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Event Manager

Event Manager planen und organisieren Veranstaltungen von der ersten Idee bis zum Abbau – von Firmenkonferenzen und Messeauftritten über Produktpräsentationen bis zu Festivals und Hochzeiten. Sie steuern Budget, Dienstleister, Technik und Zeitplan.

6 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Event Manager verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.300 € 2.700 € 3.200 € 32.400 €
Mit Berufserfahrung 3.000 € 3.600 € 4.400 € 43.200 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.900 € 4.800 € 6.500 € 57.600 €

Das Gehalt hängt stark davon ab, ob man in einer Agentur, in einem Industrieunternehmen oder im öffentlichen Dienst arbeitet: Agenturen zahlen häufig am wenigsten, Konzern-Eventabteilungen deutlich mehr, kommunale Kongresszentren nach TVöD. Zuschläge für Wochenend- und Nachtarbeit sind außerhalb des öffentlichen Dienstes keine Selbstverständlichkeit.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Event Manager?

Ein Event Manager übersetzt einen Anlass in einen Ablauf. Am Anfang steht ein Briefing: ein Unternehmen will 300 Vertriebspartner zwei Tage lang zusammenbringen, ein Verband braucht eine Jahrestagung, ein Hersteller einen Messestand mit Bühnenprogramm. Daraus entstehen ein Konzept, ein Budget und ein Zeitplan. Danach beginnt die Beschaffung: Locations besichtigen und vergleichen, Angebote von Caterern, Technikfirmen, Messebauern, Hotels und Agenturen einholen, Verträge prüfen, Referenten und Künstler buchen.

Ein großer Teil der Arbeit ist Koordination und Dokumentation. Der Event Manager führt Teilnehmerlisten, verschickt Einladungen und Registrierungslinks, pflegt Ablaufpläne mit Minutenangaben, klärt Genehmigungen bei Ordnungsamt und Feuerwehr, holt Sicherheitskonzepte ein und kontrolliert laufend, ob das Budget noch trägt. Vor Ort steuert er den Aufbau, weist Personal ein, hält Kontakt zu Technik und Küche und löst die Probleme, die trotz aller Planung entstehen: verspätete Lieferungen, ausgefallene Referenten, defekte Mikrofone. Nach der Veranstaltung folgen Abbau, Rechnungsprüfung, Nachkalkulation und Auswertung von Teilnehmerfeedback.

Wie wird man Event Manager?

Es gibt keinen geschützten Zugang. Der klassische Weg ist die duale Ausbildung zur Veranstaltungskauffrau oder zum Veranstaltungskaufmann über drei Jahre. Verbreitet sind außerdem Studiengänge in Eventmanagement, Tourismus-, Messe- oder Kulturmanagement sowie BWL mit entsprechendem Schwerpunkt. Viele kommen über Hotellerie, Gastronomie, Marketing oder Veranstaltungstechnik in den Beruf und lernen die Planung in der Praxis.

Quereinstieg ist realistisch, verläuft aber fast immer über Praktika, Assistenzstellen oder Aushilfstätigkeit vor Ort. Wer mehrere Veranstaltungen von innen kennt, überzeugt mehr als ein Abschlusszeugnis. Englisch ist bei internationalen Formaten Voraussetzung, ebenso Sicherheit in Kalkulationstabellen und Registrierungssoftware.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeitszeiten richten sich nach den Veranstaltungen, nicht nach dem Kalender. Abende, Wochenenden, Aufbautage, lange Schichten in Messehallen und Reisen gehören dazu; in der Hochsaison folgen Projekte dicht aufeinander, danach kommen ruhigere Wochen. Vor Ort steht man viel, trägt mit an und schläft wenig. Der Beruf ist überlaufen: Auf attraktive Stellen bewerben sich viele, weshalb die Einstiegsgehälter niedrig und befristete Verträge häufig sind.

Dazu kommt Verantwortung unter Zeitdruck. Fehler sind sichtbar, weil Gäste bereits im Raum sitzen. Wer Improvisation als Belastung empfindet, Konflikte mit Dienstleistern scheut oder auf verlässliche Feierabende angewiesen ist, wird in diesem Beruf unglücklich. Gleichzeitig verlangt der Job kaufmännische Genauigkeit – ohne saubere Kalkulation wird aus einer gelungenen Veranstaltung ein Verlust.

Aussichten

Nach dem Einbruch der Pandemiejahre hat sich die Branche erholt, allerdings mit Verschiebungen: Hybride Formate, kleinere Formate und nachhaltige Konzepte sind gefragt, große Repräsentationsveranstaltungen seltener. Gesucht werden vor allem Leute, die Budgets sicher führen und Personal- wie Technikressourcen realistisch planen.

Entwicklungswege führen zur Projektleitung mit eigenen Teams, zur Leitung eines Veranstaltungsbereichs in Unternehmen, Verbänden oder Kongresszentren oder in die Spezialisierung auf Messebau, Sponsoring, Kongresse oder Live-Kommunikation. Viele arbeiten irgendwann selbstständig – mit mehr Gestaltungsfreiheit, aber schwankender Auftragslage.

Aufgaben

  • Veranstaltungskonzepte und Ablaufpläne erstellen
  • Budgets kalkulieren, überwachen und nachrechnen
  • Locations besichtigen, vergleichen und buchen
  • Angebote von Caterern, Technik und Messebau einholen und Verträge verhandeln
  • Teilnehmerregistrierung, Einladungen und Gästelisten verwalten
  • Genehmigungen, Sicherheits- und Hygienekonzepte klären
  • Auf- und Abbau vor Ort steuern und Personal einweisen
  • Nachkalkulation, Rechnungsprüfung und Auswertung von Feedback

Voraussetzungen

  • Kaufmännische Ausbildung, Studium im Eventbereich oder gleichwertige Praxiserfahrung
  • Organisationsstärke und Sorgfalt bei Zahlen und Fristen
  • Belastbarkeit bei Abend-, Wochenend- und Reisetätigkeit
  • Sicheres Auftreten gegenüber Kunden, Dienstleistern und Gästen
  • Englischkenntnisse für internationale Veranstaltungen
  • Bereitschaft, vor Ort körperlich mitzuarbeiten, Führerschein häufig erwartet

Wo man arbeitet

  • Eventagenturen und Kommunikationsagenturen
  • Marketing- oder Veranstaltungsabteilungen von Unternehmen
  • Kongresszentren, Messegesellschaften und Veranstaltungsstätten
  • Hotels und Locations mit eigenem Bankettbereich
  • Verbände, Kammern und öffentliche Einrichtungen
  • Selbstständige Tätigkeit auf Projektbasis

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die dreijährige duale Ausbildung zur Veranstaltungskauffrau oder zum Veranstaltungskaufmann mit IHK-Abschluss. Alternativ führt ein Bachelorstudium in Eventmanagement, Tourismus- oder Kulturmanagement in drei bis vier Jahren zum Einstieg. In beiden Fällen entscheidet die Praxiserfahrung aus Praktika und Aushilfsjobs bei Veranstaltungen über die ersten Stellen.

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