionierung ein: Aufträge werden über Scanner, Pick-by-Voice oder Kommissionierliste abgearbeitet, Artikel aus den Regalen geholt, gepackt, gewogen, etikettiert und für den Versand bereitgestellt. Dazu kommen Ladungssicherung, Zolldokumente bei Auslandssendungen, Inventurzählungen und die Meldung von Fehlbeständen.

Der Unterschied zwischen den beiden Berufen liegt in der Tiefe. Fachlageristen arbeiten schwerpunktmäßig im operativen Lager. Fachkräfte für Lagerlogistik übernehmen zusätzlich planende Aufgaben: Sie optimieren Lagerplätze, wählen Verkehrsträger aus, kalkulieren Frachtkosten, erstellen Tourenplanungen und leiten Kollegen fachlich an.

Wie wird man Fachkraft für Lagerlogistik?

Über eine duale Ausbildung im Betrieb und in der Berufsschule. Der Fachlagerist ist ein zweijähriger Ausbildungsberuf, die Fachkraft für Lagerlogistik ein dreijähriger. Wer die zweijährige Ausbildung abgeschlossen hat, kann anschließend das dritte Jahr anhängen und den größeren Abschluss nachholen. Formal ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben; die meisten Betriebe stellen Bewerber mit Hauptschul- oder Realschulabschluss ein.

Der Quereinstieg ist in diesem Feld verbreitet. Viele arbeiten zunächst als Lagerhelfer, erwerben den Staplerschein und lernen die Abläufe im Betrieb. Eine externe Prüfung bei der Industrie- und Handelskammer ist nach mehreren Jahren einschlägiger Tätigkeit möglich und lohnt sich, weil ungelernte Kräfte deutlich schlechter bezahlt werden und schwerer aus der Zeitarbeit herauskommen.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist körperlich. Stehen, Gehen, Bücken, Heben über die ganze Schicht, in Tiefkühllagern bei Minusgraden, in unbeheizten Hallen im Winter kalt und im Sommer stickig. Verschleiß an Rücken, Knien und Schultern ist ein reales Risiko.

Schichtdienst ist die Regel, in großen Versandzentren auch Nacht- und Wochenendarbeit. Die Leistung wird oft gemessen: Picks pro Stunde, Fehlerquoten, Bearbeitungszeiten. Dieser Druck steigt in Saisonspitzen deutlich. Wer Zahlen im Kopf schlecht behält, unpünktlich ist oder mit Monotonie nicht umgehen kann, wird sich schwertun. Verlangt werden außerdem Zuverlässigkeit, Sorgfalt beim Buchen und die Bereitschaft, sich in Lagersoftware einzuarbeiten.

Aussichten

Die Nachfrage ist hoch und stabil. Handel, Industrie und Onlineversand brauchen dauerhaft Lagerpersonal, in vielen Regionen sind Stellen schwer zu besetzen. Gleichzeitig verändert Automatisierung die Arbeit: Regalbediengeräte, Fahrerlose Transportsysteme und automatische Kommissionierung ersetzen einfache Handgriffe und verschieben den Bedarf zu Kräften, die Anlagen bedienen und Störungen erkennen.

Weiterkommen kann man über die Position als Vorarbeiter oder Schichtleiter, über die Weiterbildung zum Logistikmeister oder zum Fachwirt für Logistiksysteme. Zusatzqualifikationen wie Gefahrgutbeauftragter, Ladungssicherung oder Kranschein erhöhen den Wert auf dem Arbeitsmarkt. Auch der Wechsel in Disposition, Arbeitsvorbereitung oder Qualitätssicherung ist ein üblicher Weg.

Aufgaben

  • Waren annehmen, Lieferscheine prüfen und Mengen kontrollieren
  • Güter mit Stapler oder Hubwagen ein- und auslagern
  • Aufträge nach Liste oder Scanner kommissionieren
  • Sendungen verpacken, etikettieren und versandfertig machen
  • Bestände im Lagerverwaltungssystem buchen und Inventuren durchführen
  • Ladung sichern und Fahrzeuge beladen
  • Versand- und Zollpapiere erstellen
  • Lagerplätze und Transportwege organisieren

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung als Fachlagerist oder Fachkraft für Lagerlogistik, bei Quereinstieg Lagererfahrung
  • Körperliche Belastbarkeit für Heben, Stehen und Gehen über die ganze Schicht
  • Staplerschein, in vielen Betrieben Voraussetzung oder direkt nach Einstellung erworben
  • Bereitschaft zu Schicht-, teils Nacht- und Wochenendarbeit
  • Sorgfalt beim Zählen, Buchen und Dokumentieren
  • Grundkenntnisse in Lagersoftware und im Umgang mit Scannern
  • Deutschkenntnisse für Papiere und Absprachen im Team

Wo man arbeitet

  • Lager von Industrie- und Handelsbetrieben
  • Speditionen und Logistikdienstleister
  • Versand- und Distributionszentren des Onlinehandels
  • Großhandel und Baustoffhandel
  • Tiefkühl- und Frischelager
  • Kommunale und industrielle Ersatzteillager

Der Weg in den Beruf

Übliche Wege sind die zweijährige duale Ausbildung zum Fachlageristen oder die dreijährige zur Fachkraft für Lagerlogistik, jeweils mit Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer. Wer den zweijährigen Abschluss hat, kann ein drittes Ausbildungsjahr anschließen. Auch der Quereinstieg über Helfertätigkeit mit späterer externer Prüfung ist möglich.

Offene Stellen als Fachlagerist / Fachkraft für Lagerlogistik

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