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Vertrieb & Kundenservice

Sales Development Representative

Sales Development Representatives sprechen potenzielle Kunden zum ersten Mal an, prüfen deren Bedarf und übergeben qualifizierte Termine an den Vertrieb. Der Beruf ist typisch für Software- und B2B-Dienstleistungsunternehmen.

11 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Sales Development Representative verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.600 € 3.100 € 3.700 € 37.200 €
Mit Berufserfahrung 3.200 € 3.800 € 4.600 € 45.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.800 € 4.600 € 6.000 € 55.200 €

Tarifverträge gibt es in diesem Beruf praktisch nicht, das Gehalt wird frei verhandelt. Üblich ist ein variabler Anteil von zehn bis dreißig Prozent, der an gebuchte Termine gekoppelt ist; Branche, Unternehmensgröße und Standort erklären den Rest der Spanne.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Sales Development Representative?

Ein Sales Development Representative, kurz SDR, steht am Anfang des Vertriebsprozesses. Die Aufgabe besteht darin, aus einer Liste möglicher Kunden diejenigen herauszufiltern, für die das eigene Produkt tatsächlich passt, und mit ihnen ein erstes Gespräch zu vereinbaren. Der Verkaufsabschluss selbst gehört meist nicht dazu, er liegt bei den Account Executives.

Der Arbeitstag besteht zu großen Teilen aus Telefonaten, E-Mails und Nachrichten über berufliche Netzwerke. Dazwischen wird recherchiert: Wer entscheidet in einem Unternehmen über den Einkauf von Software, welche Systeme sind dort im Einsatz, gab es früher schon Kontakt. Jede Aktivität wird im CRM-System dokumentiert, damit der Verlauf nachvollziehbar bleibt. Wer anruft, hört häufig ein Nein oder erreicht niemanden. Aus hundert Kontaktversuchen entstehen oft nur wenige Termine, und das ist normal.

Wie wird man Sales Development Representative?

Es gibt keinen vorgeschriebenen Weg. Viele kommen über ein Studium in Betriebswirtschaft, Kommunikations- oder Sozialwissenschaften, andere über eine kaufmännische Ausbildung, etwa als Kaufmann oder Kauffrau für Büromanagement oder im Groß- und Außenhandel. Der Quereinstieg ist üblich und ausdrücklich erwünscht: Menschen aus Gastronomie, Einzelhandel, Callcenter oder Fitnessbranche werden regelmäßig eingestellt, weil sie gelernt haben, mit fremden Menschen ins Gespräch zu kommen. Eingearbeitet wird intern, häufig mit Skripten, Gesprächsleitfäden und regelmäßigen Feedbackrunden auf mitgeschnittene Telefonate. Sehr gutes Deutsch ist Pflicht, Englisch wird in international tätigen Firmen erwartet.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist messbar, und das prägt den Alltag. Anzahl der Anrufe, gebuchte Termine, davon vom Vertrieb akzeptierte Termine: Diese Zahlen werden wöchentlich, oft täglich besprochen. Wer Ziele über längere Zeit verfehlt, bekommt das schnell zu spüren. Ablehnung gehört zum Handwerk, und sie kommt oft unfreundlich. Das zehrt, besonders in den ersten Monaten.

Gearbeitet wird meist zu Bürozeiten, weil Entscheider tagsüber erreichbar sind. Überstunden entstehen zum Quartalsende. Der Anteil an Bildschirmarbeit ist hoch, der Beruf ist körperlich anspruchslos, mental aber fordernd durch die ständige Wiederholung ähnlicher Gespräche. Homeoffice ist verbreitet. Die Fluktuation in diesen Teams ist hoch: Viele bleiben ein bis zwei Jahre in der Rolle, dann geht es weiter oder heraus.

Aussichten

Die Nachfrage ist an die Lage der Softwarebranche gekoppelt und schwankt deutlich. In Wachstumsphasen werden SDR-Teams schnell aufgebaut, in Sparphasen zuerst verkleinert. Wer Ergebnisse liefert, kann in überschaubarer Zeit als Account Executive selbst Abschlüsse verantworten, was besser bezahlt wird. Andere Wege führen ins Team Lead der SDR-Gruppe, ins Sales Enablement, ins Customer Success Management oder ins Marketing mit Schwerpunkt Leadgenerierung. Automatisierung durch KI-gestützte Ansprache verändert die Rolle: Reine Massenkontaktierung verliert an Wert, die Qualität der Recherche und des Gesprächs gewinnt.

Aufgaben

  • Potenzielle Kunden telefonisch und per E-Mail erstmals ansprechen
  • Zielunternehmen und Ansprechpartner recherchieren
  • Bedarf, Budget und Entscheidungsbefugnis im Gespräch abklären
  • Erstgespräche für Account Executives terminieren
  • Alle Kontakte und Ergebnisse im CRM-System dokumentieren
  • Anfragen aus Marketingkampagnen nachverfolgen
  • Ansprachetexte und Gesprächsleitfäden testen und anpassen
  • Kennzahlen zur eigenen Aktivität auswerten

Voraussetzungen

  • Kaufmännische Ausbildung, Studium oder einschlägige Praxiserfahrung im Kundenkontakt
  • Sicheres Deutsch in Wort und Schrift, oft zusätzlich Englisch
  • Bereitschaft, viele Stunden täglich zu telefonieren
  • Belastbarkeit gegenüber Ablehnung und Zielvorgaben
  • Strukturierte Arbeitsweise und Genauigkeit bei der Dokumentation
  • Sicherer Umgang mit CRM- und Kommunikationssoftware

Wo man arbeitet

  • Softwareunternehmen und SaaS-Anbieter
  • B2B-Dienstleister und Beratungshäuser
  • Vertriebsinnendienst von Industrieunternehmen
  • Agenturen für Leadgenerierung
  • Personaldienstleister und Callcenter

Der Weg in den Beruf

Ein geregelter Ausbildungsberuf existiert nicht. Üblich sind eine kaufmännische Ausbildung von drei Jahren oder ein Bachelorstudium in Wirtschafts- oder Kommunikationsfächern, ebenso häufig der Quereinstieg aus Handel, Gastronomie oder Kundenservice. Die fachliche Einarbeitung erfolgt im Unternehmen und dauert meist zwei bis drei Monate.

Offene Stellen als Sales Development Representative

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