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Kaufmännische Berufe & Verwaltung

Empfangs- & Reservierungsmitarbeiter

Empfangs- und Reservierungsmitarbeiter sind die erste Ansprechperson für Gäste im Hotel: Sie checken ein und aus, bearbeiten Buchungen und Anfragen und führen die Kasse. Der Beruf läuft im Schichtdienst, auch an Wochenenden und Feiertagen.

24 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Empfangs- & Reservierungsmitarbeiter verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.100 € 2.400 € 2.700 € 28.800 €
Mit Berufserfahrung 2.400 € 2.800 € 3.200 € 33.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.900 € 3.400 € 4.300 € 40.800 €

Entscheidend ist, ob der Betrieb dem Tarifvertrag für das Hotel- und Gaststättengewerbe des jeweiligen Bundeslandes folgt; tariffreie Häuser zahlen oft deutlich weniger. Nacht-, Sonn- und Feiertagszuschläge sowie Kettenhotels in Großstädten heben das Einkommen merklich an.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Empfangs- und Reservierungsmitarbeiter?

Der Arbeitsplatz ist die Rezeption eines Hotels oder das Reservierungsbüro dahinter. Zum Alltag gehört das Einchecken anreisender Gäste, das Ausstellen von Schlüsselkarten, das Erklären von Frühstückszeiten und Wegen, das Abrechnen beim Abreisen und das Kassieren per Karte oder bar. Parallel laufen Telefon und Mailpostfach: Zimmeranfragen, Änderungen, Stornierungen, Gruppenbuchungen, Anfragen von Reisebüros und Firmenkunden. Buchungen werden im Hotelprogramm erfasst, Zimmerkontingente über Buchungsportale gesteuert, Preise nach Belegung angepasst.

Dazu kommt vieles, was nicht im Handbuch steht: ein Gast beschwert sich über Lärm, ein Zimmer ist bei Anreise noch nicht fertig, das Haus ist überbucht, jemand braucht einen Arzt oder ein Taxi um drei Uhr nachts. Am Ende der Schicht wird abgerechnet, der Tagesabschluss gefahren und an die nächste Schicht übergeben. In kleinen Häusern gehören Frühstücksservice, Barbetrieb oder Concierge-Aufgaben mit dazu.

Wie wird man Empfangs- und Reservierungsmitarbeiter?

Der klassische Weg ist die dreijährige duale Ausbildung zur Kauffrau oder zum Kaufmann für Hotelmanagement, früher Hotelfachfrau bzw. Hotelfachmann. Auch Ausbildungen im Tourismus oder in Büroberufen führen an die Rezeption. Der Quereinstieg ist verbreitet und in vielen Häusern ausdrücklich erwünscht: Wer freundlich bleibt, sich in ein Buchungssystem einarbeitet und gutes Englisch spricht, wird auch ohne Branchenabschluss eingestellt. Studiengänge in Hotel- oder Tourismusmanagement zielen eher auf Leitungspositionen und beginnen dennoch häufig am Empfang.

Was der Beruf verlangt

Schichtdienst ist die Regel: Frühdienst ab sechs oder sieben Uhr, Spätdienst bis nach Mitternacht, in vielen Häusern zusätzlich Nachtschicht. Wochenenden und Feiertage sind Arbeitstage, gerade dann ist am meisten zu tun. Der Dienst wird überwiegend stehend geleistet, oft ohne feste Pausenzeiten, weil der nächste Gast schon wartet.

Die schwierigste Anforderung ist emotionale Arbeit: freundlich bleiben, wenn jemand laut wird, mehrere Dinge gleichzeitig bearbeiten und trotzdem in der Kasse keinen Fehler machen. Die Bezahlung in der Hotellerie liegt am unteren Ende des kaufmännischen Bereichs, in nicht tarifgebundenen Häusern teils nahe am Mindestlohn. Personalmangel führt in vielen Betrieben zu Einzelbesetzung an der Rezeption und zu kurzfristig geänderten Dienstplänen. Die Fluktuation ist entsprechend hoch.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil bis hoch, viele Häuser suchen dauerhaft. Für Bewerber bedeutet das schnelle Einstiegschancen und Auswahlmöglichkeiten, auch beim Wohnort: Stadt- und Ferienhotellerie unterscheiden sich stark in Saisonalität und Tempo. Entwicklungswege führen zur Schichtleitung, zum Front Office Manager, in die Reservierungsleitung oder ins Revenue Management, wo Preise und Kontingente gesteuert werden und der Schichtdienst wegfällt. Auch ein Wechsel in Vertrieb, Veranstaltungsplanung oder Kundenbetreuung außerhalb der Hotellerie ist mit der Erfahrung gut möglich. Zusatzqualifikationen wie eine weitere Fremdsprache, Erfahrung mit gängigen Hotelprogrammen oder eine Weiterbildung zum Fachwirt im Gastgewerbe verbessern die Position deutlich.

Aufgaben

  • Gäste ein- und auschecken, Schlüsselkarten ausgeben
  • Zimmerbuchungen im Hotelsystem anlegen und ändern
  • Telefon- und Mailanfragen zu Verfügbarkeit und Preisen beantworten
  • Rechnungen erstellen, Kasse führen und Tagesabschluss machen
  • Zimmerkontingente und Raten auf Buchungsportalen pflegen
  • Beschwerden aufnehmen und Lösungen mit Housekeeping oder Technik abstimmen
  • Gruppen- und Firmenbuchungen koordinieren
  • Auskunft zu Umgebung, Verkehr und Freizeitangeboten geben

Voraussetzungen

  • mittlerer Schulabschluss oder abgeschlossene Ausbildung, häufig im Hotel- oder Tourismusbereich
  • gutes Englisch, weitere Fremdsprachen von Vorteil
  • Bereitschaft zu Früh-, Spät-, Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienst
  • freundliches Auftreten und Belastbarkeit im Umgang mit fordernden Gästen
  • sicherer Umgang mit Buchungs- und Kassensystemen
  • Genauigkeit bei Abrechnung und Datenerfassung
  • langes Stehen über eine ganze Schicht

Wo man arbeitet

  • Stadt- und Ferienhotels
  • Hotelketten und Resorts
  • Tagungs- und Kongresshotels
  • Reservierungszentralen und Callcenter der Hotellerie
  • Ferienanlagen, Jugendherbergen und Campingplätze
  • Kliniken und Kureinrichtungen mit Gästeempfang

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die dreijährige duale Ausbildung zur Kauffrau oder zum Kaufmann für Hotelmanagement mit Abschluss vor der Industrie- und Handelskammer. Verkürzung auf zweieinhalb Jahre ist bei guten Leistungen möglich. Der Quereinstieg gelingt häufig über eine Anlernphase am Empfang, ergänzt um Schulungen zum Hotelprogramm.

Offene Stellen als Empfangs- & Reservierungsmitarbeiter

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