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Technik & Ingenieurwesen

Fachkraft für Veranstaltungstechnik

Fachkräfte für Veranstaltungstechnik bauen Bühnen, Licht-, Ton- und Videotechnik auf, bedienen sie während der Veranstaltung und bauen sie wieder ab. Sie sind für die technische Sicherheit von Konzerten, Messen, Theatervorstellungen und Firmenevents verantwortlich.

7 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Fachkraft für Veranstaltungstechnik verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.300 € 2.700 € 3.100 € 32.400 €
Mit Berufserfahrung 2.900 € 3.400 € 4.000 € 40.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.600 € 4.300 € 5.500 € 51.600 €

An kommunalen Theatern und in öffentlichen Veranstaltungshäusern richtet sich die Bezahlung nach dem TVöD beziehungsweise TV-L, meist in den Entgeltgruppen 6 bis 9, bei Meistern höher; Zuschläge für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit machen dort einen erheblichen Teil des Einkommens aus. Bei privaten Veranstaltungsdienstleistern gibt es kaum Tarifbindung, die Spanne ist deutlich größer und Überstunden werden häufig pauschal abgegolten.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht eine Fachkraft für Veranstaltungstechnik?

Bevor ein Publikum den Saal betritt, ist die Arbeit weitgehend erledigt. Fachkräfte für Veranstaltungstechnik montieren Traversen, hängen Scheinwerfer ein, verlegen Kabel, stellen Lautsprecher aus und richten sie ein, bauen Bühnenpodeste und Prospekte auf. Sie berechnen Traglasten, prüfen Anschlagmittel, schließen Verteiler an und messen Schutzleiter durch. Während der Veranstaltung sitzen sie am Licht- oder Mischpult, fahren Lichtstimmungen ab, mischen den Saalton, steuern Videozuspielungen oder bedienen die Obermaschinerie im Theater. Danach folgt der Abbau, oft noch in derselben Nacht.

Dazu gehört Papier: Bühnenpläne und Hängeplots lesen und anpassen, Materiallisten schreiben, Gefährdungsbeurteilungen ausfüllen, mit Regie, Produktionsleitung, Künstlern und Behörden abstimmen. Bei vielen Veranstaltungen übernimmt eine erfahrene Fachkraft die Rolle der verantwortlichen Person für Veranstaltungstechnik und haftet damit für den sicheren Betrieb.

Wie wird man Fachkraft für Veranstaltungstechnik?

Der reguläre Weg ist die duale Ausbildung zur Fachkraft für Veranstaltungstechnik, dreieinhalb Jahre, im Betrieb und in der Berufsschule, mit Abschluss vor der Industrie- und Handelskammer. Ausbildungsbetriebe sind Theater, Veranstaltungshallen, Messebauer, Rundfunkanstalten und Verleihfirmen für Licht- und Tontechnik. Die Ausbildung setzt kein bestimmtes Zeugnis voraus, praktisch stellen Betriebe meist mittleren Abschluss oder Abitur ein; Elektrotechnik und Physik spielen in der Prüfung eine Rolle.

Quereinstieg ist verbreitet. Viele beginnen als Bühnenhelfer oder Stagehand, arbeiten sich über Jahre ein und legen die Prüfung später als Externenprüfung ab. Ohne diesen Nachweis bleiben verantwortliche Positionen und Elektroarbeiten jedoch versperrt. Weiterführend gibt es die Meisterprüfung für Veranstaltungstechnik in den Richtungen Bühne, Halle und Beleuchtung sowie Studiengänge im Bereich Veranstaltungstechnik und Theatertechnik.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeitszeiten richten sich nach dem Publikum: Abende, Wochenenden, Feiertage, Nachtschichten beim Abbau, in der Messesaison auch Zwölf-Stunden-Tage in Serie. Planbares Privatleben ist schwierig, und wer im Tourbetrieb arbeitet, ist wochenlang unterwegs. Körperlich geht es um Heben, Tragen, Arbeiten in der Höhe auf Leitern, Hebebühnen und Traversen sowie um Lärm und Zugluft.

Verantwortung ist der zweite Punkt. Fehler bei Lastberechnungen, Anschlagmitteln oder Elektroinstallationen können Menschen töten. Entsprechend genau muss gearbeitet werden, auch wenn der Zeitdruck hoch ist und die Produktion drängt. Der Umgangston in der Branche ist direkt, Improvisationsfähigkeit wird erwartet. Ein Teil der Beschäftigung läuft über befristete Verträge, Zeitarbeit oder Aufträge als Selbstständige, gerade bei Konzert- und Messedienstleistern. Die Corona-Jahre haben viele Fachkräfte aus der Branche gedrängt.

Aussichten

Seit dem Wiederanlaufen des Veranstaltungsbetriebs herrscht Personalmangel, besonders bei geprüften Fachkräften und Meistern. Feste Stellen finden sich an Stadt- und Staatstheatern, in kommunalen Kongresszentren, bei Rundfunkanstalten und in Unternehmen mit eigenen Medientechnikabteilungen; dort sind Bezahlung und Arbeitszeitregelung in der Regel verlässlicher als bei Dienstleistern. Entwicklungswege führen über Spezialisierung auf Ton, Licht, Video, Rigging oder Bühnenmaschinerie zur Meisterprüfung, in die Projekt- und Technikleitung oder in die Selbstständigkeit als Systemtechniker. Medien- und Konferenztechnik in Unternehmen und Hochschulen ist ein wachsendes Ausweichfeld mit normalen Arbeitszeiten.

Aufgaben

  • Bühnen, Traversen und Podeste nach Plan aufbauen
  • Licht-, Ton- und Videotechnik einrichten und einmessen
  • Stromverteilung anschließen und Schutzmaßnahmen prüfen
  • Lichtstimmungen programmieren und während der Vorstellung fahren
  • Saal- und Monitorton mischen
  • Lastberechnungen durchführen und Anschlagmittel kontrollieren
  • Sicherheitsvorschriften umsetzen und Gefährdungsbeurteilungen erstellen
  • Geräte warten, reparieren und Bestände verwalten

Voraussetzungen

  • abgeschlossene Ausbildung zur Fachkraft für Veranstaltungstechnik oder gleichwertige Prüfung
  • Höhentauglichkeit und körperliche Belastbarkeit, Nachweis nach G 41 für Arbeiten mit Absturzgefahr
  • technisches Verständnis in Elektrotechnik, Mechanik und Akustik
  • Bereitschaft zu Abend-, Wochenend- und Nachtarbeit
  • Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein im sicherheitsrelevanten Arbeiten
  • Teamfähigkeit und Ruhe unter Zeitdruck
  • Führerschein, oft Klasse C1 für Materialtransporte

Wo man arbeitet

  • Stadt- und Staatstheater, Opern- und Konzerthäuser
  • Veranstaltungshallen, Arenen und Kongresszentren
  • Verleih- und Dienstleistungsfirmen für Licht-, Ton- und Bühnentechnik
  • Messebau- und Eventagenturen
  • Rundfunk- und Fernsehanstalten, Film- und Fernsehstudios
  • Medientechnikabteilungen von Unternehmen, Hochschulen und Kirchen

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die dreieinhalbjährige duale Ausbildung zur Fachkraft für Veranstaltungstechnik mit Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer. Wer über Jahre als Helfer in der Branche gearbeitet hat, kann die Prüfung auch als Externenprüfung ablegen. Darauf aufbauend folgen die Meisterprüfung für Veranstaltungstechnik oder ein Studium in Veranstaltungs- und Theatertechnik.

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