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Handwerk & Produktion

Elektroniker / Elektriker

Elektroniker installieren, prüfen und reparieren elektrische Anlagen, Leitungen und Geräte – von der Verteilung im Wohnhaus bis zur Maschinensteuerung in der Industrie. Der Beruf verbindet körperliche Montagearbeit mit Messtechnik und Fehlersuche.

13 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Elektroniker / Elektriker verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.500 € 2.900 € 3.300 € 34.800 €
Mit Berufserfahrung 3.000 € 3.500 € 4.100 € 42.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.600 € 4.300 € 5.300 € 51.600 €

Entscheidend sind Tarifbindung und Branche: In Betrieben mit dem Tarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie liegt das Gehalt deutlich über dem, was viele kleine Elektrohandwerksbetriebe zahlen, wo der Rahmentarifvertrag Elektrohandwerk gilt oder frei verhandelt wird. Schicht-, Bereitschafts- und Montagezulagen können das Monatseinkommen spürbar erhöhen, ein Meistertitel ebenfalls.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Elektroniker?

Elektroniker bringen Strom dorthin, wo er gebraucht wird, und halten die Anlagen in Betrieb, die davon abhängen. Auf einer Baustelle heißt das: Leitungswege festlegen, Schlitze und Bohrungen setzen, Kabel ziehen, Dosen und Verteiler setzen, Schaltschränke bestücken, anschließen und die Anlage nach Vorschrift prüfen und dokumentieren. In der Industrie steht die Instandhaltung im Vordergrund – Antriebe, Sensoren, Steuerungen und Schaltanlagen werden gewartet, Störungen gesucht und behoben, oft unter Zeitdruck, weil eine Fertigungslinie stillsteht. Dazu kommen Aufgaben, die vor zwanzig Jahren kaum eine Rolle spielten: Photovoltaikanlagen mit Wechselrichter und Speicher, Ladepunkte für Elektroautos, Wärmepumpen, Netzwerk- und Bustechnik in Gebäuden.

Messen und Prüfen gehört zu jedem Auftrag. Isolationswiderstand, Schleifenimpedanz, Fehlerstromschutzschalter, Durchgängigkeit des Schutzleiters – die Ergebnisse werden protokolliert, weil sie im Streitfall die Arbeit belegen. Wer in der Fehlersuche gut ist, arbeitet mit Schaltplänen, Multimeter und zunehmend mit Diagnosesoftware und liest Steuerungsprogramme.

Wie wird man Elektroniker?

Üblich ist eine dreieinhalbjährige duale Ausbildung. Im Handwerk führt sie zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik, für Gebäude- und Infrastruktursysteme oder für Automatisierungstechnik; in der Industrie zum Elektroniker für Betriebstechnik oder für Geräte und Systeme. Der Zugang ist offen, in der Praxis wird meist mindestens ein guter Hauptschul- oder ein Realschulabschluss erwartet, dazu brauchbare Mathematik- und Physikkenntnisse. Der Begriff "Elektriker" ist die alte Bezeichnung und wird in Stellenanzeigen weiter benutzt, gemeint sind meist dieselben Tätigkeiten.

Quereinstieg ist möglich, aber nicht beliebig: Arbeiten an elektrischen Anlagen dürfen nur Elektrofachkräfte ausführen. Wer aus einem anderen Beruf kommt, kann sich über eine Umschulung oder eine Qualifizierung zur elektrotechnisch befähigten Person für ein begrenztes Aufgabenfeld nachqualifizieren. Nach der Ausbildung stehen Meisterprüfung, Weiterbildung zum Techniker oder Spezialisierungen in Gebäudeautomation, Steuerungstechnik oder Photovoltaik offen.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist körperlich. Über Kopf bohren, auf Leitern und Gerüsten stehen, in Kriechkellern und auf Dächern arbeiten, Kabeltrommeln schleppen, Staub und Lärm auf der Baustelle – das summiert sich über die Jahre, Knie, Schultern und Rücken merken es. Auf Montage kommen Fahrzeiten und Auswärtsübernachtungen hinzu, im Industrieservice oft Bereitschaft, Nacht- und Wochenendeinsätze, weil Anlagen im Stillstand gewartet werden. \dazu die Verantwortung: Ein schlecht angeschlossener Klemmpunkt kann einen Brand verursachen, ein übersehener Schaltzustand einen Stromunfall. Die fünf Sicherheitsregeln sind kein Formalismus, sondern der Grund, warum die meisten Berufsjahre ohne Unfall bleiben. Genauigkeit, Ruhe bei Störungen und die Bereitschaft, Normen und Dokumentation ernst zu nehmen, sind Pflicht. Der Ton auf Baustellen ist rau, die Terminplanung häufig unrealistisch.

Aussichten

Die Nachfrage ist hoch und wird es bleiben. Netzausbau, Wärmepumpen, Photovoltaik, Ladeinfrastruktur und Gebäudeautomation binden mehr Fachkräfte, als die Ausbildung nachliefert; gleichzeitig gehen viele erfahrene Kollegen in Rente. Wer den Abschluss hat, findet in der Regel schnell eine Stelle und kann den Arbeitgeber wechseln. Entwicklungswege führen über Vorarbeiter und Bauleitung, über den Meister in die Selbstständigkeit oder über Technikerschule und Studium in Planung und Projektierung. Wer die körperlich schwere Montage nicht bis zum Rentenalter machen will, sollte diesen Schritt früh planen.

Aufgaben

  • Leitungen verlegen, Verteiler und Schaltschränke aufbauen und anschließen
  • Elektrische Anlagen nach Norm prüfen und Messprotokolle erstellen
  • Störungen an Maschinen, Steuerungen und Antrieben suchen und beheben
  • Photovoltaikanlagen, Speicher und Ladepunkte installieren und in Betrieb nehmen
  • Schaltpläne und technische Dokumentationen lesen und fortschreiben
  • Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten an Betriebsanlagen ausführen
  • Gebäudetechnik programmieren und parametrieren, etwa Bus- und Automationssysteme
  • Kunden einweisen und übergebene Anlagen erklären

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung in einem elektrotechnischen Beruf oder gleichwertige Qualifikation als Elektrofachkraft
  • Sicherer Umgang mit Messgeräten, Schaltplänen und den einschlägigen Normen
  • Körperliche Belastbarkeit, Schwindelfreiheit und keine Farbfehlsichtigkeit, die das Erkennen von Aderfarben verhindert
  • Sorgfalt und Sicherheitsbewusstsein, insbesondere beim Freischalten von Anlagen
  • Führerschein Klasse B für Montage- und Serviceeinsätze
  • Bereitschaft zu Bereitschaftsdienst, Schicht oder Montage, je nach Einsatzbereich

Wo man arbeitet

  • Elektrohandwerksbetriebe und Elektroinstallationsfirmen
  • Industrieunternehmen mit eigener Instandhaltung
  • Anlagen- und Maschinenbau
  • Energieversorger und Netzbetreiber
  • Facility-Management und technischer Gebäudeservice
  • Fachbetriebe für Photovoltaik und Gebäudeautomation

Der Weg in den Beruf

Der Regelweg ist eine dreieinhalbjährige duale Ausbildung im Handwerk oder in der Industrie, etwa zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik oder für Betriebstechnik, mit Abschlussprüfung vor der Handwerks- oder Industrie- und Handelskammer. Danach sind Meisterprüfung, staatlich geprüfter Techniker oder Spezialisierungen in Automatisierung und Gebäudetechnik möglich. Für Umsteiger gibt es Umschulungen von etwa zwei Jahren sowie kürzere Qualifizierungen für klar abgegrenzte Aufgaben.

Offene Stellen als Elektroniker / Elektriker

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