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IT & Software

Datenbankadministrator

Datenbankadministratoren betreiben und überwachen die Datenbanken eines Unternehmens, sichern die Daten und sorgen dafür, dass Abfragen schnell und zuverlässig laufen. Sie sind zuständig, wenn Systeme langsam werden oder Daten wiederhergestellt werden müssen.

3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Datenbankadministrator verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.300 € 3.900 € 4.600 € 46.800 €
Mit Berufserfahrung 4.300 € 5.200 € 6.200 € 62.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 5.500 € 6.600 € 8.500 € 79.200 €

Am stärksten wirken Branche und Betriebsgröße: Banken, Versicherungen und Konzern-IT zahlen deutlich mehr als kleine Dienstleister oder der öffentliche Dienst, der sich nach TVöD beziehungsweise TV-L richtet und dort meist in den Entgeltgruppen 11 bis 13 liegt. Rufbereitschaft und Erfahrung mit Oracle oder Cloud-Datenplattformen heben das Einkommen zusätzlich.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Datenbankadministrator?

Datenbankadministratoren, kurz DBAs, halten die Datenbestände eines Unternehmens betriebsfähig. Sie installieren und konfigurieren Datenbanksysteme wie Oracle, PostgreSQL, Microsoft SQL Server, MySQL oder MongoDB, legen Speicherstrukturen und Benutzerrechte fest und überwachen im Betrieb Auslastung, Sperren, Speicherplatz und Antwortzeiten. Ein großer Teil der Arbeit besteht darin, langsame Abfragen zu finden und zu beschleunigen: Ausführungspläne lesen, Indizes anlegen oder entfernen, Statistiken aktualisieren, mit Entwicklern über SQL diskutieren.

Dazu kommt alles, was mit Datensicherheit zu tun hat. DBAs richten Sicherungen ein, prüfen regelmäßig, ob eine Wiederherstellung tatsächlich funktioniert, betreiben Replikation und Failover-Cluster und dokumentieren Notfallabläufe. Sie führen Versionswechsel und Patches durch, meist in nächtlichen Wartungsfenstern, und begleiten Migrationen, etwa von einer lokalen Datenbank in eine Cloud-Umgebung. In vielen Unternehmen kommt die Rolle des Ansprechpartners für Datenschutz und Revision hinzu, weil DBAs am genauesten wissen, wo welche Daten liegen und wer darauf zugreift.

Wie wird man Datenbankadministrator?

Der häufigste Weg führt über ein Studium der Informatik oder Wirtschaftsinformatik oder über eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration oder Anwendungsentwicklung. Danach folgt meist eine Phase im allgemeinen IT-Betrieb, in der man die Datenbankseite übernimmt und hineinwächst; reine Einstiegsstellen als DBA sind eher selten. Quereinstiege gelingen aus der Softwareentwicklung, aus der Systemadministration oder aus Fachbereichen mit starkem SQL-Bezug, etwa Reporting und Datenanalyse. Herstellerzertifikate von Oracle, Microsoft oder Cloud-Anbietern sind verbreitet und werden von Arbeitgebern häufig ausdrücklich verlangt.

Was der Beruf verlangt

Datenbanken sind selten der sichtbare Teil einer IT-Landschaft, aber fast immer der kritische. Steht die Datenbank, steht das Geschäft. Das bedeutet Rufbereitschaft, Wartungsarbeiten nachts und an Wochenenden und hohen Druck in Störungsfällen, wenn viele Menschen gleichzeitig auf eine Antwort warten. Fehler in diesem Bereich haben unmittelbare Folgen, ein versehentlich gelöschter Datenbestand oder ein fehlerhaftes Migrationsskript kostet Stunden bis Tage.

Gefordert sind Genauigkeit, methodisches Vorgehen und die Bereitschaft, Dinge zu dokumentieren, die man selbst schon versteht. Wer nur programmieren will, wird die vielen Betriebs- und Abstimmungsaufgaben als mühsam empfinden. Auch die Technik verändert sich: Managed-Datenbankdienste in der Cloud nehmen einen Teil der klassischen Handarbeit ab und verlagern die Arbeit in Richtung Automatisierung, Infrastructure as Code und Kostenkontrolle. Wer sich darauf nicht einlässt, verliert an Anschluss.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil und in vielen Branchen höher als das Angebot, besonders bei Erfahrung mit großen Oracle- oder SQL-Server-Landschaften und gleichzeitig mit Cloud-Diensten. Datenmengen und regulatorische Anforderungen wachsen, damit auch der Bedarf an Menschen, die für Verfügbarkeit und Nachvollziehbarkeit sorgen. Entwicklungswege führen in die Spezialisierung als Performance-Experte, in Richtung Data Engineering und Datenplattformen, in Site Reliability Engineering oder in die Leitung eines Betriebsteams. Beratung und Freiberuflichkeit sind ebenfalls verbreitet, weil viele Mittelständler keine eigene Vollzeitstelle dafür einrichten.

Aufgaben

  • Datenbanksysteme installieren, konfigurieren und aktualisieren
  • Auslastung, Speicherplatz und Antwortzeiten überwachen
  • langsame SQL-Abfragen analysieren und optimieren
  • Sicherungen einrichten und Wiederherstellungen testen
  • Benutzerrechte und Zugriffskontrollen verwalten
  • Hochverfügbarkeit und Replikation betreiben
  • Migrationen in Cloud- oder neue Systemumgebungen begleiten
  • Störungen im Betrieb beheben, auch in Rufbereitschaft

Voraussetzungen

  • Studium der Informatik oder Ausbildung als Fachinformatiker, alternativ vergleichbare Praxis
  • sichere SQL-Kenntnisse und Verständnis relationaler Datenmodelle
  • Erfahrung mit Linux oder Windows Server und Skripting
  • Bereitschaft zu Rufbereitschaft und nächtlichen Wartungsfenstern
  • strukturiertes, sorgfältiges Arbeiten und Dokumentationsdisziplin
  • gutes technisches Englisch

Wo man arbeitet

  • IT-Abteilungen größerer Unternehmen
  • Banken, Versicherungen und Handelskonzerne
  • Rechenzentren und Hosting-Anbieter
  • IT-Dienstleister und Beratungshäuser
  • Behörden und kommunale IT-Dienstleister
  • Software- und Cloud-Anbieter

Der Weg in den Beruf

Üblich ist ein dreijähriges Bachelorstudium in Informatik oder Wirtschaftsinformatik oder eine dreijährige duale Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration. Die Datenbankspezialisierung entsteht meist erst im Betrieb, begleitet von Herstellerzertifikaten etwa von Oracle, Microsoft oder AWS. Nach etwa zwei bis vier Jahren im IT-Betrieb ist die eigenverantwortliche Betreuung produktiver Datenbanken realistisch.

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