E-Commerce Manager
E-Commerce Manager verantworten den Verkauf über Onlineshops und Marktplätze: Sortiment, Preise, Produktdaten, Marketing und Kennzahlen. Sie arbeiten an der Schnittstelle zwischen Einkauf, Marketing, IT und Logistik.
9 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als E-Commerce Manager verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.700 € | 3.200 € | 3.800 € | 38.400 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.400 € | 4.200 € | 5.000 € | 50.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 4.500 € | 5.500 € | 7.500 € | 66.000 € |
Ein Tarifvertrag greift nur selten; in Handelsunternehmen kann der Tarifvertrag des Einzel- und Versandhandels angewendet werden, meist wird frei verhandelt. Am stärksten wirken Unternehmensgröße, Branche und Region: Konzerne und Ballungsräume wie München, Hamburg oder Berlin zahlen deutlich über kleinen Händlern in ländlichen Gebieten, Personal- und Budgetverantwortung hebt das Gehalt zusätzlich.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein E-Commerce Manager?
E-Commerce Manager betreuen den Onlineverkauf eines Unternehmens. Sie pflegen und erweitern das Sortiment im Shopsystem, prüfen Produkttexte und Bilder, setzen Preise und Rabatte um und legen Kategorien und Filter so an, dass Kunden finden, was sie suchen. Ein großer Teil der Arbeit besteht aus Zahlen: Besucherzahlen, Konversionsrate, Warenkorbwert, Retourenquote, Werbekosten pro Bestellung. Aus diesen Kennzahlen leiten sie ab, welche Kampagne verlängert und welche gestoppt wird, welches Produkt eine bessere Darstellung braucht und wo im Kaufprozess Kunden abbrechen.
Dazu kommt die Koordination. Neue Zahlungsarten, ein Versanddienstleister mehr, eine Schnittstelle zum Warenwirtschaftssystem, ein Relaunch der Shopsoftware - all das läuft über Agenturen, Entwickler und interne Abteilungen. E-Commerce Manager schreiben Anforderungen, testen Ergebnisse und melden Fehler zurück. Wer für Marktplätze wie Amazon, eBay oder Otto zuständig ist, verwaltet zusätzlich Angebote, Bewertungen und Sperrungen von Artikeln. In kleineren Betrieben kommt der Kundenservice noch obendrauf, in Konzernen ist die Rolle enger geschnitten und stärker auf eine Kanalgruppe oder ein Land begrenzt.
Wie wird man E-Commerce Manager?
Es gibt keinen geschützten Zugang. Üblich ist ein Bachelorstudium in Betriebswirtschaft, Wirtschaftsinformatik, Medien- oder Kommunikationsmanagement, häufig mit Schwerpunkt Handel oder Digitales Marketing. Ein zweiter verbreiteter Weg ist die Ausbildung zum Kaufmann im E-Commerce, die seit 2018 besteht und drei Jahre dauert, oder eine Handelsausbildung mit anschließender Weiterbildung. Quereinstiege sind häufig: aus dem Onlinemarketing, dem Vertriebsinnendienst, dem Kundenservice eines Shops oder aus einer Agentur. Entscheidend ist, dass belegbare Praxis vorliegt - ein selbst betreuter Shop, Erfahrung mit Shopware, Shopify oder Magento, Kenntnisse in Google Analytics und Ads.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit ist überwiegend Bürotätigkeit am Bildschirm, oft mit Homeoffice-Anteil. Belastend sind weniger die Arbeitszeiten als die Taktung: Kampagnen zu Black Friday, Weihnachten oder Saisonwechseln bringen Wochen mit Überstunden, Störungen im Shop müssen sofort bearbeitet werden, auch abends. Wer viele Aufgaben gleichzeitig hält und trotzdem Details in Produktdaten prüft, kommt besser durch. Verlangt werden Zahlenverständnis, sicheres Englisch und die Bereitschaft, sich alle zwei Jahre in neue Werbeplattformen und Tools einzuarbeiten. Frustrierend ist für viele die Abhängigkeit von anderen: Ohne Entwicklerkapazität oder Budget bleiben gute Ideen liegen. In kleinen Unternehmen fehlt oft die technische Unterstützung ganz, dann bleibt die Rolle eine Dauerbaustelle.
Aussichten
Die Nachfrage ist stabil, weil kaum ein Handelsunternehmen ohne Onlinekanal auskommt. Gleichzeitig ist der Wettbewerb um Stellen in bekannten Marken hoch, und in Branchen mit schwacher Konsumlage wird bei Marketingstellen zuerst gespart. Entwicklungswege führen zur Teamleitung E-Commerce, in die Spezialisierung auf Performance Marketing, Marktplätze, Conversion-Optimierung oder Produktdatenmanagement, oder in Richtung Head of Digital mit Budget- und Personalverantwortung. Wer technisches Verständnis aufbaut, kann auch in Richtung Produktmanagement für Shopsysteme wechseln. Selbstständigkeit als Berater oder mit eigenem Shop ist verbreitet, aber wirtschaftlich unsicher.
Aufgaben
- Sortiment, Preise und Produktdaten im Shopsystem pflegen
- Kennzahlen wie Konversionsrate und Retourenquote auswerten
- Onlinekampagnen planen, Budgets steuern und Ergebnisse bewerten
- Angebote auf Marktplätzen anlegen und überwachen
- Anforderungen an Agenturen und Entwickler formulieren und Ergebnisse testen
- Mit Einkauf, Logistik und Kundenservice abstimmen
- Shopfunktionen, Zahlungsarten und Versandoptionen weiterentwickeln
Voraussetzungen
- Studium in BWL, Wirtschaftsinformatik oder Marketing, oder kaufmännische Ausbildung mit Onlineschwerpunkt
- Praktische Erfahrung mit einem Shopsystem wie Shopware, Shopify oder Magento
- Sicherer Umgang mit Analyse- und Werbetools sowie mit Tabellenkalkulation
- Zahlenverständnis und die Fähigkeit, aus Daten Entscheidungen abzuleiten
- Englisch in Wort und Schrift
- Belastbarkeit in Saison- und Kampagnenphasen
Wo man arbeitet
- Onlinehändler und Versandhandel
- Filialhändler mit eigenem Onlineshop
- Hersteller und Markenunternehmen mit Direktvertrieb
- Digital- und Performance-Marketing-Agenturen
- Großhandel und B2B-Unternehmen
Der Weg in den Beruf
Üblich ist ein dreijähriges Bachelorstudium in Betriebswirtschaft, Wirtschaftsinformatik oder Marketing, häufig ergänzt durch Praktika im Onlinehandel. Alternativ führt die dreijährige duale Ausbildung zum Kaufmann im E-Commerce in den Beruf, oft mit anschließender Weiterbildung oder Aufstieg über einige Jahre Praxis. Quereinstiege aus Onlinemarketing, Vertrieb oder Kundenservice sind bei nachweisbarer Shoperfahrung gut möglich.
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- Monatsbrutto
- 3.200 – 9.000 €
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- Offene Stellen
- 9
- Monatsbrutto
- 2.800 – 7.500 €
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