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Kaufmännische Berufe & Verwaltung

Empfangsmitarbeiter / Security

Empfangsmitarbeiter mit Sicherheitsaufgaben empfangen Besucher in Bürogebäuden, Firmenzentralen oder Behörden, kontrollieren Zutritte und behalten Gebäude und Technik im Blick. Sie verbinden Servicearbeit am Empfangstresen mit Aufgaben aus dem Sicherheitsdienst.

3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Empfangsmitarbeiter / Security verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.250 € 2.500 € 2.800 € 30.000 €
Mit Berufserfahrung 2.450 € 2.750 € 3.100 € 33.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.800 € 3.200 € 3.900 € 38.400 €

Maßgeblich sind die regionalen Entgelttarifverträge für das Wach- und Sicherheitsgewerbe zwischen BDSW und ver.di, deren Stundenlöhne je nach Bundesland und Tätigkeitsgruppe deutlich auseinanderliegen. Hinzu kommen Nacht-, Sonn- und Feiertagszuschläge, die das tatsächliche Einkommen spürbar erhöhen, während direkt beim Unternehmen angestellte Empfangskräfte teils nach Haustarif oder TVöD bezahlt werden.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Empfangsmitarbeiter im Sicherheitsdienst?

Am Empfang eines Bürogebäudes, einer Konzernzentrale oder einer Behörde ist diese Person die erste Anlaufstelle. Besucher werden begrüßt, im System angemeldet und erhalten einen Besucherausweis, Mitarbeitende ihren Zutrittschip. Wer keinen Termin hat oder sich nicht ausweisen kann, kommt nicht durch. Dazu gehören Telefonate, die Annahme von Post und Paketen, die Verwaltung von Schlüsseln und das Führen eines Wachbuchs. Auf Monitoren laufen Videobilder und Meldungen der Brandmelde- und Einbruchmeldeanlage. Löst ein Alarm aus, wird nach festgelegtem Ablauf reagiert: nachsehen, Feuerwehr oder Polizei rufen, Verantwortliche informieren. Je nach Objekt kommen Kontrollgänge durch das Gebäude, das Auf- und Zuschließen von Türen und die Unterstützung bei Räumungsübungen hinzu.

Wie wird man Empfangsmitarbeiter im Sicherheitsdienst?

Eine bestimmte Ausbildung ist nicht vorgeschrieben, der Beruf wird häufig im Quereinstieg ergriffen, etwa aus Hotellerie, Einzelhandel oder Büroarbeit. Gesetzlich nötig ist für Tätigkeiten im Bewachungsgewerbe mindestens die Unterrichtung nach § 34a Gewerbeordnung bei der IHK, die rund 40 Unterrichtsstunden umfasst. Für manche Einsätze, etwa Kontrollgänge im öffentlich zugänglichen Raum, verlangen Gesetz oder Arbeitgeber die Sachkundeprüfung. Außerdem prüft die Behörde die Zuverlässigkeit, ein einwandfreies Führungszeugnis ist Pflicht, und die Beschäftigten werden im Bewacherregister erfasst. Wer einen anerkannten Abschluss möchte, kann die zweijährige Ausbildung zur Servicekraft für Schutz und Sicherheit oder die dreijährige zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit machen. Kurse in Erster Hilfe und als Brandschutzhelfer werden meist vom Arbeitgeber organisiert.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit findet im Schichtdienst statt, an vielen Objekten auch abends, nachts, an Wochenenden und Feiertagen. Schichten von zehn oder zwölf Stunden sind verbreitet. Lange Phasen, in denen wenig passiert, wechseln mit Momenten, in denen schnell und richtig gehandelt werden muss. Das verlangt Aufmerksamkeit auch in ruhigen Stunden. Gleichzeitig wird ein gepflegtes Auftreten und Freundlichkeit erwartet, auch gegenüber ungeduldigen oder unhöflichen Besuchern. Konflikte entstehen, wenn jemandem der Zutritt verweigert werden muss. In internationalen Unternehmen ist Englisch fast immer gefordert. Die Bezahlung liegt im unteren Bereich, viele Beschäftigte kommen nur mit Zuschlägen oder Überstunden auf ein auskömmliches Einkommen. Da Bewachungsaufträge regelmäßig neu ausgeschrieben werden, kann ein Objekt an eine andere Firma gehen, was Wechsel von Einsatzort oder Arbeitgeber mit sich bringt.

Aussichten

Sicherheitsdienstleister suchen ständig Personal, der Einstieg gelingt daher vergleichsweise leicht. Unternehmen lagern Empfang und Zutrittskontrolle zunehmend an Dienstleister aus, und die Anforderungen an Sicherheit in Gebäuden steigen. Zugleich übernehmen Besuchermanagement-Software und Zutrittstechnik einen Teil der Routinearbeit, gefragt sind daher Leute, die mit dieser Technik sicher umgehen. Mit Erfahrung ist der Aufstieg zum Schicht- oder Objektleiter möglich. Weiterbildungen wie die Geprüfte Schutz- und Sicherheitskraft oder der Meister für Schutz und Sicherheit öffnen Wege in Einsatzplanung und Führung.

Aufgaben

  • Besucher empfangen, anmelden und Besucherausweise ausgeben
  • Zutrittsberechtigungen prüfen und Zutrittskarten verwalten
  • Telefonate annehmen und weiterleiten
  • Post und Pakete annehmen und verteilen
  • Videoüberwachung und Gefahrenmeldeanlagen beobachten
  • Bei Alarmen nach Vorgabe reagieren und Rettungskräfte alarmieren
  • Kontrollgänge durchführen und Türen auf- und abschließen
  • Schlüsselausgabe und Vorkommnisse im Wachbuch dokumentieren

Voraussetzungen

  • Unterrichtung nach § 34a Gewerbeordnung, für manche Einsätze Sachkundeprüfung
  • Einwandfreies Führungszeugnis und behördliche Zuverlässigkeitsprüfung
  • Gute Deutschkenntnisse, häufig auch Englisch
  • Gepflegtes Auftreten und freundlicher, bestimmter Umgang mit Menschen
  • Sicherer Umgang mit PC, Telefonanlage und Besuchermanagement-Software
  • Bereitschaft zu Schicht-, Nacht- und Wochenenddienst

Wo man arbeitet

  • Sicherheitsdienstleister
  • Bürogebäude und Konzernzentralen
  • Behörden und öffentliche Einrichtungen
  • Banken und Versicherungen
  • Kliniken und Forschungseinrichtungen
  • Industrie- und Logistikunternehmen

Der Weg in den Beruf

Der übliche Weg ist der Quereinstieg mit der rund 40-stündigen Unterrichtung nach § 34a GewO bei der IHK, für erweiterte Aufgaben die Sachkundeprüfung. Wer einen Berufsabschluss anstrebt, kann die zweijährige Ausbildung zur Servicekraft für Schutz und Sicherheit oder die dreijährige zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit absolvieren.

Offene Stellen als Empfangsmitarbeiter / Security

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