Duty Manager
Duty Manager sind während ihrer Schicht die verantwortliche Führungskraft im Betrieb – meist in Hotels, an Flughäfen oder in großen Freizeit- und Veranstaltungsbetrieben. Sie koordinieren die Abteilungen, entscheiden bei Störungen und sind Ansprechperson für Gäste und Personal.
3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Duty Manager verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.600 € | 3.000 € | 3.400 € | 36.000 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.100 € | 3.600 € | 4.200 € | 43.200 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.800 € | 4.400 € | 5.500 € | 52.800 € |
In der Hotellerie richten sich die Gehälter oft an den regionalen Tarifverträgen des Hotel- und Gaststättengewerbes (DEHOGA) aus, die deutlich unter dem Niveau der Luftfahrt liegen. Bei Bodenverkehrsdiensten und Airlines gelten je nach Arbeitgeber Haustarife oder der TVöD; Nacht-, Sonn- und Feiertagszuschläge machen dort einen erheblichen Teil des Verdienstes aus.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Duty Manager?
Ein Duty Manager hat für die Dauer seiner Schicht die Betriebsverantwortung. Im Hotel bedeutet das: Übergabe vom Vordienst lesen, Belegung und Anreisen prüfen, VIP- und Gruppenankünfte vorbereiten, mit Housekeeping abstimmen, welche Zimmer wann fertig sind, und am Empfang mitarbeiten, wenn es voll wird. Kommt es zu Überbuchungen, sucht der Duty Manager Ausweichhotels und regelt die Kostenübernahme. Beschwerden, die die Rezeption nicht lösen kann, landen bei ihm – von der defekten Klimaanlage bis zur falsch berechneten Rechnung.
Am Flughafen oder bei einer Airline koordiniert ein Duty Manager Abflüge und Ankünfte, verschiebt Personal zwischen Check-in-Countern und Gates, reagiert auf Verspätungen und Flugausfälle und entscheidet über Umbuchungen, Hotelunterbringung und Sonderfälle. Dazu kommen in beiden Bereichen Sicherheits- und Betriebsaufgaben: Rundgänge, Kontrolle von Fluchtwegen, Alarmbearbeitung, im Ernstfall Räumung und Zusammenarbeit mit Feuerwehr, Polizei oder Rettungsdienst. Am Schichtende wird ein Bericht geschrieben, der alle Vorfälle, Ausfälle und offenen Punkte festhält.
Wie wird man Duty Manager?
Der übliche Weg führt über eine Ausbildung in der Hotellerie – Hotelfachfrau, Hotelfachmann oder Kaufleute für Tourismus und Freizeit – und mehrere Jahre Praxis an der Rezeption oder im Service. Wer sich als Empfangsmitarbeiter bewährt und Schichtverantwortung übernimmt, wird zum Front Office Shift Leader und dann zum Duty Manager. Alternativ führt ein Studium im Hotelmanagement oder Tourismusmanagement schneller in die Position, meist über ein Trainee-Programm einer Hotelkette. Im Luftverkehr steigen viele aus der Passagierabfertigung oder dem Ramp Agent auf; dort sind zusätzlich betriebsspezifische Schulungen und Berechtigungen nötig. Ein Quereinstieg ist möglich, verlangt aber Führungserfahrung aus einem vergleichbar taktgetriebenen Umfeld.
Was der Beruf verlangt
Der Dienst läuft in Wechselschicht, oft mit Nachtdiensten, an Wochenenden und an Feiertagen – gerade dann, wenn Betrieb ist. Wer als Duty Manager arbeitet, steht viel, läuft viel und wird ständig unterbrochen. Belastend ist weniger die einzelne Aufgabe als die Gleichzeitigkeit: ein überfüllter Empfang, ein Wasserschaden im vierten Stock und ein aufgebrachter Gast in derselben Viertelstunde. Dazu kommt, dass Entscheidungen allein getroffen werden müssen, weil die Direktion nachts nicht im Haus ist. Konflikte mit Gästen und gelegentlich mit alkoholisierten Personen gehören dazu. Wer keine ruhige Grundhaltung mitbringt oder Kritik persönlich nimmt, hält das dauerhaft schwer aus. Die Bezahlung liegt in der Hotellerie unter dem, was vergleichbare Verantwortung in anderen Branchen einbringt.
Aussichten
Die Nachfrage ist stabil bis hoch, weil in Hotellerie und Bodenabfertigung anhaltend Personal fehlt und erfahrene Führungskräfte für den Schichtdienst schwer zu finden sind. Aus der Position führen mehrere Wege weiter: Front Office Manager, Rooms Division Manager, stellvertretende Hoteldirektion oder Betriebsleitung. Im Luftverkehr sind Operations Manager oder Stationsleitung die nächsten Stufen. Wer in einer internationalen Kette arbeitet, kann Standorte und Länder wechseln; Englisch ist dafür Voraussetzung, eine weitere Fremdsprache hilft.
Aufgaben
- Schichtübergabe lesen, Tagesgeschäft planen und Personal einteilen
- Abteilungen wie Empfang, Housekeeping und Service koordinieren
- Gästebeschwerden und Eskalationen bearbeiten
- Überbuchungen, Verspätungen und Ausfälle lösen
- Kontrollrundgänge machen und Sicherheitsmeldungen bearbeiten
- bei Notfällen Erstmaßnahmen einleiten und Einsatzkräfte einweisen
- Tagesabschluss, Kassen und Berichte erstellen
- neue Mitarbeitende einarbeiten und anleiten
Voraussetzungen
- abgeschlossene Ausbildung in Hotellerie, Tourismus oder Luftverkehr, oder ein entsprechendes Studium
- mehrjährige Berufserfahrung im operativen Bereich
- Bereitschaft zu Wechsel-, Nacht- und Feiertagsdienst
- sicheres Deutsch und Englisch, weitere Sprachen von Vorteil
- Belastbarkeit und ruhiges Auftreten in Konfliktsituationen
- Kenntnisse in Hotel- oder Abfertigungssoftware
- körperliche Belastbarkeit für langes Stehen und Gehen
Wo man arbeitet
- Stadt- und Ferienhotels, vor allem Ketten- und Konferenzhotels
- Flughäfen und Bodenverkehrsdienstleister
- Airlines und Luftfahrt-Dienstleister
- Freizeitparks, Kreuzfahrtschiffe und große Veranstaltungsstätten
- Kliniken und Facility-Betriebe mit Rund-um-die-Uhr-Betrieb
Der Weg in den Beruf
Üblich ist eine dreijährige duale Ausbildung, etwa als Hotelfachfrau oder Hotelfachmann, gefolgt von drei bis fünf Jahren Praxis am Empfang oder in der Abfertigung. Wer über ein Bachelorstudium in Hotel- oder Tourismusmanagement einsteigt, erreicht die Position häufig über ein ein- bis zweijähriges Trainee-Programm. Ein eigener Abschluss als Duty Manager existiert nicht, die Position wird intern vergeben.
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Verwandte Berufe
Facility Manager
Facility Manager steuern den Betrieb von Gebäuden: Technik, Reinigung, Sicherheit, Wartung und Kosten. Sie sorgen dafür, dass Immobilien funktionieren, und koordinieren dabei Dienstleister, Budgets und gesetzliche Prüfpflichten.
- Offene Stellen
- 18
- Monatsbrutto
- 3.000 – 8.500 €
Front Office Manager
Front Office Manager leiten den Empfangsbereich eines Hotels: Sie organisieren Check-in und Check-out, führen das Rezeptionsteam und sind erste Anlaufstelle bei Beschwerden. Der Beruf verbindet Gastgeberrolle mit Dienstplanung, Zimmerpreissteuerung und Abrechnung.
- Offene Stellen
- 30
- Monatsbrutto
- 2.600 – 5.500 €
Hotelfachfrau
Hotelfachleute betreuen Gäste vom Empfang bis zur Abreise, arbeiten im Service, an der Rezeption, im Housekeeping und in der Verwaltung. Der Beruf verbindet Gastgeberrolle mit kaufmännischen Aufgaben und läuft überwiegend im Schichtdienst.
- Offene Stellen
- 7
- Monatsbrutto
- 2.100 – 4.500 €
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Restaurantleiter führen den Gastraum eines Restaurants: Sie planen Personal und Einkauf, betreuen Gäste, kontrollieren Umsatz und Kosten und tragen die Verantwortung für den reibungslosen Ablauf im Service.
- Offene Stellen
- 71
- Monatsbrutto
- 2.600 – 6.000 €
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