Zum Inhalt springen
Marketing & Kommunikation

Performance Marketing Manager

Performance Marketing Manager planen, schalten und optimieren bezahlte Online-Kampagnen bei Google, Meta und anderen Plattformen. Ihr Ziel sind messbare Ergebnisse: Klicks, Leads oder Verkäufe zu möglichst geringen Kosten.

9 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Performance Marketing Manager verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.800 € 3.300 € 3.900 € 39.600 €
Mit Berufserfahrung 3.600 € 4.400 € 5.200 € 52.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 4.800 € 5.800 € 7.500 € 69.600 €

Ein Tarifvertrag existiert in diesem Feld praktisch nicht, die Gehälter werden frei verhandelt und liegen entsprechend weit auseinander. Am stärksten wirken Unternehmensgröße und Branche: Agenturen zahlen deutlich weniger als Inhouse-Stellen in Konzernen oder im großen E-Commerce, dazu kommen regionale Unterschiede zwischen Ballungsräumen und ländlichen Standorten.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Performance Marketing Manager?

Performance Marketing Manager verantworten den Teil des Marketings, der sich direkt in Zahlen ausdrückt. Sie legen Kampagnen in Werbekonten an, definieren Zielgruppen, hinterlegen Budgets und Gebote und beobachten anschließend täglich, welche Anzeige zu welchem Preis welches Ergebnis bringt. Typische Kanäle sind Google Ads mit Suchanzeigen und Shopping, Meta Ads für Facebook und Instagram, dazu je nach Branche LinkedIn, TikTok, Pinterest, Amazon Ads oder Affiliate-Netzwerke.

Ein großer Teil der Arbeit ist Analyse. Daten aus Google Analytics, dem Werbekonto und oft einem Business-Intelligence-Tool werden zusammengeführt, um zu verstehen, welcher Euro sich rechnet. Daraus entstehen Entscheidungen: Budget umschichten, Keywords ausschließen, neue Anzeigentexte testen, Landingpages anpassen. Performance Marketing Manager schreiben selten selbst die Texte und bauen selten selbst die Grafiken, aber sie briefen Grafik, Text und Entwicklung und beurteilen die Ergebnisse. Dazu kommen Reportings für Vorgesetzte oder Kunden, Abstimmungen mit Vertrieb und Produkt sowie Gespräche mit Plattform-Ansprechpartnern.

Wie wird man Performance Marketing Manager?

Es gibt keine geschützte Ausbildung. Der häufigste Weg führt über ein Studium in Marketing, Betriebswirtschaft, Medien- oder Kommunikationswissenschaft, Wirtschaftsinformatik oder Psychologie. Auch eine kaufmännische Ausbildung, etwa als Kaufmann für Marketingkommunikation oder im E-Commerce, ist ein tragfähiger Einstieg, wenn danach Praxis in einer Agentur folgt. Quereinstiege sind verbreitet und realistisch, weil das Handwerk an konkreten Konten gelernt wird. Wer aus Vertrieb, Journalismus, Datenanalyse oder dem Onlinehandel kommt, bringt oft schon die Hälfte mit.

Entscheidend sind nachweisbare Fähigkeiten: der Umgang mit Werbekonten, Grundverständnis von Tracking und Attribution, Sicherheit in Tabellenkalkulation. Google- und Meta-Zertifikate sind kostenlos und werden erwartet, ersetzen aber keine Praxis. Viele beginnen als Junior in einer Agentur, wo sie parallel mehrere Kundenkonten betreuen und dadurch schnell Erfahrung sammeln.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit steht permanent unter Erfolgsdruck, weil jede Entscheidung messbar ist. Sinkt die Conversion-Rate oder steigen die Klickpreise, wird nach Erklärungen gefragt - auch dann, wenn die Ursache außerhalb des eigenen Einflusses liegt. Plattformen ändern Regeln, Datenschutzvorgaben verschieben die Messbarkeit, Automatisierung durch Algorithmen nimmt Aufgaben weg und schafft neue. Ständiges Nachlernen gehört dazu.

Die Arbeitszeiten sind meist regulär, mit Spitzen zu Kampagnenstarts, im Weihnachtsgeschäft und bei Rabattaktionen. Agenturarbeit bedeutet viele parallele Kunden, engen Zeitplan und wenig Ruhe zwischen Terminen; im Unternehmen ist der Takt ruhiger, dafür der Kanalmix begrenzter. Der Beruf ist überwiegend Bildschirmarbeit und lässt sich gut aus dem Homeoffice ausüben. Wer Zahlen nur ungern liest oder mit Widerspruch zwischen Bauchgefühl und Messwert schlecht umgehen kann, wird hier unglücklich.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil hoch, weil kaum ein Unternehmen ohne bezahlte Online-Werbung auskommt und der Kanal direkt mit Umsatz verbunden ist. Entwicklungswege führen zur Spezialisierung auf einen Kanal, in die Teamleitung, in Richtung Head of Performance oder Online Marketing, in die Datenanalyse oder in die Selbstständigkeit als Freelancer. Wer breite Kanalerfahrung und Verständnis für Datenmodellierung mitbringt, hat die besten Aussichten; rein operative Kontopflege wird zunehmend von Automatisierung übernommen.

Aufgaben

  • Kampagnen in Google Ads, Meta Ads und weiteren Plattformen anlegen und betreuen
  • Budgets planen, verteilen und laufend an die Ergebnisse anpassen
  • Zielgruppen, Keywords und Gebotsstrategien festlegen
  • Anzeigentexte und Werbemittel briefen und A/B-Tests auswerten
  • Tracking, Conversions und Attribution prüfen und mit Entwicklung abstimmen
  • Reportings und Auswertungen für Kunden oder Geschäftsführung erstellen
  • Landingpages gemeinsam mit Design und Content optimieren
  • Markt, Wettbewerber und Plattformänderungen beobachten

Voraussetzungen

  • Studium oder kaufmännische Ausbildung mit Marketing- oder Wirtschaftsbezug, alternativ nachweisbare Praxis
  • Sicherer Umgang mit Zahlen, Tabellenkalkulation und Analysetools
  • Praktische Erfahrung in mindestens einem Werbekonto, idealerweise mit Zertifikat
  • Verständnis von Tracking, Cookies und Datenschutzvorgaben
  • Englischkenntnisse für Tools, Dokumentation und internationale Konten
  • Bereitschaft, sich fortlaufend in neue Plattformfunktionen einzuarbeiten
  • Belastbarkeit bei direkt messbarem Erfolgsdruck

Wo man arbeitet

  • Online- und Performance-Marketing-Agenturen
  • Marketingabteilungen von Unternehmen
  • E-Commerce- und Handelsunternehmen
  • Start-ups und digitale Plattformen
  • Selbstständig als Freelancer oder Berater

Der Weg in den Beruf

Üblich ist ein drei- bis fünfjähriges Studium in Marketing, BWL, Medien oder einem verwandten Fach, alternativ eine dreijährige kaufmännische Ausbildung wie Kaufmann für Marketingkommunikation oder E-Commerce. Danach folgt meist ein bis zwei Jahre als Junior in einer Agentur, wo das operative Handwerk an echten Konten gelernt wird. Google- und Meta-Zertifikate ergänzen den Weg, ein geschützter Abschluss für den Beruf existiert nicht.

Offene Stellen als Performance Marketing Manager

In der Suche fortsetzen

Verwandte Berufe

E-Commerce Manager

E-Commerce Manager verantworten den Verkauf über Onlineshops und Marktplätze: Sortiment, Preise, Produktdaten, Marketing und Kennzahlen. Sie arbeiten an der Schnittstelle zwischen Einkauf, Marketing, IT und Logistik.

Offene Stellen
9
Monatsbrutto
2.700 – 7.500 €

SEO Manager

SEO Manager sorgen dafür, dass Websites bei Google und anderen Suchmaschinen gefunden werden. Sie analysieren Rankings, optimieren Inhalte und Technik und arbeiten dabei eng mit Redaktion, Entwicklung und Marketing zusammen.

Offene Stellen
0
Monatsbrutto
2.600 – 7.500 €

Arbeitsplatz.de verwendet nur die Cookies, die für den Betrieb der Seite nötig sind. Kein Tracking, keine Werbenetzwerke, keine Auswertung Ihres Verhaltens. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.

Datenschutz