Enterprise Account Executive
Enterprise Account Executives verkaufen erklärungsbedürftige Software oder Dienstleistungen an große Unternehmen und Konzerne. Sie steuern Verkaufsprozesse, die sechs bis achtzehn Monate dauern und mehrere Entscheider auf Kundenseite einbeziehen.
3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Enterprise Account Executive verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 4.500 € | 5.500 € | 7.000 € | 66.000 € | |
| Mit Berufserfahrung | 6.500 € | 8.000 € | 10.500 € | 96.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 8.500 € | 11.000 € | 16.000 € | 132.000 € |
Tarifverträge gibt es in dieser Rolle praktisch nicht, alles wird frei verhandelt. Die Werte umfassen das Zielgehalt aus Fixum und Provision bei voller Zielerreichung; wer das Ziel verfehlt, liegt deutlich darunter, bei Übererfüllung sind Provisionen ohne Deckelung möglich. Am stärksten hängt das Gehalt vom Produkt und vom Deal-Volumen ab: US-Softwarekonzerne zahlen erheblich mehr als mittelständische Systemhäuser.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Enterprise Account Executive?
Enterprise Account Executives betreuen den Verkauf an Großkunden: Konzerne, Behörden, große Mittelständler. Verkauft werden meist Softwarelizenzen, Cloud-Abonnements, Plattformen oder komplexe Dienstleistungen mit Jahresvolumen von mehreren Hunderttausend Euro. Ein einzelner Abschluss kann ein Viertel bis die Hälfte des persönlichen Jahresziels ausmachen.
Der Arbeitsalltag besteht aus Recherche, Gesprächen und Koordination. Es gilt herauszufinden, wer im Kundenunternehmen Budget hat, wer technisch entscheidet, wer blockiert. Dann werden Termine gesetzt, Demos mit Presales-Kollegen vorbereitet, Business Cases gerechnet, Angebote geschrieben, Ausschreibungen beantwortet und Verträge mit Einkauf, Rechtsabteilung und Datenschutz verhandelt. Parallel läuft die Pflege der Pipeline im CRM und das wöchentliche Forecast-Gespräch mit der eigenen Führung, in dem jeder offene Deal begründet werden muss. Reisen zu Kundenterminen und Messen gehören dazu, auch wenn viel über Videokonferenz läuft.
Wie wird man Enterprise Account Executive?
Es gibt keine vorgeschriebene Ausbildung. Üblich ist ein Studium in Betriebswirtschaft, Wirtschaftsinformatik, Ingenieurwesen oder einem Fach, das zum verkauften Produkt passt. Der Einstieg erfolgt fast nie direkt: Erst kommen zwei bis vier Jahre als Sales Development Representative, der Termine akquiriert, oder als Account Executive im Mittelstandsgeschäft mit kleineren Abschlüssen. Wer dort verlässlich Ziele erreicht, wächst in das Enterprise-Segment.
Quereinstiege sind häufig und gern gesehen: aus der Beratung, aus dem technischen Vertrieb, aus Fachrollen in der Branche, in die verkauft wird. Wer weiß, wie ein Versicherungskonzern oder eine Klinikkette arbeitet, hat einen Vorteil, den kein Verkaufstraining ersetzt. Kaufmännische Ausbildungen mit anschließender Vertriebserfahrung sind ebenfalls ein gangbarer Weg. Verhandlungssicheres Englisch ist in international aufgestellten Unternehmen Bedingung.
Was der Beruf verlangt
Die Bezahlung ist an Zielerreichung gekoppelt, meist zur Hälfte. Wer das Jahresziel verfehlt, verdient deutlich weniger und steht nach zwei schwachen Quartalen unter Druck; Trennungen sind in dieser Rolle nicht ungewöhnlich. Die Zielvorgabe wird jedes Jahr neu und in der Regel höher gesetzt. Quartalsenden bringen lange Tage, weil Kunden Unterschriften verschieben und Rabatte intern genehmigt werden müssen.
Dazu kommt die Länge der Verkaufszyklen: Monate Arbeit können scheitern, weil ein Budget gestrichen wird oder ein Ansprechpartner das Unternehmen verlässt. Das verlangt Geduld und die Fähigkeit, Absagen nicht persönlich zu nehmen. Reisetätigkeit, Abendessen mit Kunden und Erreichbarkeit außerhalb der Kernzeiten sind normal. Wer klare Feierabende und planbare Wochen braucht, wird hier unglücklich.
Aussichten
Die Nachfrage ist hoch, besonders bei Softwareherstellern, Cloud-Anbietern und IT-Dienstleistern. Gute Verkäufer mit belegbarer Zielerreichung und Kontakten in einer Branche finden schnell neue Stellen, Wechsel alle drei bis vier Jahre sind üblich. Konjunkturschwächen wirken sich allerdings direkt aus: Wenn IT-Budgets gekürzt werden, schrumpfen die Teams.
Entwicklungswege führen zu strategischen Großkunden mit noch höheren Volumina, in die Teamleitung als Sales Manager oder Regional Director, in Enablement und Trainingsfunktionen oder in den Kundenerfolg. Manche wechseln in die Beratung oder gründen selbst.
Aufgaben
- Großkunden identifizieren und Entscheidungsstrukturen recherchieren
- Erstgespräche führen und Bedarf des Kunden aufnehmen
- Produktdemos mit Presales- und Technikkollegen vorbereiten
- Angebote, Business Cases und Ausschreibungsantworten erstellen
- Preise und Vertragsbedingungen mit Einkauf und Rechtsabteilung verhandeln
- Pipeline im CRM pflegen und Forecast an die Führung berichten
- Bestandskunden ausbauen und Verlängerungen absichern
- Auf Messen und Branchenveranstaltungen Kontakte knüpfen
Voraussetzungen
- Abgeschlossenes Studium oder kaufmännische Ausbildung, meist mit mehrjähriger Vertriebserfahrung
- Nachweisbare Zielerreichung in einer vorherigen Vertriebsrolle
- Verständnis für erklärungsbedürftige technische Produkte
- Verhandlungssichere Deutsch- und Englischkenntnisse
- Belastbarkeit bei Absagen und Druck zum Quartalsende
- Bereitschaft zu regelmäßigen Reisen
- Führerschein Klasse B
Wo man arbeitet
- Softwarehersteller und Cloud-Anbieter
- IT-Dienstleister und Systemhäuser
- Industrieunternehmen mit Großkundengeschäft
- Beratungs- und Technologiedienstleister
- Telekommunikationsanbieter
Der Weg in den Beruf
Ein geregelter Ausbildungsberuf ist das nicht. Üblich ist ein drei- bis fünfjähriges Studium in Wirtschaft, Wirtschaftsinformatik oder Technik, danach zwei bis vier Jahre im Vertriebsinnendienst, in der Leadgenerierung oder im Mittelstandsvertrieb. Erst mit belegbaren Abschlüssen im Rücken folgt der Wechsel ins Enterprise-Segment.
Offene Stellen als Enterprise Account Executive
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Enterprise Account Executive - Manufacturing / SaaS (m/w/d)
Enterprise Account Executive (m/w/d)
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