Data Platform Architect
Data Platform Architects entwerfen die technische Grundlage, auf der ein Unternehmen seine Daten speichert, verarbeitet und auswertet. Sie legen fest, welche Systeme zusammenspielen, wie Daten fließen und wie Sicherheit und Kosten im Rahmen bleiben.
3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Data Platform Architect verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 4.800 € | 5.600 € | 6.500 € | 67.200 € | |
| Mit Berufserfahrung | 6.000 € | 7.200 € | 8.500 € | 86.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 7.500 € | 9.000 € | 12.000 € | 108.000 € |
Entscheidend sind Branche und Standort: Banken, Versicherungen und Beratungen in München, Frankfurt oder Hamburg zahlen deutlich mehr als Mittelständler in ländlichen Regionen. Im öffentlichen Dienst gilt der TVöD oder TV-L, dort liegt die Vergütung meist in den Entgeltgruppen 13 bis 15 und damit nach oben klar begrenzt; in der Privatwirtschaft kommen häufig Bonusanteile hinzu.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Data Platform Architect?
Ein Data Platform Architect verantwortet die Struktur einer Datenlandschaft: von den Quellsystemen über Ladeprozesse und Speicherschichten bis zu den Werkzeugen, mit denen Analysten und Data Scientists arbeiten. Konkret heißt das, Zielarchitekturen zu zeichnen und zu begründen, Technologien auszuwählen und zu vergleichen, Datenmodelle für Lakehouse- oder Warehouse-Schichten festzulegen und Standards für Namensgebung, Versionierung und Datenqualität durchzusetzen.
Der Alltag besteht zu einem großen Teil aus Abstimmung. Fachbereiche wollen Kennzahlen, der Datenschutz will Löschkonzepte, die Sicherheitsabteilung will Zugriffsrollen, die Geschäftsführung will niedrigere Cloud-Rechnungen. Der Architekt übersetzt zwischen diesen Interessen und trifft Entscheidungen, die für Jahre gelten. Dazwischen liegt praktische Arbeit: Proof of Concepts bauen, Pipelines in SQL und Python prüfen, Infrastruktur als Code reviewen, Performanceprobleme in Abfragen analysieren, Kostenberichte aus Snowflake, Databricks, BigQuery oder Azure lesen.
Wie wird man Data Platform Architect?
Es gibt keine Ausbildung mit diesem Namen. Der übliche Weg führt über ein Studium der Informatik, Wirtschaftsinformatik, Mathematik oder Physik und mehrere Jahre Praxis als Data Engineer, Datenbankentwickler, BI-Entwickler oder Softwareentwickler mit Datenschwerpunkt. Fünf bis acht Jahre Berufserfahrung sind der Regelfall, bevor jemand Architekturverantwortung übernimmt.
Quereinstieg ist möglich, aber nicht ohne Umweg. Wer aus dem Controlling, aus der Statistik oder aus der Systemadministration kommt, sammelt zunächst Erfahrung im Data Engineering. Fachinformatikerinnen und Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung arbeiten sich über Datenprojekte hoch. Zertifikate der Cloud-Anbieter und der Plattformhersteller sind in Stellenanzeigen häufig gefordert und lassen sich berufsbegleitend erwerben, ersetzen aber keine Projektpraxis.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit ist geistig fordernd und politisch. Architekturentscheidungen betreffen Budgets und Zuständigkeiten, entsprechend gibt es Widerstand. Wer Konflikte scheut oder Entscheidungen nicht schriftlich begründen mag, kommt schlecht durch. Dazu gehört, Vorschläge vor Skeptikern zu verteidigen und Altsysteme zu akzeptieren, die sich nicht kurzfristig ablösen lassen.
Die Technologien wechseln schnell. Was heute Standard ist, gilt in vier Jahren als Altlast, und ein Teil der Weiterbildung findet in der Freizeit statt. Migrationen laufen oft am Wochenende oder nachts, damit der Betrieb nicht stillsteht, und bei Störungen in der Datenplattform hängen Reporting und teilweise operative Prozesse. Rufbereitschaft ist nicht überall vorgesehen, kommt aber vor. Der Beruf ist überwiegend Bildschirmarbeit, häufig mit Homeoffice-Anteil, dafür mit vielen Videokonferenzen und Dokumentationsaufwand.
Aussichten
Die Nachfrage ist hoch und ziemlich stabil, weil Unternehmen aus Handel, Industrie, Versicherung und Gesundheitswesen ihre Datenlandschaften ordnen und in die Cloud verschieben. KI-Vorhaben verstärken das, denn Modelle brauchen verlässliche Daten. Gleichzeitig ist der Markt anspruchsvoll geworden: Reine Zertifikate ohne Projektnachweis überzeugen selten.
Entwicklungswege führen zum Lead oder Principal Architect, zum Enterprise Architect mit Blick über alle IT-Bereiche, in die Leitung eines Datenbereichs oder in die Beratung, wo die Reisetätigkeit höher ist, die Vergütung häufig ebenfalls. Auch Spezialisierung ist möglich, etwa auf Data Governance, Streaming-Architekturen oder Datenschutz in regulierten Branchen.
Aufgaben
- Zielarchitektur für Datenplattformen entwerfen und dokumentieren
- Technologien und Cloud-Dienste bewerten und auswählen
- Datenmodelle und Schichtenkonzepte festlegen
- Standards für Datenqualität, Governance und Zugriffsrechte definieren
- Data Engineers technisch anleiten und Code reviewen
- Migrationen von Altsystemen planen und begleiten
- Betriebs- und Cloud-Kosten überwachen und optimieren
- Anforderungen mit Fachbereichen, Datenschutz und Security abstimmen
Voraussetzungen
- Studium der Informatik, Wirtschaftsinformatik oder eines vergleichbaren Fachs, alternativ gleichwertige Praxis
- Mehrjährige Erfahrung im Data Engineering oder in der Datenbankentwicklung
- Sichere Kenntnisse in SQL, Python und mindestens einer Cloud-Plattform
- Verständnis von Datenmodellierung, Streaming, Infrastruktur als Code und CI/CD
- Kenntnisse in Datenschutz und Datensicherheit, insbesondere DSGVO-Anforderungen
- Fähigkeit, Entscheidungen verständlich zu begründen und gegen Widerstand zu vertreten
- Englisch in Wort und Schrift
Wo man arbeitet
- Konzerne mit eigener IT-Abteilung
- IT- und Datenberatungen
- Softwarehäuser und Cloud-Dienstleister
- Banken, Versicherungen und Handelsunternehmen
- Industrieunternehmen mit Produktionsdaten
- Behörden und öffentliche Einrichtungen
Der Weg in den Beruf
Üblich ist ein Bachelor- oder Masterstudium in Informatik oder Wirtschaftsinformatik, also drei bis fünf Jahre, gefolgt von mehreren Jahren Praxis als Data Engineer oder Entwickler. Architekturverantwortung übernehmen die meisten erst nach etwa fünf bis acht Berufsjahren. Herstellerzertifikate von AWS, Microsoft, Google, Snowflake oder Databricks ergänzen den Weg und lassen sich berufsbegleitend ablegen.
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Cloud Architects entwerfen die technische Struktur von IT-Systemen in der Cloud und legen fest, welche Dienste, Netzwerke und Sicherheitsmechanismen ein Unternehmen einsetzt. Sie begleiten Migrationen aus dem eigenen Rechenzentrum und geben Entwicklungsteams die Leitplanken vor.
- Offene Stellen
- 4
- Monatsbrutto
- 4.800 – 12.000 €
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- 3.600 – 9.500 €
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- Offene Stellen
- 0
- Monatsbrutto
- 3.300 – 8.500 €
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